Monsterwellen im Anmarsch: Evakuierungswarnung

Monsterwellen im Anmarsch: Evakuierungswarnung
KhaoSod English

BANGKOK – Eine gefährliche Wetterlage zieht auf. Das Meteorologische Zentrum warnt vor bis zu drei Meter hohen Wellen im Golf von Thailand. Küstenbewohner müssen sich auf eine Sturmflut vorbereiten.

Das steckt hinter der extremen Wetterlage

Eine kräftige Kaltluftmasse aus China strömt über Thailand hinweg. Sie trifft auf den verstärkten Nordost-Monsun über dem Golf.

Diese explosive Mischung wird vom 7. bis 9. Januar für schwere See sorgen. Die Behörden sprechen die dritte offizielle Warnung aus.

Der Wind peitscht das Meer auf. Die Wellen erreichen eine Höhe von zwei bis drei Metern. In Gewitternähe sogar noch mehr.

Diese konkreten Gefahren drohen jetzt

Die Hauptgefahr sind brutale Brandungswellen, die unvermittelt über die Küste schwappen können. Anwohner sollten sich bereithalten, in sicherere Gebiete zu wechseln.

Für die Schifffahrt gilt höchste Vorsicht. Kapitäne müssen Gewittergebiete strikt meiden. Die Warnung ist eindeutig.

Kleine Boote dürfen vom 7. bis 9. Januar gar nicht auslaufen. Ihr Risiko, zu kentern, ist lebensgefährlich hoch.

So sollten sich Betroffene verhalten

Die Behörden rufen alle Küstenbewohner auf, Wettervorhersagen minutiös zu verfolgen. Die Updates des Eastern Southern Meteorological Centre sind entscheidend.

Lose Gegenstände in Ufernähe sollten gesichert werden. Notgepäck für eine mögliche Evakuierung sollte griffbereit sein.

Fischer und Bootsbesitzer müssen ihre Fahrzeuge zusätzlich sichern und in geschützten Häfen lassen.

Welche Regionen sind besonders betroffen?

Besonders gefährdet ist die Ostküste Thailands am Golf von Thailand, von Pattaya über Rayong und Chanthaburi bis Trat. Dort müssen Küstenbewohner und Touristen in den kommenden Tagen mit hohen Wellen und Sturmfluten rechnen.

Auch in den südlichen Provinzen an der Westküste Thailands, wie Songkhla und Narathiwat an der Andamanensee, sind erhöhte Wellen und starker Wind möglich. Die Situation dort ist jedoch nicht direkt mit den Warnungen für den Golf von Thailand verbunden, sondern erfordert lokale Vorsicht.

Die Warnungen betreffen sowohl Badeurlauber als auch die Fischerei- und Tourismusindustrie. Die wirtschaftlichen Auswirkungen könnten in beiden Küstenregionen erheblich sein.

Das sagt die Wissenschaft zur Lage

Meteorologen erklären das Phänomen mit der jährlichen Wintermonsun-Saison. Doch die Stärke der Kaltluft ist diesmal außergewöhnlich.

Die Kombination führt zu einem raschen und heftigen Ansturm auf die Küste. Vorbereitung ist der einzige Schutz.

Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Warnungen ausreichen, um Schlimmeres zu verhindern. Die Natur zeigt ihre unberechenbare Kraft.

🗣 Wenn das Meer nicht mehr Urlaub, sondern Bedrohung ist

Der Golf von Thailand ist für Millionen Menschen Lebensgrundlage.
Fischerei, Tourismus, Küstendörfer, Strandstädte.

Doch wenn kalte Luftmassen aus China auf den Nordostmonsun treffen, wird aus Postkarten-Idylle in Stunden eine reale Gefahr.

Drei Meter hohe Wellen sind kein „schlechtes Wetter“.
Sie reißen Boote los, überfluten Häuser, töten Fischer.

Jede Warnung, die ignoriert wird, endet nicht in Klickzahlen,
sondern in Notrufen.

Jetzt ist nicht die Zeit für Selfies am Strand.
Jetzt ist die Zeit, Abstand zu halten.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: KhaoSod English

12 Kommentare zu „Monsterwellen im Anmarsch: Evakuierungswarnung

  1. Warum ist „Wochenblitz“ der einzige der darüber berichtet? Es gibt nirgends Wetterwarnungen. Habt ihr einen Draht zum Wettergott? Wir reisen jetzt eher ab, nur wegen diesem Bericht. ….und draußen scheint die Sonne….

  2. Es wird auch anderswo darüber berichtet, allerdings nicht von Monsterwellen. Ihr übertreibt ja gerne bei den Überschriften, so auch hier. Monsterwellen werden ab einer Höhe von ca 20 Metern als solche bezeichnet.

    1. Es stimmt, dass „Monsterwellen“ im wissenschaftlichen Sinn deutlich höhere Wellen meinen – es gibt keine offizielle Definition, die bei 20 Metern beginnt. In der Fachliteratur werden Rogue Waves als Wellen beschrieben, die mindestens doppelt so hoch sind wie die umgebende See. Die aktuell prognostizierten bis zu drei Meter hohen Wellen im Golf von Thailand erfüllen diese Kriterien nicht.

      Dennoch sind sie für Boote und Küstenbewohner extrem gefährlich. Deshalb haben wir die Headline bewusst gewählt: Sie verbindet die aktuelle Bedrohungslage mit einer prägnanten, verständlichen Formulierung, die Leser sofort auf die Risiken aufmerksam macht. Unser Ziel ist es, journalistisch korrekt, aber für die Öffentlichkeit klar und eindringlich zu informieren.

      Quellen:
      https://www.britannica.com/story/what-makes-a-wave-go-rogue
      https://en.wikipedia.org/wiki/Rogue_wave

  3. Aktuell hat es in Hua Hin starke Winde aus überwiegend Nord-Nord-Ost. Aus den zitierten Berichten ist übrigens keine spezielle Warnung bezüglich der Ostküste des Golf von Thailand von Pattaya bis Trat raus zu lesen. Mir scheint man hat da etwas durcheinandergebracht. Der Süden Thailands hat die Westküste an der Andamanensee (Indischer Ocean) . Die Ostküste davon liegt am Golf von Thailand (Südchinesisches Meer). Was witzigerweise auch gleichzeitig die westliche Küste des Golf von Thailand ist.
    Das würde auch mit der Aussage von Freddy korrelieren, dass es dort ablandigen Wind hätte.
    Abgesehen davon, 2-3 m hohe Wellen sind bestimmt kein Pappenstiel. Aber unter Monsterwellen versteht man im allgemeinen Wellen von 10-15m+. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, da ist jede einzelne extrem angsteinflößend. Dass auch 2-3m töten und schwere Schäden verursachen können will ich damit aber nicht bestreiten.

  4. Si Racha: Seit gestern Nacht bis jetzt starker Wind mit Orkan Böen. Den Markt am Robinson hat es heftig erwischt, die Dächer sind zerfetzt, Gerüste eingestürzt, Gasflaschen, Tische, Utensilien ect. wurden umgerissen, alles andere als spaßig.
    Bangsaen: Aktuell extrem starke Winde, Böen, Wassersport verboten, Jetski fahren ist nur noch vereinzelt machbar.

  5. Update 08.01., 00:15; Rayong. Ich bin gerade beim letzten Bier heute Nacht. Abstand zum Meer: 80 m. Die Wellen schwappen wie immer an den Strand, alle Küstenfischer sind rausgefahren. Es ist nahezu windstill.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert