PATTAYA, THAILAND – Sarina Nazimova wirft der Polizei vor, sie über wichtige Schritte im Verfahren um den Tod ihrer Kinder Diana und Roman nicht informiert zu haben. Von der Weitergabe der Ermittlungsakten und der Gerichtsverhandlung habe sie erst durch Medienberichte erfahren. Die Geschwister verschwanden Ende Juli. Ihre Leichen wurden später begraben gefunden.
Von der Verhandlung erfuhr die Mutter erst danach
In einem vollständig auf Thai verfassten TikTok-Beitrag schilderte Nazimova, sie sei nicht über die Anhörung am Provinzgericht Pattaya informiert worden. Am 2. Oktober erschienen dort Thana „Pong“ Kirdthong und Thongchai „Thong“ Srinin, die im Zusammenhang mit dem Tod der Geschwister angeklagt wurden.
Sie selbst habe von dem Gerichtstermin erst später durch Journalisten erfahren und nicht teilnehmen können. Auch von der Weiterleitung der Ermittlungsakten an die Staatsanwaltschaft habe sie zuerst in den Medien gelesen.
Der Fall ging schneller voran als angekündigt
Nach Angaben der Mutter hatte die Polizeistation Huai Yai zugesagt, sie anzurufen, sobald die vollständigen Ermittlungsakten an die Staatsanwaltschaft übermittelt seien. Sie sei stattdessen durch Medienberichte darüber informiert worden.
Nazimova sagte, man habe ihr zuvor mitgeteilt, die Akten würden etwa Mitte Oktober weitergeleitet. Später habe sie erfahren, dass die Staatsanwaltschaft bereits Anklage erhoben hatte und die Beschuldigten vor Gericht ihre Erklärungen abgegeben hatten.
Unterschiedliche Angaben zur Vergewaltigungsanklage
Besonders beschäftigt Nazimova die Anklage wegen Vergewaltigung im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Tochter Diana. Ermittler hätten ihr zunächst gesagt, Diana sei nicht vergewaltigt worden. Erst aus thailändischen Medienberichten habe sie von der Anklage erfahren.
Vor Gericht bestritten beide Beschuldigten den Vorwurf des vorsätzlichen Mordes. Bei der Vergewaltigungsanklage äußerten sie sich unterschiedlich: Einer der Männer bekannte sich schuldig. Nazimova sagte, sie habe auch davon aus den Medien erfahren.

Fragen zu Untersuchungen und Belegen
Die Mutter fragte die Polizei, ob forensische Ergebnisse den Vergewaltigungsvorwurf stützten und ob weitere Untersuchungen vorgenommen worden seien. Sie wollte auch wissen, welche Tatsachen bereits feststünden und warum sie zunächst andere Informationen erhalten habe.
Auf diese Fragen habe sie bislang keine klare Antwort bekommen, sagte Nazimova. Sie lehne Informationen, die sie noch nicht überprüfen könne, nicht grundsätzlich ab. Sie wolle aber erfahren, was mit Diana geschehen sei und welche Belege die Anklage stützten.
Unklarheiten bei Videoaufnahmen und mögliche Beteiligte
Nazimova sprach außerdem von auffälligen Lücken in Videoaufnahmen und widersprüchlichen Informationen. Sie stellte auch die Frage, ob weitere Personen beteiligt gewesen sein könnten.
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Die Ermittler sollten ihr erklären, was geprüft worden sei, zu welchen Ergebnissen die Untersuchungen geführt hätten und welche Fragen noch offen seien. Ein schnelles Voranschreiten des Verfahrens beantworte diese Punkte aus ihrer Sicht nicht.
Nazimova verlangt dokumentierte Antworten
Sie fordert dokumentierte Antworten dazu, was forensische Untersuchungen bestätigt haben, welche Informationen allein auf Aussagen der Beschuldigten beruhen und welche Tatsachen noch das Gericht klären muss. Außerdem verlangt sie, an den Verfahren zum Tod ihrer Kinder teilnehmen zu dürfen.
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Da Diana und Roman nicht mehr selbst sagen könnten, was ihnen angetan worden sei, werde sie weiter nach Antworten fragen, erklärte Nazimova. Sie wolle nicht die letzte Person sein, die die Wahrheit über ihre eigenen Kinder erfährt.
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