Polizei-Direktor nach tödlichem Unfall: Nur Reue statt volle Verantwortung

Betrunken am Steuer tödlich verunglückt: Der NACC-Direktor räumt das Alkoholvergehen ein, weist aber zwei weitere schwere Anschuldigungen im tödlichen Unfallhergang brüsk zurück. Was geschah wirklich am Steuer?

Polizei-Direktor nach tödlichem Unfall: Nur Reue statt volle Verantwortung
ThaiRAth

Der Direktor des Ermittlungsbüros der NACC, Narong Kraomo, hat sich in einem Anklagepunkt schuldig bekannt: Er räumte Fahren unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge ein, wies aber zwei weitere Vorwürfe zurück. Die Vernehmung und seine Stellungnahme werfen Fragen zur Haltung eines hohen Anti-Korruptionsbeamten auf und zwingen die NACC, disziplinarische Schritte zu prüfen.

Gestehener Alkoholkonsum am Steuer

Narong Kraomo bekannte sich schuldig im Anklagepunkt „Fahren unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge“ und entschuldigte sich bei der Familie des Verstorbenen sowie bei der NACC. Er betonte, es handele sich um eine private Angelegenheit und die Organisation sei nicht beteiligt.

Nach Angaben der Ermittler will er die Familie finanziell unterstützen und an der Trauerfeier teilnehmen; er kündigte wiederholte Anwesenheit bis zum Abschluss der Zeremonien an.

Drei Anklagepunkte wurden erhoben

Die Ermittler führten drei Anklagepunkte auf: Fahren unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge, fahrlässiges Fahren mit Todesfolge und Fahrerflucht nach einem Zusammenstoß ohne Hilfeleistung. Diese Punkte wurden ihm im Verlauf der Vernehmung mitgeteilt.

Kraomo gab nur beim Vorwurf des Alkoholeinflusses ein Schuldbekenntnis ab; die Vorwürfe der fahrlässigen Tötung und der Fahrerflucht wies er zurück.

Vernehmung dauerte mehrere Stunden

Ermittlungsbeamte befragten den Direktor rund drei Stunden, anschließend wurden seine Fingerabdrücke genommen und der Vorfall protokolliert. Nach Abschluss der Befragung wurde er entlassen.

Im Anschluss an die Formalitäten gab er den Angaben zufolge eine Stellungnahme gegenüber den Beamten und äußerte sein Bedauern über die Folgen des Unfalls.

Seine Darstellung des Unfalls

Kraomo sagte, er sei nach Dienstschluss in ein Restaurant gefahren, habe Alkohol konsumiert und sei danach allein gefahren. Er erklärte, es habe stark geregnet; er habe nur einen Aufprall an seinem Fahrzeug gespürt und nichts von einem Getroffenen bemerkt.

Er bestritt Berichte, wonach der Fahrer ausgetauscht worden sei, und erklärte, das Sitzen auf dem Beifahrersitz später habe dem Telefonieren mit Verwandten gedient; ein aggressives Verhalten oder Amtsmissbrauch wies er zurück.

Emotionen, Entschuldigung und familiäre Folgen

Kraomo zeigte Reue: Er hob die Hände zum Wai, entschuldigte sich und sagte, er empfinde große Traurigkeit, da der Verstorbene zwei Kinder hinterlasse und er selbst Vater sei. Er berichtete von Schlaflosigkeit seit dem Vorfall.

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Er sagte zu, die Familie des Verstorbenen soweit möglich finanziell zu unterstützen und persönlich an den Trauerfeiern teilzunehmen.

NACC kündigt Prüfung disziplinarischer Maßnahmen an

Die NACC teilte mit, disziplinarische Schritte gegen den Direktor prüfen zu wollen; dies wurde als Teil der weiteren Verfahrensschritte angekündigt. Nach der Vernehmung reiste Kraomo ab, nachdem der Vorfall protokolliert worden war.

Als letzter Stand gilt: Die NACC wird disziplinarische Maßnahmen prüfen.

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Quelle: Thairath

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