Steinmeier: USA zerstört Weltordnung

⚠️ „Ein Reich der Räuber?“ So beschreibt der Bundespräsident die Gefahr, in die das globale System rutsche – und nimmt dabei die USA direkt ins Visier. Seine Botschaft schlägt hohe Wellen in Diplomatenkreisen. Wie drastisch ist die Lage wirklich?

Steinmeier: USA zerstört Weltordnung
REUTERS/Michael Dalder

BERLIN – In einer beispiellosen scharfen Rede hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Außenpolitik der USA attackiert. Er warnt vor dem Zerfall der Weltordnung in eine „Räuberhöhle“.

Steinmeier rechnet mit den USA ab

In außergewöhnlich deutlichen Worten kritisierte das deutsche Staatsoberhaupt die Politik unter Präsident Donald Trump. Obwohl sein Amt vorwiegend repräsentativ ist, haben seine Worte Gewicht.

„Es geht um den Abbruch von Werten durch unseren wichtigsten Partner, die USA, die diese Weltordnung mit aufgebaut haben“, sagte Steinmeier auf einem Symposium.

Dies stelle einen zweiten historischen Bruch nach der russischen Annexion der Krim dar.

Warnung vor einer Welt als „Räuberhöhle“

Der erfahrene frühere Außenminister malte ein düsteres Bild der globalen Zukunft. Er rief alle Nationen dazu auf, nicht zuzulassen, dass sich die Welt in eine „Räuberhöhle“ verwandle.

„Wo die Skrupellosesten nehmen, was sie wollen, wo Regionen oder ganze Länder als Eigentum einiger Großmächte behandelt werden“, so seine eindringliche Warnung.

Seine Kritik scheint sich auch auf aktuelle Ereignisse wie den versuchten Sturz des venezolanischen Präsidenten Maduro zu beziehen.

Angriff auf die globale Demokratie

Steinmeier sieht die globale Demokratie wie nie zuvor unter Beschuss. Die Grundpfeiler der internationalen Ordnung würden systematisch ausgehöhlt.

Der Bundespräsident forderte ein aktives Eingreifen in bedrohlichen Situationen. Besonders Länder wie Brasilien und Indien müssten vom Schutz der Weltordnung überzeugt werden.

Nur so könne ein Rückfall in ein Machtvakuum verhindert werden, in dem das Recht des Stärkeren herrsche.

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Historische Zäsur in den deutsch-amerikanischen Beziehungen

Diese Rede markiert einen diplomatischen Wendepunkt. Noch nie hat ein deutscher Bundespräsident die USA derart direkt und öffentlich kritisiert.

Das Vertrauensverhältnis zwischen Berlin und Washington scheint auf einem historischen Tiefpunkt. Steinmeier nutzt seine moralische Autorität als letzte Warnung.

Die Botschaft ist klar: Auch engste Partner müssen sich an gemeinsame Regeln halten.

Reaktionen aus Berlin und Washington erwartet

Aus dem Kanzleramt gibt es bisher keinen offiziellen Widerspruch. Experten deuten dies als stillschweigende Zustimmung zu Steinmeiers Analyse.

Aus Washington wird mit einer scharfen Reaktion des Weißen Hauses gerechnet. Die transatlantischen Beziehungen stehen vor einer weiteren Belastungsprobe.

Die Welt beobachtet gespannt, ob diese deutlichen Worte aus Berlin ein Weckruf sein werden – oder der Beginn einer neuen diplomatischen Eiszeit.

🗣 Wenn selbst Diplomaten Klartext reden

Wenn ein sonst zurückhaltendes Staatsoberhaupt von einer „Räuberhöhle“ spricht, ist das mehr als Rhetorik.

Ist die regelbasierte Weltordnung nur noch eine Illusion – und kehren wir zurück zu blanker Machtpolitik?
Und wer soll sie verteidigen, wenn selbst Verbündete sie infrage stellen?

Sag offen: Hat Steinmeier recht – oder übertreibt er gefährlich?

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Quelle: Bangkok Post