SARABURI, THAILAND – Die Königlich Thailändische Luftwaffe treibt den Kauf weiterer Gripen-Kampfjets aus Schweden voran. Die zweite Phase des Beschaffungsprogramms gehört 2027 und 2028 zu den Prioritäten. Kosten und Stückzahl nennt die Luftwaffe noch nicht, und auch der Budgetzeitplan ist offen.
Zweite Gripen-Phase soll in den Haushalt 2027
Luftwaffenchef Air Chief Marshal Seksan Kantha bestätigte die Pläne am Montag, 12. Oktober, bei einer Grundsatzpräsentation an der Königlichen Luftwaffenakademie Navaminda Kasatriyadhiraj in der Provinz Saraburi. Laut Khaosod English will die Luftwaffe die nächste Beschaffungsphase in ihren Haushalt für das Haushaltsjahr 2027 aufnehmen. Die Maßnahme soll die Luftverteidigung des Landes stärken.
Die Ankündigung folgt auf eine erste Vereinbarung über vier Gripen E/F vom August 2025. Damit rückt der nächste Schritt in einem größeren Programm näher. Die Luftwaffe will damit ihre alternde US-amerikanische F-16-Flotte ersetzen.
Budgetzeitplan bleibt offen
Ein Sprecher der Luftwaffe hatte im Mai dagegen angekündigt, Mittel für das Haushaltsjahr 2028 zu beantragen. Welcher Zeitplan gilt, ist deshalb noch unklar.
In der offiziellen Mitteilung vom 12. Oktober bestätigte die Luftwaffe, dass beide Phasen des Ersatzprojekts Teil ihrer Modernisierungsstrategie bleiben. Kosten und Anzahl der Flugzeuge für die nächste Phase nannte sie jedoch nicht.
Vier Maschinen im bestehenden Vertrag mit Schweden
Der bestehende Vereinbarung mit Schweden umfasst drei einsitzige Gripen E und eine zweisitzige Gripen F. Der Gesamtwert liegt bei rund 19,5 Milliarden Baht.
Den ersten Auftrag bestätigte der schwedische Hersteller Saab am 25. August 2025. Er umfasst auch Ausrüstung, Ausbildung, Wartungsunterstützung und Zusammenarbeit bei der Verteidigungstechnik. Die ersten Flugzeuge sollen laut früheren Angaben der Luftwaffe 2029 in Thailand ankommen. Lieferungen aus einem möglichen Folgevereinbarung sind noch nicht bestätigt.
Zwölf Gripen sollen die F-16 ablösen
Das gesamte Programm sieht vor, zwölf Gripen-Kampfjets in drei Phasen zu beschaffen. Sie sollen F-16-Maschinen ersetzen, die seit mehr als 37 Jahren im Einsatz sind.
Die älteren Flugzeuge sollen zwischen 2028 und 2035 schrittweise aus dem Dienst genommen werden. Die Ausmusterung zieht sich damit über mehrere Jahre.
Seksan hält bemannte Kampfjets für unverzichtbar
Seksan betonte, dass bemannte Kampfflugzeuge trotz Fortschritten bei Drohnen und autonomer Militärtechnik unverzichtbar bleiben. Komplexe Gefechtslagen verlangen menschliches Urteilsvermögen, besonders wenn Entscheidungen tödliche Folgen haben können.
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Thailand müsse genügend Flugzeuge und Einsatzfähigkeit halten, um seinen Luftraum zu verteidigen. Künftige Käufe sollen deshalb Technologietransfer, Ausbildung des Personals und Infrastruktur einschließen.
Drohnen, Präzisionswaffen und drei Kampfgeschwader
Die breitere Modernisierungsstrategie umfasst auch bewaffnete unbemannte Flugzeuge, Präzisionswaffen, moderne Luftverteidigungssysteme und verbesserte militärische Kommunikation. Die Luftwaffe will ihre wichtigsten Kampfeinsätze im kommenden Jahrzehnt auf drei Geschwader konzentrieren.
Andere Einheiten sollen dann auf spezialisierte Aufgaben ausgerichtet werden. Die Planung dafür läuft nach den neuesten Plänen der Luftwaffe.
Weitere Bestellung braucht noch Budget und Vertrag
Der Kauf weiterer Gripen befindet sich noch in der Planungsphase. Vor einer Bestellung müssen die Haushaltsmittel bewilligt und die Verträge abgeschlossen werden.
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