Giftluft über Thailand: Behörden schlagen Alarm

🌫️ Eine dichte Dunstglocke legt sich über Bangkok und weite Teile des Landes. Behörden schlagen Alarm und rufen zu ungewöhnlichen Maßnahmen auf. Experten warnen vor den kommenden Tagen. Wie gefährlich wird die Luft jetzt wirklich?

Giftluft über Thailand: Behörden schlagen Alarm
NNT
Google Werbung

BANGKOK – Die Luft in Thailands Hauptstadt wird immer gefährlicher. Die Behörden warnen vor weiter steigenden Feinstaub-Werten bis Mitte Januar. Jetzt greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen.

Akute Smog-Lage in der Hauptstadt

Das Pollution Control Department (PCD) schlägt Alarm. Die PM2.5-Werte werden bis etwa zum 16. Januar weiter ansteigen. Besonders betroffen sind Bangkok, der Großraum und die obere Zentralregion.

Schuld sind eine hohe Luftdrucklage, kalte Luftmassen aus dem Norden und schwache Winde. Diese Kombination wirkt wie ein Deckel und hält die Schadstoffe über der Stadt gefangen.

„Die Situation ist besorgniserregend. Die Schadstoffe können nicht entweichen“, erklärt PCD-Generaldirektor Surin Worakijthamrong.

Diese Notfall-Maßnahmen gelten jetzt

Als sofortige Reaktion hat das PCD mit der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) koordiniert. Regierungsbehörden werden aufgefordert, Homeoffice-Regelungen massiv auszuweiten.

Gleichzeitig wurden die Kontrollen für rußende Fahrzeuge verschärft. Der erlaubte Emissionsgrenzwert wurde von 30 auf 20 gesenkt – eine Maßnahme, die die Partikelverschmutzung bereits um 30 Prozent reduziert hat.

Auch das Durchsetzen von Brennverboten zeigt Wirkung. Über 8.000 Brandherde wurden bereits verhindert, ein Rückgang von etwa 50 Prozent.

So gefährlich ist der Feinstaub wirklich

Die winzigen PM2.5-Partikel sind eine massive Gesundheitsgefahr. Sie dringen tief in die Lunge und sogar in den Blutkreislauf ein.

Kurzfristig können sie Atemwegsprobleme, brennende Augen und Husten verursachen. Langfristig erhöhen sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs.

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Die Behörden raten allen, unnötige Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Technologie im Kampf gegen den Smog

Die Behörden setzen auch auf moderne Technologie. Cell Broadcast-Alerts warnen die Bevölkerung in Echtzeit vor gefährlicher Luftqualität und tragen dazu bei, offenes Verbrennen zu reduzieren.

Seit der Einführung des Euro-6-Abgasstandards für Fahrzeuge im Jahr 2024 haben sich die Partikelemissionen bereits halbieren können. Dies ist ein wichtiger, langfristiger Schritt.

Mobil einsatzbereite Teams überwachen die Lage und greifen sofort ein, wenn neue Brandherde entdeckt werden.

Appell an die Bevölkerung

Generaldirektor Surin appelliert eindringlich an die Öffentlichkeit. Die Homeoffice-Maßnahmen sollten strikt eingehalten werden, wo immer es möglich ist.

Vor allem aber müsse die Bevölkerung vollständig auf landwirtschaftliches Abbrennen verzichten. Dies sei eine der Hauptquellen für den gefährlichen Feinstaub.

Jeder Einzelne sei gefordert, seinen Beitrag zu leisten, um die gesundheitlichen Risiken für alle zu minimieren. Die Luftqualität soll sich nach dem 16. Januar voraussichtlich wieder verbessern.

🗣 Wenn Luft krank macht

Autos werden kontrolliert, Feuer verboten, Homeoffice empfohlen – und trotzdem hängt der Smog wie eine Decke über dem Land.
Wie viel Verantwortung trägt der Staat?
Wie viel jeder Einzelne?

Sind Appelle genug, wenn Millionen Menschen täglich giftige Luft einatmen?
Oder braucht Thailand endlich radikale Umweltpolitik statt saisonaler Notfallpläne?

Schreib offen:
Haben wir den Smog akzeptiert – oder ist es Zeit für echten Druck?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Pattaya Mail

5 Kommentare zu „Giftluft über Thailand: Behörden schlagen Alarm

    1. Love it, live it or leave it!!! Ich habe mich für letzteres entschieden und genieße die Philippinen… 🇵🇭🏝️😎

  1. Ich lebe seit fünf Jahren in Pattaya und habe die Erfahrung, dass die Polizei nur schläft!!!
    – Du kannst ohne Helm fahren
    – ohne Nummer
    – ohne Führerschein
    – ohne Licht in der Nacht
    -auf der rechten Seite
    – auch Fahrzeuge mit viel Dreck aus dem Auspuff fahren immer noch
    – rot und grün der Ampel ist das gleiche für viele Fahrer
    – du kannst auch jede Kreuzung blockieren
    – du kannst überall parken und Straßen blockieren, was bedeutet, dass viel mehr Autos unterwegs sind und damit gefühlt dreimal mehr Abgase in die Luft unterwegs sind.

    UND da die Polizei nichts kontrolliert, nennt sich das hier LAND DES LÄCHELNS !!!!!

    Außerdem war auch in Pattaya die Luft mehrfach so schlecht, dass ich eine Woche richtig krank war und nach sechs Wochen immer noch eine leichte Erkältung habe!

    Wie soll das besser werden, wenn das niemand kontrolliert!!!

  2. Ohne Zweifel, Feinstaub ist der Gesundheit nicht wirklich zuträglich. Ob man es als Gift bezeichnen könnte? Ich weiß nicht. Egal, heute Mittag in Downtown Hua Hin PM 2,5 Werte zwischen 80-100 µg/m³ gemessen. Nur an einer Ampel hinter einem Pickup waren es mal 135 µg/m³, aber das zählt ja nicht unbedingt. Außerhalb (Thap Tai und Hin Lek Fai)zwischen 35-45 µg/m³.
    Für einen halbwegs ordentlichen Raucher sind solche Werte allesamt nur Pippifax. Der zieht sich pro Zigarette locker 500 und mehr µg/m³ rein.
    @ Oliver, ob die PM 2,5 Belastung Grund an der Erkrankung war weiß ich natürlich nicht. Aber ganz sicher nicht an einer leichten Erkältung.

  3. Thailand will 2026 3 Billionen Gewinn aus dem Tourismus machen.
    Nächste Meldung im WB: Gift über Thailand.
    Passt gut zusammen…

Kommentare sind geschlossen.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.