BANGKOK – Verwirrung herrschte bei Bangkoks Autofahrern: Soll die stark befahrene Rama II Road komplett gesperrt werden? Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn gibt nun teilweise Entwarnung – doch die nächsten Wochen werden hart.
Minister korrigiert Meldungen über Komplett-Sperrung
Bei einem Vor-Ort-Termin stellte der Minister klar: „Es handelt sich nicht um eine vollständige Sperrung der gesamten Rama II Road.“ Gesperrt werden nur die sechs Hauptfahrspuren auf einem 3 Kilometer langen Abschnitt.
Der Abschnitt zwischen Kilometer 29+100 und 32+100 ist betroffen. Grund sind dringende Reparaturen nach dem tödlichen Kran-Unglück am 15. Januar, bei dem zwei Menschen starben.
„Die Maßnahme dient der Sicherheit und soll den Verkehr nicht zusätzlich belasten“, betonte Minister Phiphat. Die Zu- und Abfahrten bleiben für den Verkehr geöffnet.
So sollen Staus verhindert werden
Um einen Verkehrskollaps zu vermeiden, hat die Autobahnbehörde einen detaillierten Verkehrsplan erarbeit. Autofahrer werden auf die vier vorhandenen Seitenstreifen umgeleitet.
Zusätzlich wurden Zufahrtsstraßen verbreitert und Ein- und Ausfahrten angepasst, um Engpässe zu vermeiden. Rund um die Uhr sind Polizei und Verkehrshelfer im Einsatz.
Für Stoßzeiten ist sogar eine wechselseitige Spur auf der weniger befahrenen Seite in Vorbereitung. Alles soll den Verkehr am Fließen halten.
Sperrung dauert bis Ende März
Die Arbeiten sind auf maximal 60 Tage angesetzt. Die Sperrung begann am 24. Januar und soll am 27. März 2026 enden.
In dieser Zeit werden die beschädigten Brückenteile entfernt und Betonarbeiten für die Verbindung der Auslegerbrücke über den Tha-Chin-Fluss durchgeführt.
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Der verantwortliche Bauunternehmer, Italian-Thai Development (ITD), muss die Reparaturkosten tragen. Unabhängige Experten sollen die Sicherheit überwachen.
Minister verspricht harte Konsequenzen für Bauunternehmer
Minister Phiphat ließ keinen Zweifel an den Konsequenzen: „Die Regierung wird gemäß dem Gesetz handeln.“ Gegen den Bauunternehmer werden Strafen geprüft.
Dazu könnte auch die Eintragung in eine Schwarze Liste gehören, falls Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Die Sicherheit der Bürger hat oberste Priorität.
Die Behörden entschuldigen sich für die Unannehmlichkeiten und bitten alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrten im Voraus zu planen.
Diese Alternativrouten sollten Sie kennen
Autofahrern wird dringend empfohlen, wenn möglich alternative Strecken zu nutzen. Besonders in den Stoßzeiten muss mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden.
Aktuelle Informationen zu Verkehr und Umleitungen gibt die 24-Stunden-Hotline der Autobahnbehörde unter der kostenfreien Nummer 1586.
Die kommenden Wochen werden eine Geduldsprobe für Bangkoks Pendler. Die Hoffnung liegt auf dem gut geplanten Verkehrsmanagement.
🗣 Wenn Straßen zur Vertrauensfrage werden
Nach tödlichen Unfällen versprechen Behörden Sicherheit. Doch wie viel Vertrauen haben Autofahrer noch, wenn schwere Baumaschinen über belebten Hauptachsen schweben?
Reichen Umleitungen und Pressekonferenzen – oder ist Rama II längst ein Symbol für systemisches Versagen im Bauwesen geworden?
Was denkst du: Beruhigung oder Beschwichtigung?



Solange ich die 35/Rama II Road kenne und das sind jetzt knapp 30 Jahre ist diese Strecke durch Samut Sakhon einem hässlichen Höllenloch ähnlich. Seit Monaten bereits sind die Hauptspuren jede Nacht auf zig Kilometer komplett gesperrt, ohne dass da augenscheinlich sehr viel gearbeitet würde. Wenigstens kommt man so dann allnächtlich in die berüchtigten Staus wenn sich die Ausweichroute immer wieder mal auf eine Fahrspur verengt. Dafür fallen dann tagsüber Kräne, Bauteile oder sonst noch was auf die Fahrbahn. Toll, jetzt kriegt man die Sperrungen gleich noch für Wochen zusätzlich auch tagsüber mit. Alternative Routen nutzen? Da bin ich ja mal gespannt welche damit über den Tha Chin Fluss und durch das Delta gemeint sein könnten.
Wenn es einen Prototypen an verpfuschter Großbaustelle geben sollte. Auf der Rama II kann man ihn besichtigen. Steht man ja lang genug dort rum.