Phuket-Bahn gestoppt: „Zu teuer, zu nutzlos“

🚩 Ein milliardenschweres Verkehrsprojekt fĂŒr Phuket gerĂ€t ins Wanken. Der Verkehrsminister warnt vor mehr Stau, hohen Kosten und geringem Nutzen. Statt Schienen sollen Straßen und Busse die Lösung sein. Steht Phukets Zukunftsplan vor dem Aus?

BANGKOK – Das Mega-Projekt fĂŒr Phuket steht vor dem Aus! Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn schießt scharf gegen die geplante Straßenbahn. Statt 35 Milliarden Baht in Schienen zu investieren, will er lieber die Straßen ausbauen.

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Minister erklĂ€rt Bahnprojekt fĂŒr gescheitert

In einer klaren Absage hat der stellvertretende MinisterprĂ€sident seine Ablehnung bekrĂ€ftigt. Die von der MRT-AutoritĂ€t vorgeschlagene Straßenbahn oder Stadtbahn hĂ€lt er fĂŒr den falschen Weg.

„Ich stimme dem Projekt nicht zu“, sagte Phiphat unmissverstĂ€ndlich. Sein Hauptargument: Die Bahn wĂŒrde auf dem Mittelstreifen der Hauptstraßen gebaut und damit wertvolle Fahrspuren verschlingen.

ZusĂ€tzliche FußgĂ€ngerbrĂŒcken und Infrastruktur wĂŒrden den Verkehr noch mehr behindern, bei einem sehr begrenzten Nutzen.

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Warum die Bahn fĂŒr Phuket floppen wĂŒrde

Der Minister zweifelt fundamental am Erfolg. Die erwartete Fahrgastzahl sei viel zu niedrig, da die meisten Besucher und Einwohner auf der Insel mit dem eigenen Auto unterwegs seien.

Das Projekt der ersten Phase, eine 41 Kilometer lange Strecke vom Flughafen zur Chalong-Kreuzung, wĂŒrde schĂ€tzungsweise 35 bis 35,2 Milliarden Baht (ca. 875-880 Mio. Euro) verschlingen.

Eine gigantische Summe fĂŒr ein Verkehrsmittel, das am Bedarf vorbeigeplant sei, so die Kritik.

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Die Alternative: Busse und breitere Straßen

Statt in starre Schienen will Phiphat in flexible Busspuren investieren. Diese könnten bei Bedarf auch fĂŒr den allgemeinen Verkehr geöffnet werden und seien viel effizienter.

„Ein Bussystem bietet mehr FlexibilitĂ€t“, argumentiert der Minister. Die PrioritĂ€t liege auf dem Ausbau der Straßen und der Erweiterung des bestehenden Busnetzes.

Das spare nicht nur Milliarden an Investitionskosten, sondern verursache auch weniger Baustellen-Chaos in der ohnehin verstopften Touristenhochburg.

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So soll der Verkehrskollaps verhindert werden

Konkret plant der Minister, die Hauptstraße vom Flughafen in die Stadt massiv auszubauen. Durch den Abbau des Mittelstreifens und die Nutzung von mobilen Barrieren sollen aus sechs Spuren acht Spuren werden.

Das Landtransport-Department wurde angewiesen, mit privaten Betreibern ĂŒber eine Aufstockung der Busflotte zu verhandeln. Mehr Busse auf eigenen Spuren sollen den chronischen Stau lösen.

FĂŒr den Fall seiner RĂŒckkehr als Verkehrsminister verspricht Phiphat, dieses Vorhaben zu beschleunigen.

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Was bedeutet das fĂŒr die Zukunft von Phuket?

Die Absage an die Straßenbahn ist eine klare strategische Weichenstellung. Die Regierung setzt weiter auf den Individualverkehr und optimiert ihn, anstatt auf ein neues Schienensystem umzuschwenken.

Kritiker werfen dem Minister kurzsichtiges Denken vor. Eine moderne Bahn könnte langfristig mehr Touristen vom Mietwagen weg und in den öffentlichen Nahverkehr bringen.

Die Debatte entzweit die Insel: Braucht Phuket eine revolutionÀre Verkehrslösung oder nur mehr Asphalt?

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Mega-Projekte im SĂŒden nicht in Gefahr

Trotz der Ablehnung der Phuket-Bahn betonte der Minister, andere Infrastruktur-Megaprojekte voranzutreiben. Dazu gehört insbesondere das geplante LandbrĂŒcken-Projekt.

Diese Verbindung zwischen dem Golf von Thailand und der Andamanensee ist Teil der SĂŒdlichen Wirtschaftskorridor-Initiative und hat fĂŒr Bangkok weiter hohe PrioritĂ€t.

Der Fokus liegt klar auf dem GĂŒterverkehr zwischen den Meeren, nicht auf dem Personennahverkehr auf der Ferieninsel.

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🗣 Wenn Visionen am Asphalt scheitern

Schiene oder Straße. Zukunftsprojekt oder Milliardenfehler.
WĂ€hrend Behörden seit Jahren von moderner Stadtbahn trĂ€umen, will der Verkehrsminister breitere Straßen, mehr Busse und flexible Spuren.

Aber löst mehr Asphalt wirklich Phukets Verkehrsinfarkt?
Oder wird damit nur ein Problem vertagt, das irgendwann umso hĂ€rter zurĂŒckschlĂ€gt?

Sag offen: Braucht Phuket eine Bahn fĂŒr die Zukunft – oder pragmatische Lösungen fĂŒr das Jetzt?

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Quelle: Bangkok Post

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