BANGKOK â Die Zahl der Affenpocken-Infektionen in Thailand nĂ€hert sich der 1.000er-Marke. Seit dem ersten Fall 2022 in Phuket hat sich das Virus vor allem in Touristengebieten ausgebreitet. Die Regierung gibt jetzt eine offizielle Warnung heraus.
Bangkok ist der gröĂte Hotspot
Die Hauptstadt Bangkok fĂŒhrt die traurige Statistik mit weitem Abstand an. Hier wurden laut Regierungssprecherin Airin Phanrit insgesamt 458 FĂ€lle registriert.
Es folgen die Touristenprovinzen Chon Buri (85 FÀlle), Nonthaburi (50), Phuket (35) und Samut Prakan (32). Die Zahlen zeigen: Das Virus ist in BallungsrÀumen und Touristenzentren prÀsent.
Insgesamt sind etwa 97% der Patienten MÀnner im arbeitsfÀhigen Alter. Die meisten Infektionen stehen im Zusammenhang mit sexuellen Kontakten zu nicht nÀher bekannten Partnern.
Tausende Impfdosen fĂŒr Risikogruppen verteilt
Als Reaktion auf die anhaltende Verbreitung hat das Department of Disease Control (DDC) diesen Monat mindestens 2.000 Dosen des Affenpocken-Impfstoffs verteilt.
EmpfÀnger sind medizinisches Personal aus öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Personen mit risikoreichem Sexualverhalten in Bangkok, Chonburi, Chiang Mai und Phuket.
Die Behörden wurden angewiesen, die Ăberwachung und das Screening in betroffenen Gebieten zu verstĂ€rken. Das Ziel ist es, Infektionsketten frĂŒh zu unterbrechen.
Wie Sie sich schĂŒtzen können
Die stellvertretende Regierungssprecherin gab konkrete Verhaltenshinweise. Vermeiden Sie engen körperlichen Kontakt mit Personen, die ungewöhnliche HautausschlÀge oder Blasen aufweisen.
Diese Vorsicht sei besonders anÂ ĂŒberfĂŒllten Touristenorten geboten. Affenpocken werden durch engen Haut-zu-Haut-Kontakt und Kontakt mit kontaminierten Materialien ĂŒbertragen.
Die typischen Symptome sind Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und der charakteristische Hautausschlag, der sich in Blasen verwandelt.
13 TodesfÀlle seit Beginn der Statistik
Die offiziellen Zahlen des DDC zeigten bis September 2025 insgesamt 933 gemeldete Affenpocken-FĂ€lle und 13 TodesfĂ€lle. Die aktuelle Zahl liegt nun bei âfast 1.000â FĂ€llen.
Der erste Fall in Thailand wurde 2022 in Phuket bei einem auslÀndischen Touristen entdeckt. Seitdem hat sich das Virus innerhalb des Landes ausgebreitet.
Die Krankheit verlĂ€uft in den meisten FĂ€llen mild, kann fĂŒr bestimmte Risikogruppen wie immunschwache Personen, Schwangere oder Kleinkinder jedoch gefĂ€hrlich werden.
Was die Behörden jetzt fordern
Die Regierung appelliert an die Eigenverantwortung. Personen mit verdÀchtigen Symptomen sollten umgehend medizinische Hilfe suchen und enge Kontakte meiden.
Das DDC betont, dass AufklĂ€rung der beste Schutz sei. Die Impfung wird vor allem fĂŒr Angehörige von Risikogruppen und medizinisches Personal empfohlen.
Die Entwicklung wird weiter genau beobachtet. Die hohen Fallzahlen in den Touristengebieten sind auch eine wirtschaftliche Herausforderung fĂŒr Thailand.
đŁ Wenn eine Krankheit nicht mehr verschwindet
Fast 1.000 registrierte FĂ€lle, Todesopfer, Impfprogramme, DauerĂŒberwachung â Mpox ist lĂ€ngst kein Randthema mehr. Wie gut ist Thailand wirklich auf dauerhafte Virusbedrohungen vorbereitet?
Reichen Appelle und Impfkampagnen, wenn sich Infektionen vor allem in Party- und Tourismuszentren ausbreiten? Und warum braucht es oft erst hohe Zahlen, bevor Risiken ernst genommen werden?


