CHALONG, PHUKET – Die Polizei hat zwei Kanadier und zwei Thailänderinnen festgenommen, die mit thailändischen Strohmann-Aktionären eine internationale Schule betrieben haben sollen. Daniel (46), Melissa (44), Khwanchon (57) und Praewa (37) wird vorgeworfen, gesetzliche Beschränkungen für ausländisches Unternehmenseigentum umgangen zu haben. Der Fall ist Teil einer landesweiten Razzia gegen ausländisch finanzierte Unternehmen.
Vier Verdächtige wegen Schulbetrieb festgenommen
Die Polizei in Chalong nahm die vier Personen am 6. August 2026 aufgrund von Haftbefehlen des Provinzgerichts Phuket fest. Daniel und Melissa sind kanadische Staatsbürger, Khwanchon und Praewa besitzen die thailändische Staatsangehörigkeit.
Nach Angaben der Ermittler sollen thailändische Anteilseigner ihre Beteiligungen für Ausländer gehalten haben. Dadurch sei der Eindruck entstanden, das Unternehmen befinde sich vollständig in thailändischer Hand.
Festnahme vor Wohnsitz in Chalong
Die beiden Kanadier wurden vor einem Wohnsitz in Moo 6 in Chalong im Muang-Distrikt von Phuket festgenommen. Die Nachnamen der vier Verdächtigen wurden nicht genannt.
Die Polizei wirft Daniel und Melissa vor, Hilfe von thailändischen Staatsbürgern oder nicht ausländischen Unternehmen angenommen zu haben. Damit sollen sie den Betrieb eines ausländisch geführten Unternehmens entgegen den gesetzlichen Vorgaben ermöglicht haben.
Thailänderinnen sollen Anteile gehalten haben
Khwanchon und Praewa wird vorgeworfen, den Betrieb eines ausländischen Unternehmens unterstützt oder gemeinsam geführt zu haben. Sie sollen dabei als Anteilseignerinnen aufgetreten sein, obwohl die Beteiligungen nach Darstellung der Polizei tatsächlich Ausländern zugerechnet werden könnten.
Die beiden Frauen sehen sich auch Vorwürfen im Zusammenhang mit der Gründung und dem Betrieb einer Privatschule gegenüber. Die Polizei prüft, ob die vorgeschriebenen thailändischen Eigentums- und Kapitalanteile eingehalten wurden.
Buchhaltungsfirma als Kanal für weitere Geschäfte
Bei den Ermittlungen stießen die Beamten nach eigenen Angaben auf eine weitere Verbindung. Khwanchon soll als Aktionärin einer Buchhaltungsfirma in Chalong eingetragen sein.
Die Firma soll als Kanal für Buchhaltungsarbeiten und Transaktionen von drei weiteren verbundenen Unternehmen genutzt worden sein. Die Polizei untersucht nun die Treuhandvereinbarungen und die Geschäfte mit ausländischem Kapital.
Razzia gegen ausländisch finanzierte Unternehmen mit thailändischen Strohmännern
Der Zugriff ist Teil einer von der Regierung, der Königlich Thailändischen Polizei und der Provinzpolizeiregion 8 angeordneten landesweiten Razzia. Im Mittelpunkt stehen ausländisch finanzierte Unternehmen, die thailändische Strohmänner für Beteiligungen einsetzen sollen.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die Polizei wirft den Beschuldigten vor, Beschränkungen für ausländisches Eigentum an Unternehmen umgangen zu haben. Im aktuellen Fall geht es um den Betrieb einer internationalen Schule innerhalb des thailändischen Bildungssystems.
Ermittler setzen Prüfung fort
Alle vier Verdächtigen wurden den Ermittlern der Polizeistation Chalong für die weiteren rechtlichen Schritte übergeben. Die Polizei setzt ihre Untersuchungen zu möglichen Strohmann-Vereinbarungen und illegalen Geschäften mit ausländischem Kapital fort.
Lesen Sie auch: Sicher auf Thailands Straßen: Vermeiden Sie diese Fehler
Hinweise nimmt die Polizeistation Chalong unter der Notrufnummer 191 oder unter 076-381247 entgegen. Die angegebene Telefonnummer ist rund um die Uhr erreichbar.


Es bleibt nur Kopfschütteln…
Wahrscheinlich mal wieder Denunzianten, die die Konkurrenz los werden wollen…
Würde mich nicht im geringsten wundern!
An der Unwissenheit der Bevölkerung kann gutes Geld generiert werden.