SURAT THANI – Auf den Trauminseln Koh Samui und Koh Phangan kocht eine heikle Affäre hoch. Die Provinzverwaltung hat eine dringende Untersuchung eingeleitet, weil Ausländer mit dubiosen thailändischen Personalausweisen unterwegs sein sollen. Im Kern steht der Verdacht, dass sich Geschäftsleute aus dem Bildungs-, Tourismus- und Immobiliensektor unrechtmäßig die Staatsbürgerschaft erschlichen haben könnten.
Heiße Spur führt zu verdächtigen Ausweisnummern
Der Alarm wurde durch einen Medienbericht ausgelöst, der sich auf Identifikationsnummern mit dem Präfix „81033..“ konzentriert. Diese Nummern sollen bei Ausländern aufgetaucht sein, die auf den beiden Inseln fest im Geschäft sind.
Gouverneur Jumphot Wannachatsiri bestätigte, dass sofort eine Prüfung angelaufen ist. Beamte durchforsten fieberhaft die Akten, um die Echtheit der Nummern und die Rechtmäßigkeit etwaiger Staatsbürgerschaftswechsel zu klären.
Gouverneur: „Bisher kein einziger Antrag entdeckt“
Eine erste Entwarnung gab es vom Gouverneur persönlich. Bei der Durchsicht der Provinzregister sei bisher kein einziger Antrag eines Ausländers auf die thailändische Staatsbürgerschaft gefunden worden.
Dennoch bleibt die Skepsis. Die Behörden wollen die Sache nicht auf sich beruhen lassen und prüfen nun, ob die Personalausweise vielleicht ohne den offiziellen Weg durch die Meldestellen in Umlauf kamen.
Codenummer 8 bringt die Ermittler auf Trab
Stellvertretender Gouverneur Chakkrit Fangchonjit brachte ein entscheidendes Detail ins Spiel. Er erklärte, dass Identifikationsnummern, die mit einer 8 beginnen, grundsätzlich mit dem Status von Ausländern in Verbindung gebracht werden.
Der kurze Zahlenschnipsel aus den Berichten reiche aber nicht aus, um eine Person eindeutig als thailändischen Staatsbürger zu identifizieren. Die Fahnder benötigen nun die vollständigen Datensätze, um den Schwindel – oder das Missverständnis – lückenlos aufzuklären.
Das alte Gesetz von 1965 als Maßstab
Für die Prüfung gilt ein klarer rechtlicher Rahmen. Der Erwerb der thailändischen Staatsbürgerschaft ist streng im Staatsangehörigkeitsgesetz von 1965 geregelt, das genaue Bedingungen und Kriterien vorgibt.
Die Ermittler müssen jetzt jeden einzelnen Verdachtsfall gegen dieses Regelwerk halten. Nur so lässt sich feststellen, ob die begehrten Pässe auf legalem Weg vergeben wurden oder ob hier mit gezinkten Karten gespielt wird.
Israelischer Staatsbürger soll fünf Grundstücke besitzen
Ein Bericht von Daily News bringt einen besonders pikanten Fall ans Licht. Demnach soll ein Israeli die thailändische Staatsbürgerschaft erlangt haben und anschließend als Käufer von gleich fünf Grundstücken aufgetreten sein.
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Vier der begehrten Parzellen liegen demnach auf Koh Phangan, ein weiteres Stück Land auf Koh Samui. Das Liegenschaftsamt hat diese Informationen laut dem Bericht bei ersten Überprüfungen zutage gefördert.
Provinz droht mit voller Härte des Gesetzes
Die obersten Beamten der Provinz machten unmissverständlich klar, dass sie kein Auge zudrücken werden. Sollte sich bei den beschleunigten Untersuchungen herausstellen, dass Rechte unrechtmäßig erworben oder Gesetze gebrochen wurden, werde man sofort juristische Schritte einleiten.
„Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, versprach Gouverneur Jumphot volle Transparenz. Für die Touristenmagnete könnte die Affäre zu einem handfesten Imageschaden führen, wenn sich der Verdacht auf systematischen Betrug erhärtet.



Mit den heutzutage verfügbaren technischen Möglichkeiten, sollte es möglich sein Ausweise zu fälschen. Ohne technisches Equipement ist es auch schwierig Fälschungen zu erkennen. Meist wird ein Ausweis bloss visuell kontrolliert, auch die Ausweisnummer wird nicht immer gecheckt.