PHNOM PENH, KAMBODSCHA â Ein seit Wochen vermisster polnischer Historiker ist in der Hauptstadt Phnom Penh in einem kritischen Zustand und nach einem mutmaĂlichen RaubĂŒberfall schwer geschwĂ€cht aufgefunden worden. Adam Janusz Mielcarek, 59, hatte jeden Kontakt zu seiner Familie verloren und wurde erst nach intensiver Suche von Angehörigen, Diplomaten und Ermittlern lokalisiert.
RĂ€tselhafter Verlust jedes Kontakts
Der Historiker war nach Angaben seiner Familie von Siem Reap nach Phnom Penh gereist und galt seither als vermisst.
Sein Verschwinden löste Hilferufe der Angehörigen sowie die Einschaltung diplomatischer Vertretungen und internationaler Strafverfolgungsbehörden aus.
Spur ĂŒber Handydaten nach Phnom Penh
Telewizja Polska berichtete am 4. Februar, die Familie habe einen dringenden Appell gestartet, nachdem Mielcarek ohne jede Spur verschwunden sei.
Laut den von Angehörigen ausgewerteten Handydaten wurde sein Telefon zunÀchst im Zentrum von Phnom Penh geortet, bevor das GerÀt wenige Tage spÀter inaktiv wurde.
Zufallsfund dank Sozialer Medien
Die Zeitung Khmer Times meldete, Mielcarek sei in Phnom Penh in einem lebensbedrohlich geschwÀchten Zustand entdeckt worden.
Seine Schwester Kamila Rind erklÀrte, der Mann sei gefunden worden, nachdem Anwohner ihn auf Fotos in sozialen Netzwerken wiedererkannt und daraufhin die Familie informiert hÀtten.
Schwerer Raub und dramatischer Gewichtsverlust
âEr wurde gefunden und ist in einem sehr schlechten Zustand, er wurde ausgeraubt, jemand hat ihm alles abgenommen, einschlieĂlich seiner Dokumente, seines Telefons, seiner Schuhe und sogar seiner Brilleâ, sagte Rind.
Sie ergÀnzte, einige Einheimische hÀtten ihn in einem Park erkannt, er habe etwa 15 Kilogramm verloren, sei stark unterernÀhrt und so verÀndert gewesen, dass die Familie ihn kaum wiedererkannt habe, weshalb er nun im Krankenhaus behandelt werde.
GedÀchtnisverlust erschwert AufklÀrung
Nach Angaben seiner Schwester leidet Mielcarek an Amnesie und kann sich nicht an die Ereignisse erinnern, die zu seinem Verschwinden fĂŒhrten.
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FrĂŒhere Mobilfunkdaten hatten gezeigt, dass sein Telefon im Zentrum Phnom Penhs registriert und letztmals mit einem Signal erfasst worden war.
Internationale Fahndung und Ermittlungen
Der Fall hatte die Aufmerksamkeit der polnischen diplomatischen Dienste auf sich gezogen, darunter die Botschaft in Bangkok, die Kambodscha mitbetreut, sowie den polnischen Konsul in Phnom Penh.
Auch Interpol und die britische Polizei wurden ĂŒber das Verschwinden informiert, wĂ€hrend die Behörden nun dazu aufrufen, jede Information zu seinen Aufenthaltsorten wĂ€hrend der Vermisstenzeit zur VerfĂŒgung zu stellen, um die Ermittlungen voranzubringen.
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Ein Mann verschwindet spurlos, wird Wochen spĂ€ter ausgeraubt und schwer geschwĂ€cht gefunden. Ohne Dokumente, mit GedĂ€chtnisverlust â der Fall wirft viele Fragen auf.
Ist SĂŒdostasien fĂŒr Alleinreisende riskanter geworden â oder bleibt so etwas eine seltene Ausnahme?
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