BANGKOK, THAILAND – Das Gesundheitsministerium verschärft die Überwachung wegen Ebola, nachdem zehn Reisende aus Uganda und der Demokratischen Republik Kongo nach Thailand eingereist sind. Betroffene Personen müssen ihren Gesundheitszustand 21 Tage lang melden oder sich in Quarantäne begeben; das Department of Disease Control (DDC) hat dazu neue Richtlinien eingereicht, nachdem die WHO den Ausbruch am 17. Mai zur internationalen Notlage erklärt hat.
Eingereiste Reisende unter Beobachtung
Den Daten vom 22. Mai zufolge sind acht der zehn ankommenden Personen aus Uganda, zwei aus der Demokratischen Republik Kongo. Bei der Einreise wurden alle zehn einer Gesundheitskontrolle unterzogen und zeigten keine Symptome.
Die Gesundheitsbehörden wiesen die Reisenden an, ihren Zustand für 21 Tage zu melden und sich streng an die Ebola-Überwachungsprotokolle zu halten. Diese Beobachtungsfrist gilt als Teil der landesweiten Schutzmaßnahmen.
WHO‑Einstufung und Lageeinschätzung
Die Weltgesundheitsorganisation erklärte den Ausbruch des Bundibugyo-Ebolavirus (BVD) am 17. Mai zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite. Das DDC stellt fest, dass sich die Lage in der Demokratischen Republik Kongo verschlechtert hat.
Für das Bundibugyo-Virus gibt es derzeit keinen offiziell zugelassenen Impfstoff oder eine zugelassene Behandlung. Das erhöht die Priorität für Überwachung und Eindämmung bei Rückkehrern aus betroffenen Gebieten.
Vier Maßnahmen vom wissenschaftlichen Ausschuss
Das DDC reichte am 22. Mai Richtlinien zu Isolation, Quarantäne und Überwachung beim wissenschaftlichen Ausschuss nach dem Gesetz über übertragbare Krankheiten ein. Der Ausschuss genehmigte vier Schlüsselmaßnahmen zur Risikokontrolle.
Bekannte Bestandteile sind: asymptomatische Reisende aus Uganda müssen sich 21 Tage lang melden und werden genau beobachtet, Reisende aus der Demokratischen Republik Kongo unterliegen einer mindestens 21-tägigen Quarantäne in ausgewiesenen Einrichtungen. Personen, die die Ebola-Falldefinition erfüllen, werden in Gesundheitseinrichtungen isoliert.
Koordination mit dem Außenministerium
Das DDC kündigte Gespräche mit dem Außenministerium an, um die Kontrollen an den Einreisepunkten und die Nachverfolgung zu verstärken. Ziel ist eine koordinierte Umsetzung der genehmigten Maßnahmen.
Die Behörden sagen, sie werden den Ausbruch laufend bewerten und die Maßnahmen bei Bedarf anpassen. Entscheidungen zu weiteren Schritten sollen nach Prüfung der Entwicklung folgen.
Konkrete Hinweise für thailändische Reisende
Das DDC rät thailändischen Staatsbürgern ausdrücklich, nicht notwendige Reisen nach Uganda und in die Demokratische Republik Kongo zu vermeiden. Diese Empfehlung soll die Eintrags- und Ausbreitungsgefahr verringern.
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