SI RACHA, THAILAND – Eine 42‑jährige Massagetherapeutin ist nach einem Biss eines Tausendfüßlers tot in ihrem gemieteten Zimmer aufgefunden worden; die Polizei fand keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, die genaue Todesursache ist aber noch unklar. Ihr Partner sagt, das Paar habe das private Krankenhaus verlassen, nachdem Mitarbeiter festgestellt hatten, dass ihr Sozialversicherungsschutz abgelaufen war; die Leiche wurde zur weiteren Untersuchung übergeben.
Leiche in gemieteter Unterkunft entdeckt
Rettungsfreiwillige der Pure Yiang Tai Stiftung wurden in der Nacht zum 4. Juni zum Mietzimmer in Soi Alliance‑Mab Hin Soi 6 in Bo Win gerufen.
Die Polizei der Bo Win Station fand die Frau auf dem Rücken liegend mit steifen Beinen und dunklen Lippen; es gab nach Angaben der Ermittler keine Anzeichen für Überfall oder Diebstahl.
Letzte Stunden: Heimkehr statt Klinikaufenthalt
Der 27‑jährige Partner holte die Frau nach einem Hundertfüßerbiss aus dem Massagesalon ab und brachte sie in ein privates Krankenhaus.
Nachdem das Paar das Krankenhaus verlassen hatte, kauften sie noch Antihistaminika und Schmerzmittel in einem Convenience‑Store und gingen nach Hause; der Mann kehrte zur Arbeit zurück und sprach zuletzt kurz vor 5 Uhr morgens mit ihr.
Krankenhaus bestätigt Aufnahme und Beratung
Das Klinikum teilte mit, die Patientin sei zwischen 1 und 2 Uhr morgens eingeliefert worden und habe über Fußschmerzen und Schwellungen geklagt; sie sei bei Ankunft bei Bewusstsein gewesen und ansprechbar.
Die Mitarbeiter prüften demnach den Sozialversicherungsstatus, stellten fest, dass der Anspruch beendet war, und nannten dem Paar zwei nahegelegene staatliche Krankenhäuser, bevor die Patientin und ihr Partner die Klinik verließen.
Vorgeschichten: Bluthochdruck und Allergien
Die Frau litt laut Angaben ihres Partners an Bluthochdruck und hatte bereits früher allergische Reaktionen auf giftige Tiere gezeigt.
Bei einem ähnlichen Vorfall habe sie bereits früher eine Krankenhausbehandlung benötigt, heißt es vonseiten der Familie.
Sozialversicherung abgelaufen – finanzielle Gründe genannt
Der Partner sagte, das private Krankenhaus habe erklärt, eine Behandlung wäre kostenintensiv, weil der Sozialversicherungsschutz abgelaufen sei; er könne die Gebühren nicht bezahlen.
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Er äußerte Zweifel, ob das Krankenhaus ausreichend beraten habe; der Mann gab an, stattdessen auf Thailands 30‑Baht‑System in einem staatlichen Krankenhaus zurückgreifen zu wollen.
Unklare Todesursache und Rückführung des Leichnams
Die Behörden schickten die Leiche zur weiteren Untersuchung, weil die vorläufige Todesangabe als „unbekannt“ gelistet wurde; die Polizei will die Todesursache klären.
Die Familie erklärte, keine rechtlichen Schritte zu unternehmen, und plant, den Leichnam in das Heimatdorf Ban Wang Ta Thao in der Provinz Chaiyaphum für die Bestattungsriten zu überführen.



„Warum wurde ihr die lebensrettende Behandlung verwehrt?“ – Weil der Versicherungsschutz abgelaufen ist. Hilfe, Menschlichkeit, Mitgefühl ? Wir sind hier in Thailand. Zahl oder stirb. Mai pen rai.