UBON RATCHATHANI, THAILAND – Kurz vor der Wahl am 8. Februar hat ein Kandidat der Pheu-Thai-Partei vor massiver Stimmenkäuferei und einem Geldfluss in bislang unbekanntem Ausmaß in der Provinz Ubon Ratchathani gewarnt.
Warnung vor einer Milliarde Baht im Wahlkreis
Der Pheu-Thai-Bewerber Watcharapol Chueakhong rief die Wahlkommission auf, entschieden gegen möglichen Stimmenkauf vorzugehen. Nach seinen Angaben könnten allein in Ubon Ratchathani mindestens eine Milliarde Baht im Zusammenhang mit der Wahlbewegung zirkulieren.
Besonders betroffen seien Grenzgebiete der Provinz. „In Ubon Ratchathani wird während der Wahlperiode vermutlich mindestens eine Milliarde Baht im Umlauf sein, insbesondere in Grenzregionen, wo andere Faktoren genutzt werden, um Stimmen zu gewinnen“, erklärte Watcharapol.
Er warnte, die Dimension der Geldbewegungen werfe ernste Fragen zur Integrität des Wahlprozesses in der Nordostprovinz auf.
Aufruf an Wahlkommission und Hinweise auf Unregelmäßigkeiten
Watcharapol forderte die Wahlkommission auf, dringend umfassende Prüfungen und Ermittlungen einzuleiten. Nach seiner Darstellung berichten Bürger in mehreren Gebieten von Vorgängen, die eine Verletzung des Wahlrechts darstellen könnten.
So seien Fälle bekannt geworden, in denen Kopien von Personalausweisen eingesammelt worden seien, ohne dass klar sei, welchem Zweck sie dienten. Zugleich scheine bei dieser Wahl finanzielle Schlagkraft für manche Akteure wichtiger zu sein als echte politische Unterstützung.
Laut Watcharapol ist die Bevölkerung im Nordosten politisch aufmerksam und wisse sehr genau, wer was tue und welche Partei wie viel zahle. Aus diesem Grund wachse der Druck auf die Behörden, Verdachtsfällen ohne Verzögerung nachzugehen.
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Rückblick auf 2023 und Kritik an vertuschten Fällen
Der Kandidat verwies darauf, dass es bereits bei der Wahl 2023 in Ubon Ratchathani und anderen Provinzen zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Diese Ereignisse seien landesweit in Erinnerung geblieben.
„Obwohl die Beweise klar sind, ist die Angelegenheit unter den Teppich gekehrt worden“, sagte Watcharapol. Er appellierte an die Wahlkommission, ihre Rolle ernsthaft wahrzunehmen und die Bevölkerung nicht durch das Verhalten staatlicher Stellen zu enttäuschen.
Pheu Thai hofft auf mindestens acht Sitze
Watcharapol tritt als Kandidat Nummer 3 im Wahlkreis 10 an, der die Bezirke Nam Yuen, Nam Khun, Si Udom und Samrong umfasst. Er vertritt dort die Pheu-Thai-Partei.
Nach umfangreichen Besuchen und Gesprächen in seinem Gebiet berichtete er von sehr positiver Resonanz für alle Pheu-Thai-Bewerber. Die Menschen seien überzeugt, dass Pheu-Thai-Abgeordnete eng mit ihren Wahlkreisen verbunden blieben und diese nach der Wahl nicht im Stich ließen.
Vertrauen durch Krisenmanagement und neue Führung
Als wichtigen Vertrauensfaktor nannte Watcharapol den Umgang der Pheu-Thai-Partei mit Flüchtlingslagern im Konflikt an der thailändisch-kambodschanischen Grenze. Die Bevölkerung habe dort die intensive Arbeit der Partei bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser direkt miterlebt.
Daraus sei die Erwartung gewachsen, dass sich die Lebenssituation vieler Menschen spürbar verbessern könnte, sollte Pheu Thai erneut eine Regierung bilden. Auch der Politikansatz von Yotsanu Wongsawat, dem neuen Spitzenkandidaten für das Amt des Premierministers, komme in Ubon Ratchathani gut an.
Viele Wählerinnen und Wähler in der Provinz wünschen sich demnach vor allem Einkommenssicherheit im ganzen Land. Interne Umfragen lokaler Pheu-Thai-Teams deuteten laut Watcharapol darauf hin, dass die Partei bei der Wahl mehr als acht der insgesamt elf Sitze in Ubon Ratchathani gewinnen könnte.
Intensiver Wahlkampf, aber wachsende Sorgen
Gleichzeitig betonte Watcharapol, dass alle Parteien derzeit intensiv den Kontakt zur Bevölkerung suchten und ihre Programme vorstellten, um eine fundierte Wahlentscheidung zu ermöglichen.
Parallel dazu nähmen jedoch die Berichte über zweifelhafte Aktivitäten zu. Vor dem Hintergrund des bereits laufenden Wahlkampfs wächst in Ubon Ratchathani die Sorge, dass Geldflüsse und mögliche Stimmenkäufe den Ausgang der Abstimmung stärker prägen könnten als politische Inhalte.




Stimmenkauf sollte verboten werden und solche die stimmen kaufen von der wahl ausgeschlossen werden oder sogar die ganze partei ausgeschlossen werden