PATTAYA, THAILAND – Die Immigration Chonburi hat in Pattaya eine neue Serie von Razzien gegen illegale ausländische Arbeit vorgestellt und dabei binnen einer Woche 146 Ausländer festgenommen. Visa-Entzug, Abschiebung und Blacklist sollen nach Behördenangaben ohne Unterbrechung weiter folgen.
Pressekonferenz im Kontrollzentrum
Die Bilanz präsentierte die Behörde bei einer Pressekonferenz im Command and Control Center in Chonburi, dem Pattaya-Checkpoint der Immigration Bureau.
Angeführt wurde das Briefing von Pol. Maj. Gen. Songprod Sirisuk (Immigration Region 3) sowie mehreren leitenden Offizieren der regionalen und lokalen Einwanderungspolizei.
Razzia an Beach Road und Second Road
Im Fokus eines aktuellen Zugriffs standen Bereiche entlang der Pattaya Beach Road und der Pattaya Second Road, also dort, wo Tourismus und Gelegenheitsjobs besonders dicht beieinanderliegen.
Die Aktion wurde laut Behörden von Acting Pol. Lt. Col. Kittiphat Hongchuwech, Senior Inspector der Immigration Chonburi, geführt.
11 Festnahmen bei einem Zugriff – ein Fall ragt heraus
Bei der konkret benannten Razzia nahm die Immigration 11 Personen fest, darunter neun Laoten und ein Kambodschaner, denen Arbeit ohne Arbeitserlaubnis oder außerhalb der erlaubten Tätigkeit vorgeworfen wird.
Zusätzlich wurde ein weiterer laotischer Staatsbürger festgenommen, der neben unerlaubter Arbeit auch eine Überziehung des Aufenthalts um 2.061 Tage zu verantworten haben soll.
146 Festnahmen in sieben Tagen – wer betroffen war
In der intensiven Sieben-Tage-Kampagne vom 16. März bis 22. März 2026 wurden insgesamt 146 ausländische Staatsangehörige festgenommen.
Die Behörden nennen als größte Gruppen Myanmar (63), Laos (42), Kambodscha (14), China (14), Vietnam (8) sowie weitere Nationalitäten (5).
Vorwürfe und Jobs – was die Behörden als Problem sehen
Die meisten Verfahren betrafen nach Angaben der Immigration das Arbeiten ohne Genehmigung (98 Fälle) oder das Arbeiten außerhalb der erlaubten Rechte (49 Fälle).
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Als verbotene oder reservierte Tätigkeiten wurden unter anderem Straßenverkauf (36 Fälle), Friseur (1 Fall) und Büroarbeit (1 Fall) genannt, daneben häufige Jobs wie Verkauf im Ladenbereich (44 Fälle), Hilfsarbeit (36 Fälle) und Restaurantarbeit (6 Fälle).
Visa-Entzug seit Februar – und Kooperation mit Grab und Bolt
Seit Februar 2026 seien bereits 250 Visa von Ausländern widerrufen worden, die beim illegalen Arbeiten ertappt wurden, und die Behörde betont, es werde auch nach dem Kampagnenzeitraum keine Nachsicht geben.
Parallel koordinierten die Beamten Maßnahmen mit den Plattformen Grab, Bolt und LINE MAN, um „Account Borrowing“ zu stoppen, bei dem thailändische Nutzerkonten an Ausländer vermietet werden, was die Polizei als schweres Delikt einstuft.
Deine Meinung
Wie konsequent sollte Pattaya bei illegaler Beschäftigung und geliehenen Fahrer-Accounts durchgreifen, ohne dabei Tourismus und Alltag unnötig zu belasten?
Welche Erfahrungen gibt es vor Ort mit Kontrollen, Arbeitsgenehmigungen und den Plattformen Grab, Bolt oder LINE MAN – gern in den Kommentaren teilen.



Mich würde interessieren, ob man auch die „Geschäfte“ von Russen und Indern genauso kontrolliert wie die genannten Staatsbürger. Oder würden dann eventuell einige „Sonderzahlungen“ an Beamte wegfallen?
Meinetwegen noch mehr Kontrollen; das ist allemal besser, als alle Touristen bereits bei der Einreise unter Generalverdacht zu stellen:
Derzeit sind alle Touristen Kreditkartenbetrüger; warum sonst müssen die ca. 560 € bei der Einreise in bar hergezeigt werden in einem Staat, der gerade dabei ist, Bargeld abzuschaffen?
Derzeit sind alle Touristen Arbeitssuchende, denen das „zu lockere Visumrecht“ das verbotene Arbeiten zu sehr erleichtert; also die visafreie Aufenthaltsdauer wieder reduzieren auf 30 Tage und damit auch die älteren Urlauber, die zwei bis drei Monate im Land überwintern wollen, bestrafen? Die bringen sicherlich mehr in den Staatssäckel als die überschaubare Anzahl nicht erwischter Fremdarbeiter.
Derzeit sind alle Touristen Medikamentenschmuggler oder warum sonst dürfen die Touristen, die länger bleiben wollen, ihre eigenen vom Arzt verschriebenen Medikamente nur für 30 Tage mitbringen? Dass die Ärzte im jeweiligen Heimatland die verschriebenen Medikamente schriftlich bestätigen müssen, sollte doch reichen – außer man möchte die Ärzte auch unter Generalverdacht „Ausstellen von Gefälligkeitsattesten“ stellen.
Derzeit sind alle Touristen … (was eigentlich?), wenn sie bei der Einreise bereits das Rückflugticket vorzeigen müssen und man denen damit sowieso den angebotenen Weg der Aufenthaltsverlängerung (um maximal 37 Tage) verbaut – zumindest die Touristen, die spontan länger bleiben wollen, haben ein (eigentlich) vermeidbares Problem.
Ich glaube, man müsste nicht einmal sonderlich lange suchen um weitere Beispiele zu finden, mit denen Thailand dabei ist, den Touristen (die etliches an Geld oder geldwertem Vermögen ins Land bringen und im Land lassen), das Leben erschwert und damit den Aufenthalt vergällt.
Sicherlich würden dem Staat etliche touristische „Schwerverbrecher“ entgehen, wenn das System gelockert wird; aber was sind die paar nicht entdeckten Übeltäter im Verhältnis zu den normalen Touristen, die gerne weiterhin kommen würden, aber sicherlich immer mehr woanders Urlaub machen, weil Thailand die Zügel immer mehr anzieht?