Amerikaner lebte 10 Tage am Flughafen Suvarnabhumi

Ein US-Bürger dokumentierte sein Leben im Transitbereich und forderte ein Airline-Ticket – doch Thailands Immigration stellt den Fall anders dar und warnt vor Social-Media-Mitleid…

Amerikaner lebte 10 Tage am Flughafen Suvarnabhumi
Instagram: rastagraphy

BANGKOK, THAILAND – Ein US-Amerikaner sorgte mit Videos für Aufsehen, in denen er behauptete, seit zehn Tagen im Flughafen Suvarnabhumi festzusitzen, weil teure Tickets ihn am Weiterreisen hinderten. Thailands Einwanderungsbehörde widersprach, verweigerte ihm die Einreise und spricht von möglicher Content-Show.

Zehn Tage Transit als Social-Media-Serie

Auf dem Instagram-Account @rastagraphy zeigte der Mann zusammengeschnittene Szenen aus seinem Alltag im Airport, vom Filmeschauen bis zum Schlafen im Terminal.

Die Clips verbreiteten sich schnell, weil der Mann den Eindruck vermittelte, er müsse wegen steigender Flugpreise in Suvarnabhumi ausharren.

Forderung an die Airline und das Ultimatum

Laut einem Bericht von CH3 rief der Mann öffentlich eine Airline dazu auf, seine Kosten zu übernehmen und ein Ticket zu bezahlen.

Er erklärte demnach, ohne bezahlten Flug werde er im Flughafen bleiben und nicht „woanders hingehen“.

Immigration verweigert Einreise am 15. März

Polizeigeneralmajor Kathathorn Khamthiang, Kommandeur der Immigration Division 2, sagte, der Mann sei am 15. März aus Singapur eingereist, habe aber keine Erlaubnis zur Einreise erhalten.

Nach Einschätzung der Beamten habe er „unvorbereitet“ gewirkt und nicht dem Bild eines Touristen entsprochen, weshalb die üblichen Verfahren griffen.

Wer zuständig ist, wenn jemand zurückgewiesen wird

Kathathorn betonte, dass in solchen Fällen die Airline, die den Passagier nach Thailand bringt, verpflichtet ist, ihn wieder in ihre Obhut zu nehmen und den Weiterflug zu organisieren.

Weil der Mann anfangs nach Angaben der Immigration nicht genug Geld für ein Ticket hatte, musste er im Transitbereich unter Aufsicht der Airline bleiben, wie es die Regeln vorsehen.

Krieg als Begründung – aber das Ziel lag nicht im Konflikt

Ob die Lage mit dem vom Mann genannten Hintergrund eines US-Israel-Kriegs mit Iran zusammenhing, blieb laut Kathathorn unklar.

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Bei Überprüfungen sei jedoch herausgekommen, dass das geplante Ziel des Mannes nicht in einem Kriegsgebiet lag, sondern in Südostasien auf einer Reiseroute zurück in sein Heimatland.

Abreise am 21. März und die Rolle der Airline

Der Mann verließ Thailand laut den Behörden am 21. März, womit der Fall für die Immigration im Kern erledigt war.

Kathathorn stellte klar, nach der formalen Einreiseverweigerung liege die Verantwortung für Dokumente und Tickets bei der Airline, die ihn weiterbefördert.

Behörde warnt vor Mitleids-Kampagnen und Spendendruck

Während der Tage im Flughafen habe die Airline den Mann nach Behördenangaben nicht ignoriert, sondern ihn im Rahmen ihrer Pflichten versorgt.

Kathathorn wertete die Posts als Content-Erstellung, die auf Reichweite und womöglich Spenden durch erzeugtes Mitgefühl zielen könne, und appellierte an die Öffentlichkeit, sich nicht „benutzen“ zu lassen.

Zweiter Fall am Don Mueang – fehlende Geldmittel als Stolperstein

Parallel machte eine ausländische Touristin in sozialen Medien Stimmung gegen den Flughafen Don Mueang, nachdem ihr die Einreise wegen angeblich unzureichender finanzieller Mittel verweigert worden war.

Sie erklärte, sie habe von dieser Regel nie erfahren, obwohl sie bereits mehrfach nach Thailand eingereist sei.

Deine Meinung

Sollten Flughäfen und Airlines bei solchen Fällen transparenter erklären, was im Transitbereich passiert und welche Regeln wirklich gelten?

Oder braucht es härtere Grenzen gegen Social-Media-Inszenierungen, die mit Mitleid und Spendenbereitschaft spielen – was gehört deiner Meinung nach in die Kommentare?

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Quelle: thethaiger.com

2 Kommentare zu „Amerikaner lebte 10 Tage am Flughafen Suvarnabhumi

  1. Mich würde schon brennend interessieren, wo Thailand die Informationen her nimmt, ob Touristen bei der Einreise, über genügend Finanzen verfügen.

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