PHUKET – Ein US-Tourist sitzt nach einem heftigen Streit um angebliche Schäden an gemieteten Jet-Skis in Thailand in Haft. Der 24-Jährige wurde am Flughafen abgefangen, bevor er das Land verlassen konnte. Ihm drohen jetzt eine Anklage wegen Körperverletzung und die Abschiebung.
Festnahme kurz vor dem Abflug
Der Amerikaner Damien Williamson wurde am 8. Juli von Beamten der Einwanderungsbehörde am Suvarnabhumi Airport in Bangkok festgenommen. Er stand kurz davor, den Flug PR733 der Philippine Airlines nach Manila zu besteigen.
Die Polizei von Patong hatte zuvor erklärt, der 24-Jährige habe versucht, nach dem mutmaßlichen Angriff aus Thailand zu fliehen. Das Immigration Bureau selbst sprach lediglich von einer Buchung nach Manila und vermied den Begriff Fluchtversuch.
Jet-Ski-Streit eskaliert in Patong
Ausgangspunkt war ein Vorfall am 7. Juli am Patong Beach. Williamson hatte einen Jet-Ski gemietet, der mit einem anderen Jet-Ski kollidiert sein soll. Der Betreiber Nattawut Decheiam forderte Schadensersatz.
Ein von Nattawut aufgenommenes Video zeigt, wie er dem Touristen folgt und wiederholt Zahlung verlangt. Williamson bestreitet darin, den Jet-Ski beschädigt zu haben. Er habe bereits 3.500 Baht für die Miete bezahlt. Die Aufnahme endet vor der körperlichen Auseinandersetzung.
Opfer erlitt Jochbeinbruch
Der Streit verlagerte sich von der Bangla Road in die Soi Sea Dragon. Dort soll der Tourist laut Nattawut zugeschlagen haben. Er behauptet, Williamson habe ihn attackiert und mehrfach auf ihn eingeschlagen.
Die Folge waren schwere Verletzungen im Gesichtsbereich, die eine medizinische Behandlung erforderlich machten. Das Opfer gab an, sich nicht gewehrt zu haben. Es suchte später medizinische Hilfe und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Keine Fotos von den Schäden
Trotz der Vorwürfe räumte die Polizei ein, keine Fotos von frischen Beschädigungen an den Wasserfahrzeugen zu besitzen. Die Ermittlungen stützen sich daher auf Zeugenaussagen.
Befragt wurden andere Jet-Ski-Betreiber und Personen, die zur Tatzeit am Strand waren. Die Beamten betonten, beide Parteien hätten die Gelegenheit erhalten, ihre Version zu schildern.
Verdächtiger schweigt zu den Vorwürfen
Williamson lehnte es laut Polizei ab, eine Aussage zu machen oder eine Entschädigung anzubieten. Die Ermittler akzeptierten vorerst die Darstellung des mutmaßlichen Opfers.
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Seit dem 13. Juli sitzt der Amerikaner im Kwang Court in Haft. Zuvor war er von Bangkok zurück zur Polizeistation Patong überstellt worden.
Anklage und Visum-Widerruf eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft bereitet nun eine Anklage wegen Körperverletzung mit Verletzungsfolge vor. Parallel dazu leitet die Einwanderungsbehörde den Widerruf des Visums ein.
Polizeileutnant Piyanut Khunthong erklärte: „Sein Visum wird widerrufen, bevor er aus Thailand abgeschoben wird.“ Wann genau das passiert, ist noch unklar. Das Gerichtsverfahren soll noch in dieser Woche vorankommen.



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