SURAT THANI, Thailand – Die thailändische Einwanderungspolizei hat auf Koh Samui einen Schweden festgenommen, der in seiner Heimat gesucht wird. Die Polizei fand ihn dort versteckt. Der Mann, den die Behörden nur als „David“ nennen, soll Teil eines großen Cyberbetrugsnetzwerks sein. Laut Polizei erbeutete die Bande mehr als 6 Millionen schwedische Kronen, umgerechnet rund 20 Millionen Baht.
Opfer sollen mit AnyDesk ausgeraubt worden sein
Das Netzwerk soll die Fernzugriffssoftware AnyDesk genutzt haben, um Geld von Opfern abzuziehen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Summe von über 6 Millionen Kronen aus diesen Betrügereien stammt.
David wird vorgeworfen, bei dieser Masche eine Rolle gespielt zu haben. Ob und in welchem Umfang er die Taten selbst ausführte, ist laut den bisherigen Angaben noch nicht geklärt.
Luxusuhren und Goldbarren als Geldwäsche
Nach Angaben der Polizei wurde das erbeutete Geld für teure Waren ausgegeben. Dazu zählen Rolex-Uhren, Smartphones, Computer und Goldbarren.
Die Beamten sehen darin den Versuch, die Herkunft des Geldes zu verschleiern. Die Gegenstände sollen also der Geldwäsche gedient haben.
Vorwurf: falsche Polizeiidentität und betrügerisch beschaffte Waffen
Neben dem Cyberbetrug werfen die Behörden dem Schweden weitere Delikte vor. Er soll sich als Polizist ausgegeben und Schusswaffen auf betrügerische Weise erlangt haben.
Zu den Waffen und dem Auftreten als Polizist liegen bisher nur die Vorwürfe vor. Eine Verurteilung gibt es in diesen Punkten nicht.
Kriminelle Vergangenheit und Auslieferung
Die Behörden berichten von einer langen kriminellen Vergangenheit des Mannes. Sie umfasst Geldwäsche, Drogendelikte und Körperverletzung.
Die Festnahme gelang durch eine Zusammenarbeit der Einwanderungspolizei, Ermittlern für Cyberkriminalität und internationalen Partnern. David sitzt nun in Haft, bis das Auslieferungsverfahren nach Schweden abgeschlossen ist. Dafür stimmen sich die thailändischen Behörden mit der schwedischen Botschaft und Interpol ab.
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