BANGKOK – Ein Schlag für alle Thailand-Urlauber: Die berühmte Passagier-Service-Gebühr an den großen Flughäfen steigt massiv. Ab Anfang 2026 kostet der Abflug 390 Baht mehr. Die Regierung verspricht bessere Servicequalität.
Die Entscheidung: 390 Baht mehr pro Passagier
Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn gab die Entscheidung bekannt. Die zivile Luftfahrtbehörde CAAT hat grünes Licht gegeben.
Die Passenger Service Charge (PSC) für internationale Abflüge steigt von 730 auf 1.120 Baht pro Person. Das ist eine Erhöhung um satte 53 Prozent.
Die neuen Gebühren sollen etwa vier Monate nach der endgültigen Genehmigung in Kraft treten. Für Frühjahr 2026 geplante Reisen werden bereits teurer.
Sechs Flughäfen betroffen – Phuket und Bangkok dabei
Die Erhöhung betrifft alle sechs großen Airports unter der Airports of Thailand Plc (AOT). Dazu gehören die wichtigsten Touristen-Pforten des Landes.
Konkret: Suvarnabhumi (BKK) und Don Mueang (DMK) in Bangkok, Chiang Mai (CNX), Chiang Rai (CEI), Phuket (HKT) und Hat Yai (HDY).
Für Inlandsflüge innerhalb Thailands bleibt die Gebühr unverändert. Die Erhöhung trifft ausschließlich Reisende, die das Land verlassen.
Das Milliarden-Geschäft: 10 Milliarden Baht mehr Einnahmen
Für die AOT lohnt sich die Anhebung gewaltig. Bei geschätzten 35 Millionen internationalen Passagieren pro Jahr summiert sich der Zusatzgewinn.
Die Rechnung: 390 Baht mehr x 35 Millionen Passagiere = rund 10 Milliarden Baht (ca. 250 Millionen Euro) zusätzliche Einnahmen jährlich.
„Dieses zusätzliche Einkommen wird in die Verbesserung der Flughafendienstleistungen investiert“, so die offizielle Begründung der Behörden. Ein klassischer Kreislauf.
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Wofür das Geld ausgegeben werden soll
Der Löwenanteil der Mehreinnahmen ist bereits verplant. Sie sollen den Ausbau des Suvarnabhumi Airports finanzieren.
Konkret geht es um den Bau des neuen South Passenger Terminals. Dieser Terminal wird dringend benötigt, um den stetig wachsenden Passagierverkehr zu bewältigen.
Weitere Investitionen in moderne Technik, Sicherheit und Servicequalität an allen sechs Flughäfen sind geplant. Die Reisenden sollen also etwas für ihr Geld zurückbekommen.
Auch regionale Flughäfen werden teurer
Nicht nur die AOT-Flughäfen sind betroffen. Die CAAT genehmigte auch Gebührenerhöhungen für Flughäfen der Department of Airports (DOA).
Dort steigt die Servicegebühr für internationale Flüge von 400 auf maximal 425 Baht pro Flug. Für Inlandsflüge von 50 auf 75 Baht.
Diese Erhöhung tritt in Kraft, sobald die technischen Voraussetzungen – wie das CUPPS-System – an Flughäfen wie Krabi oder Surat Thani installiert sind.
Die Reaktion der Tourismus-Branche bleibt abzuwarten
Die massive Erhöhung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Der thailändische Tourismus erholt sich gerade.
Reiseveranstalter und Fluggesellschaften fürchten, dass die spürbare Preiserhöhung am Ende des Urlaubs einige Budget-Reisende abschrecken könnte.
Die Regierung setzt darauf, dass verbesserte Flughäfen und ein reibungsloserer Ablauf die höheren Kosten für die meisten Touristen rechtfertigen. Der Beweis steht ab 2026 an.
🗣 Wenn Fliegen plötzlich mehr kostet …
1.120 Baht statt 730 – ein Preisschock, der Millionen Reisende trifft. AOT verspricht bessere Terminals, mehr Kapazität, mehr Komfort. Kritiker sehen nur: höhere Kosten ohne sichtbare Verbesserungen.
Ist die Erhöhung gerechtfertigt – oder ein weiterer Griff in die Taschen der Passagiere?
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