BANGKOK, THAILAND – Handelsministerin Suphajee Suthumpun warnt vor steigenden Preisen für Konsumgüter, weil Produktions- und Energiekosten zulegen. Trotz Entlastungsprogrammen setzt die Regierung auf kurzfristige Preisregulierung und langfristig auf nachhaltige Alternativen.
Steigende Lebenshaltungskosten trotz Entlastungsprogramm
Handelsministerin Suphajee Suthumpun räumte ein, dass Konsumgüter voraussichtlich teurer werden, weil die Produktionskosten steigen. Das gelte trotz staatlicher Maßnahmen, die Haushalte entlasten sollen.
Nach einem Treffen zur Entlastung bei Lebenshaltungskosten erklärte sie, sie arbeite eng mit fünf weiteren Ministern an einem landesweiten Programm für erschwingliche Waren. Ziel ist es, den Preisdruck für Verbraucher abzufedern.
„Crisis upon crisis“: Schwaches Wachstum und teure Energie
Suphajee beschrieb die wirtschaftliche Lage als „Krise auf Krise“. Das Wachstum bleibe gedämpft, während geopolitische Spannungen die Energiepreise nach oben treiben.
Höhere Energiekosten verschärfen laut ihr bestehende Probleme und erhöhen den Druck auf Preise und Inflation. Für diesen Monat erwartet sie zusätzliche inflationäre Impulse, insbesondere durch teurere Energie.
Plastikharz wird kontrollierte Ware – Reaktion auf Weltmarkt-Turbulenzen
Auslöser für weitere Schritte war eine Entscheidung vom 8. April: Plastikharz wurde als kontrollierte Ware eingestuft. Damit will die Regierung auf starke Schwankungen an den globalen Märkten reagieren.
Hintergrund sind Störungen in Rohstoff-Lieferketten, die im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten genannt werden. Durch die Einstufung als kontrolliertes Produkt sollen Unternehmen und Verbraucher besser vor abrupten Preissprüngen geschützt werden.
Nachhaltige Verpackungen: Pflanzenfasern statt Plastik
Das Handelsministerium führte zudem Gespräche mit dem Industrieministerium, um umweltfreundliche Verpackungen zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Nutzung natürlicher Pflanzenfasern und landwirtschaftlicher Nebenprodukte.
Genannt werden unter anderem Zuckerrohr-Bagasse, Reisstroh und weitere Biomasse als Alternativen zu Plastik. Die Regierung verfolgt dabei eine Doppelstrategie aus kurzfristiger Regulierung und langfristiger Förderung nachhaltiger Ersatzstoffe.
Mehr Kontrolle im Inland: Umstrukturierung und zusätzliche Inspektoren
Um Preisaufsicht und Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten zu stärken, hat das Ministerium interne Abläufe neu organisiert. Besonders der Bereich Preisregulierung wurde dabei in den Fokus genommen.
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Zusätzliche Inspektoren sollen die Aufsicht des Department of Internal Trade verstärken. Damit will das Ministerium die Kontrolle über Preisentwicklungen und die Einhaltung von Vorgaben ausbauen.
Neue Beratungsteams für Exportstrategien in Schlüsselregionen
Zur Stärkung des Department of International Trade Promotion wurden Beratungsteams eingerichtet. Dazu gehören auch Ökonomen mit Expertise in wichtigen Märkten wie China, Asean, den USA und Europa.
Sie sollen helfen, gezielte Strategien für einzelne Regionen zu entwickeln. Parallel setzt die Regierung auf einen Cluster-Ansatz, der Ministerien, Privatwirtschaft und Landwirte koordinieren soll.
Düngemittel: Vorräte nur bis Mitte Mai, Importe wohl teurer
Beim Thema Düngemittel sieht Suphajee Sorgen sowohl bei Preisen als auch bei der Versorgung. Düngemittel bleiben zwar ein kontrolliertes Produkt, und bislang wurden keine Preiserhöhungen genehmigt.
Allerdings sollen die bestehenden Lagerbestände nur bis Mitte Mai reichen. Neue Importe aus Malaysia und Brunei dürften teurer werden, während Lieferungen aus dem Nahen Osten wegen der Spannungen unsicher sind und alternative Beschaffung aus Russland geprüft wird.
Preisanträge für Palmöl, Shampoo und Seife werden geprüft
Anträge auf Preiserhöhungen für bestimmte Konsumgüter wie abgefülltes Palmöl, Shampoo und Seife liegen zur Prüfung vor. Das Ministerium hat bislang keine Zustimmung erteilt.
Behörden fordern weitere Informationen an und erwägen ein stufenweises Vorgehen, um Engpässe zu verhindern. Suphajee betonte zugleich, dass Preise „unvermeidlich“ steigen würden, sobald neue Inputkosten wirksam werden.



Eigentlich bin ich der Auffassung, dass ein „Schock“ nur auf ein unvorhersehbares Ereignis eintreten kann. Und dass das Leben teurer, in Teilen sogar sehr viel teurer werden wird, war und ist seit Anbeginn des Netatrumpischen Irankrieges völlig klar gewesen. Es dürfte doch jedem bewusst gewesen sein, dass die Preiserhöhungen an der Zapfsäule nur ein erstes Symptom gewesen sein können. Ganze Lieferketten, nicht nur in der Petrochemischen Industrie reißen nun Stück für Stück ab. Das drosselt die Produktion in vielen Bereichen und das zu einem Zeitpunkt in dem die chronische Unterfinanzierung und damit auch ungesicherter Fremdfinanzierung vieler Betriebe immer offener zutage tritt. Wenn man nun den Fokus nur auf eine Abmilderung der Folgen für die Bevölkerung legt, gefährdet man vermutlich die gesamtwirtschaftliche, derzeit sehr fragile Stabilität. Die Gefahr ist hoch, dass dies zu einer hohen Anzahl von Insolvenzen gefährdeter Betriebe und einer massenhaften Arbeitslosigkeit führen könnte wie wir sie noch gar nicht gesehen haben. Dann wären die derzeitigen populistischen Maßnahmen völlig kontraproduktiv gewesen. Doch mit solchen letztlich hilflosen Maßnahmen ist Thailand ja nicht alleine. Wohin man schaut, überall wird auf die eine oder andere Weise versucht Einfluss auf die Verbraucherpreise zu nehmen, statt auf die Absicherung und Stärkung des wirtschaftlichen Kreislaufes zu setzen. Ich fürchte das wird sich noch massiv rächen.
Ist doch kein Problem.Einfach den Bath staerker machen, 1 Euro =32 Bath und schon hat man Geldgeber gefunden