DOHA/LONDON – Ein 18-jähriger Brite sitzt seit Wochen in Katar fest. Beim Transit in Doha wurde er mit Cannabis erwischt. Seine Familie kämpft verzweifelt um seine Freiheit.
Festnahme am Flughafen Doha
Lino Neil aus Schottland wurde am 21. November am Hamad International Airport festgenommen. Der Teenager war auf dem Rückflug von Thailand.
Die katarischen Behörden werfen ihm vor, Cannabis ins Land bringen zu wollen. Der Fall könnte für den jungen Mann katastrophale Folgen haben.
Das britische Außenministerium bestätigte, dass es den Fall kennt und Unterstützung leistet. Ein Prozess ist für den 27. Januar angesetzt.
Mutter: „Er wurde von Gangstern ausgenutzt“
Seine Mutter Nicola (49) ist überzeugt, dass ihr unerfahrener Sohn das Opfer krimineller Banden wurde. „Er ist nur ein Teenager, ein Baby“, sagte sie der Daily Record.
„Er hat keine Kontakte in Thailand und keine Möglichkeit, irgendeine Art von Drogengeschäft aufzuziehen. Es ist so offensichtlich, dass er von Gangstern ausgenutzt und missbraucht wurde.“
Sie berichtet, ihr Sohn sei unter der Kontrolle eines britischen Mannes gestanden und mit Gewalt bedroht worden.
Verzweifelte Lage in katarischer Haft
Die Zustände in der Haft seien hart. Neil wurde zunächst in einer überfüllten Zelle am Flughafen festgehalten, dann ins Doha Central Prison verlegt.
„Er hat so wenig zu essen bekommen, dass er viel Gewicht verloren hat. Er hat Todesangst“, schildert seine Mutter.
Bei einem Telefonat sei er „völlig verzweifelt“ gewesen und habe Suizidgedanken geäußert. Die Familie fürchtet um sein Leben.
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Finanzielle und rechtliche Bürde
Der Fall ruiniert die Familie auch finanziell. Die anfallenden Anwalts- und Prozesskosten werden auf bis zu 40.000 Pfund (ca. 47.000 Euro) geschätzt.
Bisher konnten sie erst 2.500 Pfund aufbringen, um überhaupt eine Rechtsvertretung zu sichern. Die Uhr tickt, bis zum Prozessende ist es ein weiter Weg.
Sein älterer Bruder Robbie (28) kann den Vorwurf nicht glauben: „Er ist ein junger Kerl, der mehr über Angeln als über alles andere weiß.“
Warnung an alle Urlauber
Dieser Fall ähnelt einem Vorfall vom Mai 2025, bei dem eine Britin am Heathrow Airport nach einer Thailand-Reise mit Cannabis im Gepäck festgenommen wurde.
Er zeigt die gnadenlosen Risiken von Drogenschmuggel – ob absichtlich oder als ahnungsloser Handlanger. Die Strafen in Ländern wie Katar sind extrem hoch.
Für Urlauber gilt: Absolute Vorsicht im Umgang mit Gepäck und neuen „Freunden“ im Ausland. Ein Fehler kann ein Leben zerstören.
🗣 Wenn ein Zwischenstopp das Leben zerstört
Ein 18-Jähriger, allein in einem fremden Land, schwere Vorwürfe, Angst vor dem, was kommt.
Ist er Täter – oder Werkzeug eines Netzwerks, das gezielt junge Menschen ausnutzt?
Und wie gut sind Reisende wirklich über die extremen Risiken von Transitländern informiert?
Schreib offen: Trägt er selbst die Verantwortung – oder wurde hier ein Jugendlicher geopfert?


