Bangkok-U-Bahn: Massive Störungen durch Wasserleck

Bangkok: Nach U-Bahn-Panne – Setzung verlangsamt, doch Anwohner trotzen Räumung – Gouverneur bittet um Kooperation.

Bangkok-U-Bahn: Massive Störungen durch Wasserleck
KhaoSod

BANGKOK – Ein massiver Wassereinbruch in der Tunnelbaustelle der MRT Purple Line nahe der Station Wongwian Yai hat am 9. Juli eine Evakuierung erzwungen. Gebäude im Umkreis von 30 Metern wurden geräumt, Straßen gesperrt und eine Fußgängerbrücke dichtgemacht. Verletzt wurde niemand, doch die Beeinträchtigungen sind massiv.

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Bautunnel läuft mit Wasser voll und erzwingt Räumung

Der Vorfall ereignete sich im südlichen Bauabschnitt Tao Poon – Rat Burana der Purple Line. In der Nähe der zukünftigen Station Wongwian Yai drang Wasser in den Tunnel ein, woraufhin sofort der Katastrophenschutz alarmiert wurde.

Gouverneur Chadchart Sittipunt ordnete noch am selben Tag die Evakuierung aller Gebäude im 30-Meter-Radius an. Die meisten Häuser und Läden sind geschlossen, die Anwohner verließen das Gebiet weitgehend.

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30-Meter-Zone bleibt gesperrt – Fußgängerbrücke dicht

Am Morgen des 10. Juli war der Bereich weiträumig abgesperrt. Vor allem die Fußgängerbrücke direkt am Unglücksort, die gestern noch genutzt werden durfte, ist jetzt unzugänglich.

Nur wenige Bürger halten sich noch in den geräumten Gebäuden auf. Bezirksdirektor Dechathorn Saeng-amnat spricht noch einmal mit ihnen, um die letzten Evakuierungen zu erreichen.

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ScopeEye-Messgeräte überwachen jede Bewegung im Boden

Das Ministerium für Katastrophenschutz und -minderung (DDPM) hat gemeinsam mit USAR Thailand mehrere „ScopeEye“-Messgeräte installiert. Sie zeichnen Bodensenkungen, Vibrationen und die Neigung der Gebäude auf.

Die Instrumente laufen rund um die Uhr, um sofort Alarm zu schlagen, falls sich der Untergrund weiter bewegt. Die bisherigen Werte zeigen eine leichte, aber stabile Senkung.

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Gouverneur: „Alles stabiler als gestern“

Chadchart erschien persönlich am Koordinationszentrum vor dem Denkmal von König Taksin. Er sprach mit Einsatzkräften, Polizei und betroffenen Anwohnern und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten.

Laut Gouverneur hat sich die Bodensenkung fast vollständig beruhigt. Neue Risse oder Schäden an den Gebäuden wurden nicht entdeckt, die Lage sei kontrollierbar.

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Zementinjektionen sollen Tunnel stabilisieren

Der Baukonzern UNIQUE pumpt seit Stunden große Mengen Zementleim in den Untergrund, um die gelockerten Schichten zu verfestigen. Diese Grouting-Arbeiten laufen im Tunnel und im umliegenden Erdreich.

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ZUM ANGEBOT

Chadchart betonte, dass die Effekte zunächst technisch ausgewertet werden müssten. Eine Woche Reparaturzeit könne derzeit nicht bestätigt werden – alles hänge von den Expertenberichten ab.

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Ban-Khaek-Kreuzung wird zum Nadelöhr

Die Vollsperrung der Prachathipok-Straße vom Wongwian Yai bis zur Ban-Khaek-Kreuzung zwingt tausende Fahrzeuge auf Umleitungen. Genau dort staut sich der Verkehr enorm, während die Polizei der Station Buppharam mit Hochdruck regelt.

Rund um den Wongwian-Yai-Kreisverkehr fließt der Verkehr blockweise. Die Lat-Ya-Straße, die Somdet-Chao-Phraya- und die Itsaraphap-Straße bleiben aber befahrbar.

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Suksanari-Schule verschiebt den Unterricht auf 9 Uhr

Um den morgendlichen Stau zu entzerren, hat die nahegelegene Suksanari-Schule den Unterrichtsbeginn auf 09:00 Uhr verschoben. Buslinien passen ihre Routen laufend an.

Chadchart erklärte, man erwäge, Busse wieder auf die ursprünglichen Strecken zu schicken, sobald sich die Sicherheitslage weiter bessert. Am Mittag werden die Maßnahmen neu bewertet.

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Regen macht vorerst keine zusätzlichen Sorgen

Auf Nachfrage sagte Chadchart, dass Regenfälle aktuell kaum Einfluss hätten, da es keine offenen Schächte wie beim früheren Vorfall am Vajira-Krankenhaus gebe.

Trotzdem beobachten die Einsatzkräfte den Grundwasserspiegel engmaschig. Sollte er steigen oder die Absenkung zunehmen, wird sofort reagiert.

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Keine genaue Entwarnung – aber das Schlimmste scheint vorbei

Die Absperrungen und Messungen bleiben bestehen, bis die technische Prüfung abgeschlossen ist. Die Evakuierung läuft weiter, ist aber fast abgeschlossen. Niemand wurde verletzt, der Sachschaden ist noch unklar.

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Quelle: Khaosod Thai