BANGKOK, THAILAND – Flüge von Asien nach Europa sind in den vergangenen Tagen massiv teurer geworden, weil viele Reisende Umstiege im Nahen Osten meiden und auf Direktverbindungen ausweichen. CAAT, die thailändische Luftfahrtbehörde, spricht von Preisaufschlägen von mehr als 100 Prozent auf verfügbaren internationalen Strecken – besonders nach Europa.
Warum die Preise gerade explodieren
Auslöser ist eine Verlagerung der Nachfrage: Passagiere wählen lieber Direktflüge, statt über Drehkreuze im Nahen Osten zu fliegen.
Gleichzeitig ist das Sitzplatzangebot enger geworden, weil Kapazitäten mehrerer Middle-East-Airlines, die in Thailand aktiv sind, reduziert wurden und die verbleibenden Flüge schnell voll waren.
CAAT nennt konkrete Ticketpreise als Warnsignal
Die Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) führte am 4. März Beispiele an, die zeigen, wie stark die Tarife innerhalb kurzer Zeit angezogen haben.
Bei Thai Airways kostete der Oneway von Bangkok nach London laut CAAT zuletzt 71.190 Baht, während zuvor im Schnitt Werte von „über 30.000 Baht“ als typisch genannt wurden.
Ausgebucht bis nächste Woche – und teils astronomisch teuer
Auch andere Verbindungen seien bereits auf Tage hinaus ausverkauft, was die Preisspirale zusätzlich dreht.
So meldete Cathay Pacific auf der Strecke Hongkong–London ausverkaufte Sitze bis 11. März und einen Economy-Oneway von 85.266 HK-Dollar (genannt: 21.158 HK-Dollar) statt sonst etwa 5.000 HK-Dollar, während Singapore Airlines laut CAAT bis nächste Woche ausgebucht war und Preise bis 58.000 Baht aufrief.
Angst vor dem Umsteige-Chaos treibt die Zahlungsbereitschaft
Nach Einschätzung der CAAT sind es besonders Reisende aus Europa und dem Nahen Osten, die für Direktflüge bewusst tiefer in die Tasche greifen.
Begründung: Viele wollten das Risiko vermeiden, an Umsteigeflughäfen festzusitzen, falls sich die Lage weiter zuspitzt oder Verbindungen kurzfristig gestrichen werden.
CAAT kann internationale Tarife nicht deckeln
Die Behörde stellte klar, dass sie keine rechtliche Handhabe hat, Preisobergrenzen für internationale Tickets festzusetzen.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Ticketpreise entstünden aus Wettbewerb und internationalen Vereinbarungen und folgten typischerweise Angebot und Nachfrage, Saisonfaktoren sowie der jeweiligen Preispolitik der Airlines, während die CAAT vor allem Slots, Passagierrechte und Sicherheit beaufsichtige.
Nächstes Risiko – Ölpreis könnte alles noch teurer machen
Die CAAT warnte zudem, dass steigende globale Ölpreise die Kosten der Luftfahrt weiter erhöhen könnten.
Betroffene Airlines könnten dann Genehmigungen beantragen, Treibstoffzuschläge anzuheben, die am Ende auch in Ticketpreise einfließen, allerdings habe die CAAT bislang noch keine entsprechenden Anträge erhalten.
Thai Airways meldet Buchungsboom – Betrieb nicht gestört
Chai Eamsiri, CEO von Thai Airways International Plc, sagte der Zeitung Thansettakij, der Betrieb der Airline sei nicht beeinträchtigt, weil keine ihrer Routen direkt über die Konfliktzone führe.
Thai Airways fliege weiter über Turkmenistan und Afghanistan, die Flugzeit verlängere sich nur um 5 bis 10 Minuten, gleichzeitig seien die Europa-Flüge durch den Wechsel vieler Umsteiger auf Direktverbindungen fast voll und die Preise würden per dynamischer Preisgestaltung an die hohe Nachfrage angepasst.



thai und lufthansa die grössten preistreiber-nicht nur 1 woche-das ganze jahr sind die preise um 100% höher–ich hab zum 22.03 qatarair gebucht-schaun wir mal-da waren es mit lounge besuch 700 euro-bei thai 2000