BURI RAM – Ein 74 Jahre alter deutscher Staatsangehöriger, der mit einem internationalen Haftbefehl von Interpol gesucht wurde, ist am Samstag in der thailändischen Provinz Buri Ram festgenommen worden. Ihm wird sexueller Missbrauch seines minderjährigen Stiefsohns zur Last gelegt.
Der Mann hatte sich zuvor in Deutschland einem Gerichtsverfahren entzogen und war nach Thailand geflohen. Das teilte Polizeigeneralmajor Phairat Phukcharoen mit, Kommandeur der Immigration Bureau Division 4.
Vorwurf und Vorgeschichte des Verfahrens
Nach Angaben der thailändischen Behörden wurde der Beschuldigte bereits in Deutschland strafrechtlich verfolgt, bevor er sich dem Verfahren entzog. Betroffen war demnach sein Stiefsohn, der als Kind einer thailändischen Mutter zunächst mit ihr nach Europa gezogen war, um bei dem Mann zu leben.
Thailändische Ermittler erhielten die Bestätigung der Interpol-Red-Notice sowie den Hinweis, dass sich der Mann im Nordosten des Landes verborgen hielt. Daraufhin nahm die Immigration Bureau die Fahndung in der Region auf.
Festnahme in einem abgelegenen Haus
Die Festnahme erfolgte in einem Haus im Tambon Lak Khet im Distrikt Muang. Das Anwesen lag inmitten von Reisfeldern und war von einem Zinkzaun umgeben – eine Lage, die dem Gesuchten offenbar über längere Zeit als Versteck diente.
Ermittler, die den Mann observierten, beschrieben ihn laut Polizeigeneralmajor Phairat als auffällig vorsichtig. Er sei sich bewusst gewesen, überwacht zu werden, und habe das Haus nur selten verlassen. Bei der Festnahme weigerte sich der Mann, seine Identität preiszugeben.
Visum entzogen, Abschiebung nach Deutschland folgt
Die thailändische Immigrationsbehörde hat das Visum des Mannes noch vor Ort für ungültig erklärt. Er befindet sich derzeit in Gewahrsam der thailändischen Behörden.
Wie Pol Maj Gen Phairat weiter mitteilte, wird der Deutsche zur Durchführung des Gerichtsverfahrens nach Deutschland abgeschoben. Zusätzlich wurde er auf eine Sperrliste gesetzt, die ihm eine künftige Einreise nach Thailand dauerhaft untersagt.



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