BANGKOK, THAILAND – Die Stadtverwaltung von Bangkok arbeitet mit der deutschen Entwicklungsorganisation GIZ daran, Motorrad-Taxifahrer beim Umstieg auf elektrische Zweiräder zu unterstützen, um Kosten zu senken und Luftverschmutzung zu verringern.
Neues Pilotprojekt für E-Motorradtaxis
Das Programm „EV for Motorcycle Taxi Riders“ wurde am Montag als Teil der Thai-German Cooperation on Energy, Mobility and Climate offiziell gestartet.
Unterstützt wird die Initiative von der King Mongkut’s University of Technology Thonburi und der Electric Vehicle Association of Thailand, die technische Expertise und Branchenkontakte einbringen.
Umfang der Emissionen in Bangkok
Nach einer Studie der GIZ sind in Bangkok mehr als 89.000 Motorrad-Taxis an rund 5.300 offiziellen Standorten registriert und prägen damit den täglichen Pendelverkehr in der Metropole.
Diese Flotte verursacht laut der Untersuchung jährlich zwischen 80.000 und 100.000 Tonnen Kohlendioxid sowie rund 16 Tonnen PM2,5-Feinstaub, der als besonders gesundheitsschädlich gilt.
Testphase in zwei Bezirken
Im Rahmen des Pilotprojekts können über 200 Motorrad-Taxifahrer und Straßenreiniger der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) in den Bezirken Din Daeng und Phaya Thai verschiedene Elektromotorräder testen.
Für die Teilnahme werden pro Fahrzeug 75 bis 140 Baht fällig, wobei in dieser Gebühr sowohl das Laden als auch die Nutzung von Batteriewechsel-Stationen enthalten ist.
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Datensammlung für möglichen Ausbau
Aus der Testgruppe werden 30 Fahrer ausgewählt, die an einem einmonatigen kostenlosen Probelauf teilnehmen, um detaillierte betriebliche Daten zu Fahrprofilen, Kosten und Ladeverhalten zu erfassen.
Diese Informationen sollen der BMA und der GIZ als Grundlage dienen, um über eine Ausweitung des Programms auf weitere Stadtteile und eine größere Zahl von Fahrern zu entscheiden.
⚡ Verkehrswende in Bangkok – Zukunft oder Wunschdenken?
Tausende Motorradtaxis prägen das Stadtbild – und die Luftqualität. Nun setzt Bangkok auf Elektroantrieb, um Kosten zu senken und Emissionen zu reduzieren.
Ist das der Durchbruch für saubere Mobilität oder scheitert es an Infrastruktur und Alltagstauglichkeit?
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Jeder kleine Schritt die Luft in der Stadt etwas besser werden zu lassen ist meines Erachtens ein guter. Es muss ja nicht immer gleich ein „Durchbruch“ oder gar „Game-Changer“ sein. Gerade die Moped-Taxis bieten sich für eine E-Mobilität geradezu an. Mein E-Motorroller beispielsweise hat 2 Akkus mit einer Reichweite von nominell 140 km mit max. 100 km/h. Die Akkus sind ganz einfach herauszunehmen und zu wechseln. Ausgerüstet ist das Bike auch mit einem AC Typ 2 Anschluss. Damit sind die Ladezeiten relativ gering. Etwas umstellen muss man sich allerdings schon. Der Schwerpunkt ist anders und der Antrieb ist schlagartig weg bzw. da wenn man die Bremse nur leicht zieht, bzw. wieder löst.
Wäre schön wenn der Versuch einen Erfolg zeitigen würde. Und wenn man dann als nächsten Schritt die auswärtigen Stinker weitestgehend aus der Stadt fernhalten könnte, dann würde irgendwann aus den vielen kleinen Schritten auch mal ein Schuh draus. Es ist ja schließlich kein Naturgesetz, dass die Einwohner immer wieder unter massiver Luftverschmutzung leiden und erkranken müssen.