BANGKOK, THAILAND – Siebzehn mutmaßliche Straßenrennfahrer sind nach wochenlanger Observation festgenommen worden, nachdem sie eine zentrale Verkehrsachse Bangkoks nachts in eine illegale Rennstrecke verwandelt hatten. Ein Gericht verhängte Haftstrafen auf Bewährung gegen die erwachsenen Beteiligten, während die jugendlichen Fahrer einer Schutz- und Beobachtungsstelle übergeben wurden.
Polizeiaktion auf Hauptverkehrsroute
Nach Angaben von Pol Lt Col Phuchong Mao-Thung von der Verkehrspolizei wurden die mutmaßlichen Raser auf der stark frequentierten Vibhavadi-Rangsit-Straße gestoppt, einer wichtigen Ausfallstraße in der thailändischen Hauptstadt.
Insgesamt wurden 17 Personen, darunter 10 Minderjährige, als Verdächtige ermittelt und 14 getunte Motorräder beschlagnahmt.
Wochenlange Überwachung und Auswertung
Die Aktion war der Höhepunkt einer mehrere Wochen dauernden Überwachung, bei der laut Pol Lt Col Phuchong Videoaufnahmen von CCTV-Kameras, Fotos und Fahrzeugregisterdaten ausgewertet wurden.
Die jungen Fahrer waren daraufhin identifiziert und gegen Ende der vergangenen Woche vorgeladen worden, um sich wegen Rennens auf öffentlichen Straßen und gefährlichen Fahrens zu verantworten.
Beschwerden aus der Bevölkerung als Auslöser
Die Polizei startete die Operation „Safe Vibhavadi Road“, nachdem aus der Bevölkerung Beschwerden über große Gruppen von Motorradfahrern eingegangen waren, die die Straße regelmäßig nachts als illegale Rennstrecke nutzten.
Ermittler stellten demnach fest, dass sich die Gruppe routinemäßig am Eingang der Vibhavadi Soi 17 traf, bevor sie im Konvoi in den aus der Stadt führenden Fahrspuren unterwegs war, dann in Richtung Flughafen Don Mueang zurückschwenkte und weiter bis zur Sutthisan-Kreuzung fuhr.
Gefährliche Fahrweise auf voller Streckenlänge
Entlang der gesamten Strecke belegten die Fahrer nach Polizeiangaben alle Fahrspuren, fuhren mit hoher Geschwindigkeit und in geduckter Rennhaltung, wodurch andere Verkehrsteilnehmer verunsichert und gefährdet wurden.
Sie verhielten sich so, dass sie andere Straßenbenutzer in Angst versetzten und eine deutliche Gefahr für den Verkehr darstellten, erklärte Pol Lt Col Phuchong.
Gerichtsurteil und Folgen für Jugendliche
Die Beschuldigten waren den Vorladungen gefolgt und hatten sich am Donnerstag und Freitag bei der zuständigen Dienststelle gemeldet, um die erhobenen Anklagen formell zur Kenntnis zu nehmen.
Das Bangkok North Municipal Court verhängte am Freitag gegen die sieben erwachsenen Täter einen Monat Haft, zur Bewährung für ein Jahr ausgesetzt, sowie eine Geldstrafe von 10.000 Baht pro Person und ordnete die Einziehung von 14 Motorrädern an, während die 10 Jugendlichen dem Juvenile Observation and Protection Centre für weitere Maßnahmen überstellt wurden.
🏍 Adrenalin oder Lebensgefahr?
17 junge Motorradfahrer nutzen eine der wichtigsten Straßen Bangkoks als Rennstrecke – mit Tempo, Stunts und blockierten Fahrspuren. Die Polizei reagiert mit Überwachung und harten Maßnahmen.
Sind solche Strafen abschreckend genug – oder braucht es noch strengere Regeln gegen Straßenrennen?
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Gut, dass die Trottel weg von der Straße sind. Zumindest vorübergehend. Nur solche Einzelaktionen nutzen gar nichts. In der Provinz Prachuap Khiri Khan, unter anderem auch Hua Hin hatte man beispielsweise erst vor kurzem in einer Aktion über 1.000 lärmende Mopeds einkassiert und die röhrenden Auspuffe beschlagnahmt. Resultat: Subjektiv hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert. Solange man nicht dauerhaft und konsequent dagegen vorgeht wird sich auch künftig nichts ändern.