BANGKOK, Thailand – Thailands LTR-Visumprogramm hat in den ersten vier Jahren 12.010 Genehmigungen erteilt. Die Investitionsbehörde BOI schätzt den wirtschaftlichen Beitrag auf 43 Milliarden Baht. Seit September können Interessierte ihren Antrag über ein neues Online-System stellen, das mehrere Behördenwege verbindet.
BOI schätzt den Beitrag auf 43 Milliarden Baht
Nach Angaben von BOI-Generalsekretär Narit Therdsteerasukdi entfielen 12.010 Genehmigungen auf die ersten vier Jahre des Programms. Die Behörde beziffert den wirtschaftlichen Beitrag auf rund 43 Milliarden Baht, also mehr als 3,6 Millionen Baht pro Person.
In die Schätzung fließen Visagebühren, Ausgaben der Inhaber in Thailand, direkte Investitionen und Steuereinnahmen hoch qualifizierter Fachkräfte ein. Es handelt sich daher nicht nur um die Einnahmen aus Visagebühren.
Wohlhabende Rentner stellen die größte Gruppe
4.561 Genehmigungen gingen an wohlhabende Rentner, 3.891 an Angehörige. Hoch qualifizierte Fachkräfte erhielten 1.779 Genehmigungen.
Weitere 1.043 Genehmigungen entfielen auf Fachkräfte, die von Thailand aus für Arbeitgeber im Ausland arbeiten. 737 gingen an wohlhabende Weltbürger.
Die meisten Genehmigungen für US-Bürger
US-Bürger bilden mit mehr als 2.400 Genehmigungen die größte Gruppe nach Nationalität. Es folgen Japaner mit mehr als 1.300 und Briten mit über 1.000 Genehmigungen.
Bei den hoch qualifizierten Fachkräften waren japanische Antragsteller laut BOI besonders stark vertreten.
Aufenthalt für bis zu zehn Jahre
Das LTR-Visum erlaubt geeigneten Antragstellern einen Aufenthalt von bis zu zehn Jahren. Die Genehmigung wird in zwei Zeiträumen von jeweils fünf Jahren erteilt.
Inhaber müssen sich nur einmal jährlich bei der Einwanderungsbehörde melden statt alle 90 Tage. Berechtigte Beschäftigte können eine digitale Arbeitserlaubnis erhalten. Für bestimmte Einkünfte aus einer Beschäftigung in Thailand gilt für hoch qualifizierte Fachkräfte ein Einkommensteuersatz von 17 Prozent.
Thailand lockerte Voraussetzungen im Jahr 2025
Das Programm soll wohlhabende Einwohner, Ruheständler, ortsunabhängig arbeitende Fachkräfte und hoch qualifizierte Beschäftigte anziehen. Thailand lockerte 2025 einige Voraussetzungen für wohlhabende Antragsteller und Fachkräfte, die von Thailand aus für Arbeitgeber im Ausland arbeiten.
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Die BOI verweist auch auf Ausgaben der längerfristigen Einwohner für Wohnen, Gesundheitsversorgung, Tourismus, Essen, Verkehr und weitere Dienstleistungen. Die Fachkräfte-Kategorien sollen Thailand helfen, Arbeitskräfte für Bereiche wie Halbleiter, moderne Elektronik, künstliche Intelligenz, Robotik, Luftfahrt und Biotechnologie zu gewinnen.
Online-Antrag verbindet mehrere Behörden
Das neue Online-Antragssystem der BOI startete im September. Es verbindet Abläufe der Konsularabteilung, der Einwanderungsbehörde, der Arbeitsverwaltung und der Steuerbehörde.
Das System soll doppelte Arbeit zwischen den Behörden verringern und die Bearbeitung verkürzen. Anträge lassen sich direkt über die LTR-Plattform der BOI einreichen, doch die Prüfung richtet sich weiterhin nach den Voraussetzungen der jeweiligen Visumskategorie. Die Behörde will ihre Online-Dienste und das Thailand Investment and Expat Services Center weiterentwickeln.
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