BANGKOK, THAILAND – Ein ausländischer Fahrgast soll am Don Mueang Airport versucht haben, eine per App gebuchte Motorradtaxi-Fahrt von Nana zum Flughafen nur teilweise zu bezahlen. Der Streit wurde gefilmt und auf Facebook veröffentlicht, mehrere Thais griffen ein, am Ende wurde der volle Fahrpreis beglichen.
Vorfall am Terminal: Video sorgt für Aufsehen
Ein App-Motorradtaxifahrer veröffentlichte am 20. April Videos eines Zahlungsstreits auf Facebook. Die Auseinandersetzung spielte sich vor einem Passagierterminal am Don Mueang International Airport ab.
Mehrere thailändische Umstehende mischten sich ein, um die Situation zu beruhigen und zu klären. In den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Fahrer auf die vollständige Bezahlung besteht.
Fahrt von Soi Nana nach Don Mueang: 230 Baht laut App
Nach Angaben des Fahrers holte er den Passagier in Soi Nana ab und brachte ihn zum Flughafen. In der App sei der Fahrpreis mit 230 Baht angezeigt worden.
Am Ziel habe der Mann jedoch nur 100 Baht übergeben und erklärt, er habe seine Geldbörse in einem Hotel vergessen. Damit begann der Streit um den ausstehenden Betrag.
„Keine Karte dabei“: Vorschlag zum Geldabheben scheitert
Ein Taxifahrer, der vor dem Terminal wartete, half dabei, mit dem Passagier zu sprechen. Er schlug vor, im Terminal Bargeld abzuheben.
Der Fahrgast entgegnete laut Bericht, er habe keine Bankkarten bei sich. Gleichzeitig verwies er darauf, dass er es eilig habe, um seinen Flug zu erreichen.
Versuch zu gehen und Suche im Rucksack
Der Passagier soll versucht haben, nach dem Angebot von nur 100 Baht weiterzugehen. Der Motorradtaxifahrer hielt ihn auf und forderte wiederholt den vollen Fahrpreis.
Später sei der Mann dabei gesehen worden, wie er in seinem Rucksack nach Geldbörse und Bargeld suchte. In diesem Moment kam ein Flughafenmitarbeiter vorbei, den der Fahrer um Hilfe bat.
Flughafenmitarbeiter gleicht Differenz aus
Am Ende wurde der volle Betrag von 230 Baht beglichen, allerdings nicht allein durch den Fahrgast. Der Fahrer erklärte, der Passagier habe 110 Baht gezahlt.
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Den restlichen Betrag von 130 Baht habe der Flughafenmitarbeiter per Überweisung ergänzt, um die Angelegenheit zu beenden. Der Fahrer bedankte sich bei dem Mitarbeiter und den Zeugen, die geholfen hatten.
Kritik im Netz: Warum musste ein Dritter zahlen?
In sozialen Netzwerken gab es jedoch auch Kritik am Ausgang. Einige thailändische Kommentatoren meinten, der Mitarbeiter hätte nicht einspringen sollen, da der Passagier möglicherweise absichtlich nicht vollständig zahlen wollte.
Andere verwiesen darauf, dass der Fahrpreis in der App klar angezeigt werde und Fahrgäste vor Fahrtantritt sicherstellen müssten, dass sie zahlen können. Der Fall löste damit eine Debatte über Verantwortung und Fairness bei App-Fahrten aus.
Kein Einzelfall: Fahrer berichtet von ähnlichen Situationen
Der Motorradtaxifahrer sagte, dies sei nicht das erste Mal gewesen, dass er so etwas erlebt habe. Er verwies auf ein weiteres Video auf seinem Facebook-Profil.
Darin sei bereits vor drei Wochen ein ähnlicher Streit um den Fahrpreis zu sehen gewesen, ebenfalls mit einem ausländischen Fahrgast in Sukhumvit, Bangkok. Die wiederholten Vorfälle nähren bei einigen Nutzern den Eindruck, dass solche Konflikte häufiger vorkommen.
Deine Meinung
Sollten Flughafenmitarbeiter oder Umstehende in solchen Fällen eingreifen – oder ermutigt das am Ende nur, dass Fahrgäste es „einfach mal versuchen“? Schreib uns in die Kommentare, wie du die Rolle des Mitarbeiters bewertest.
Und was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung bei App-Fahrten, wenn jemand am Ziel plötzlich nicht zahlen kann: Polizei, App-Support, Pfand (z.B. Ausweis) oder klare Regeln am Flughafen? Diskutiere mit der Wochenblitz-Community unten.



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