Bangkok, Thailand – Die oppositionelle Volkspartei (PP) geht mit dem 400-Milliarden-Baht-Notkredit der Regierung hart ins Gericht. Vor allem die geplante Aufteilung in zwei Teile und die 40-prozentige Eigenbeteiligung sorgen bei den Kritikern für Streit.
PP warnt vor Fehlverteilung
Die Regierung hat das Notkredit-Dekret über 400 Milliarden Baht am Dienstag im Kabinett genehmigt. Die PP befürchtet, dass 200 Milliarden Baht für direkte Hilfe bei der Energiekrise nicht gezielt genug ankommen könnten.
Nach Ansicht der Partei könnte die andere Hälfte der Mittel der parlamentarischen Kontrolle entgehen. Oppositionsführer Parit Wacharasindhu kritisierte das Vorhaben als zu breit angelegt.
Kritik an Thai Chuay Thai Plus
Parit Wacharasindhu sagte, gezielte Hilfe sei nötig, das Regierungsprogramm „Thai Chuay Thai Plus“ wirke aber zu allgemein. Gerade die am stärksten betroffenen Gruppen könnten dadurch leer ausgehen, besonders wenn das Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ greift.
Auch die geforderte 40-prozentige Zuzahlung stößt auf Widerstand. Parit sagte, steigende Kosten und Lebenshaltungskosten machten ein solches Modell fragwürdig, weil es das Ziel, Menschen spürbar zu entlasten, schwächen könne.
Streit um den zweiten 200-Milliarden-Teil
Der Kreditplan ist in zwei Blöcke aufgeteilt: 200 Milliarden Baht für öffentliche Entlastung bei der Energiekrise und 200 Milliarden Baht für Programme zur Energiewende. Parit Wacharasindhu nannte den zweiten Teil einen möglichen „Blankoscheck“.
Er verwies darauf, dass Kreditdekrete nach der Verfassung dringend und unvermeidbar sein müssten. Energiewende-Programme sollten seiner Ansicht nach lieber über ein Gesetz eingebracht werden, damit sie gründlich geprüft werden können.
Betroffene Gruppen suchen das Gespräch
Parit Wacharasindhu sagte, einige Gruppen könnten bei der Hilfe außen vor bleiben, darunter Menschen aus dem Transport- und Fischereisektor. Diese Gruppen sollen sich am Mittwoch mit dem Schattenkabinett der Partei treffen, um die Wirksamkeit der Regierungsmaßnahmen zu besprechen.
Auf die Frage nach einer Anrufung des Verfassungsgerichts sagte Parit, die Partei habe diesen Schritt noch nicht in Betracht gezogen. Er hält es aber für möglich, dass der zweite Teil des Plans die rechtliche Definition von Dringlichkeit nicht erfüllt.
Ökonom fordert Geldfluss ins System
Varakorn Samakoses sagte, dass Geld in das System eingespeist werden müsse. Eine weitere Einzelheit zu seiner Einschätzung wurde nicht genannt.
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