BANGKOK, THAILAND – Jeder Thailand-Urlauber soll künftig 1.000 Baht zahlen, wenn er das Land zum Reisen verlässt. Der Minister nennt es eine Studie.
1.000 Baht Strafe für jeden Auslands-Trip!
Tourismusminister Suraphong Phancharoenworakul schockt die Nation. Wer aus Thailand raus will, um Urlaub zu machen, soll blechen.
Saftige 1.000 Baht will der Minister abkassieren. Sein Argument: Das Geld kommt denen zugute, die im Land bleiben.
Wie bitte? Das gab es doch schon mal!
Kein neuer Irrsinn. Thailand zog Touristen schon einmal das Geld aus der Tasche.
Das Gesetz stammt aus dem Jahr 1983, also 2526 nach thailändischer Zeitrechnung. Damals kassierte der Staat bereits 1997 ordentlich ab.
Nur Urlauber im Visier – Schüler und Arbeiter bleiben verschont
Der Minister wiegelt ab. Wer zum Arbeiten oder Lernen ins Ausland geht, muss nichts zahlen. Auch Diplomaten sollen außen vor bleiben, ebenso Inhaber bestimmter Visa wie der Arbeitserlaubnis.
Aber wehe, du reist nur zum Vergnügen. Dann greift der Staat zu, sagt Suraphong auf einer Pressekonferenz in der Bhumjaithai-Parteizentrale am 28. April.
Finanzministerium hat das letzte Wort – noch ist nichts entschieden
Vollzugsgewalt hat der Tourismusminister aber nicht. Das Finanzministerium prüft den Vorstoß erst, gemeinsam mit dem Tourismusverband ATTA und weiteren Stellen.
Suraphong betont: Noch gibt es keinen Kabinettsbeschluss. Alles sei eine Idee, ein Sammeln von Meinungen.
Seine Rechnung: Auslandsreisen finanzieren Inlandsträume
Der Minister denkt schon weiter. Das eingenommene Geld soll Inlandsreisen ankurbeln. Thailänder ohne Auslandsbudget sollen profitieren.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Er beruft sich auf alte Vorschläge von Tourismusverbänden. Kampagnen wie „Wir reisen gemeinsam“ passen da perfekt ins Konzept.
Bis zu 5.000 Baht möglich – die Regierung entscheidet
Das alte Gesetz erlaubt sogar eine Gebühr von bis zu 5.000 Baht pro Reise. Auch die Frage, wann und wie lange kassiert wird, ist offen.
Suraphong sagt klar: Wer zahlt, ist noch nicht fix. Alles hänge vom Feinschliff durch das Finanzministerium ab.
Was bedeutet das für dich?
Ein einfacher Auslandsurlaub wird für Thailänder schnell zum Luxus. Wer nur mal eben nach Laos oder Malaysia will, dem droht eine saftige Zusatzgebühr.
Soll der Staat die Urlaubskasse plündern, um andere Träume zu bezahlen? Was hältst du von der Idee – Abzocke oder notwendiger Schritt? Schreib es uns direkt in die Kommentare.



Ein Doppelstaatler zahlt NICHTS!
PUNKT ENDE…
dieser Staat muß wirklich schon sehr klamm und hilflos sein, das man auf so eine Schnapsidee kommt!
Blödsinn, ganz ohne Punkt und Ende.
Thailand, das Land der Freien. Wenn das Gesetz umgesetzt wird, dann wohl eher nicht mehr oder nur teilweise.
Aus Sicht des thailändischen Finanzamtes aber verständlich. Wer ins Ausland reist, der (ver-)braucht dort Devisen. Die aber sind dringend für den Einkauf von Energie (Öl, Gas und andere Güter) im Ausland nötig. Und gerade bei sinkenden Touristenzahlen knapp.
Deutschland hat was ähnliches: Wer mindestens 1% an einer Kapitalgesellschaft hält und seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, der wird mit Wegzugsbesteuerung zur Kasse gebeten. Das Finanzamt tut so, als hätte er im Moment des Wegzugs seine Firmenanteile verkauft. Und belastet den 60% des fiktiven Wertzuwachses. Darauf sind dann 25 bis 27% Steuern zu zahlen. Dieses gilt für Privatpersonen.
Auf Unternehmensebene greift die Entstrickungsbesteuerung. Wenn Maschinen, Fahrzeuge, Patente in eine ausländische Betriebsstätte verlagert werden, dann verliert das deutsche Finanzamt die darin enthaltenen stillen Reserven. Das wird dann mit ca. 30% besteuert.
Wird sogar ein ganzer Geschäftsbereich (z.B. Forschung oder Produktion) verlagert, dann berechnet das Finanzamt, was ein Dritter dafür – inclusive Gewinnchancen – bezahlt hätte. Der gesamte Bereich wird dann nach Kapitalwertmethode individuell besteuert.