Lehrer mit Doktortitel jahrelang übergriffig – Schule vertuschte alles

Schule wusste Bescheid, tat aber nichts! Mathe-Lehrer mit Doktortitel soll über 20 Jungen jahrelang übergriffig geworden sein. Jetzt wurde er vor seinem Haus festgenommen.

Lehrer mit Doktortitel jahrelang übergriffig – Schule vertuschte alles
KhaoSod

NAKHON PATHOM, THAILAND – Ein promovierter Mathematiklehrer soll über Jahre hinweg mehr als 20 Jungen schwer missbraucht haben. Er soll die Taten dokumentiert und seine Opfer damit unter Druck gesetzt haben. Die Polizei hat den Mann am 9. Juli festgenommen.

Doktortitel als Tarnung für jahrelangen Missbrauch

Polizeigeneral Thatchai Pitanilabut präsentierte die Ergebnisse der Ermittlungen am 10. Juli. Der stellvertretende Polizeichef sprach von einer tiefen Erschütterung der Gesellschaft.

Der Tatverdächtige war als Mathematiklehrer an einer bekannten Grundschule tätig und genoss aufgrund seines Doktortitels hohes Ansehen. Genau dieses Image nutzte er laut Polizei, um sich seinen Schülern zu nähern.

Anzeige der Eltern brachte den Fall ins Rollen

Am 2. Juli erstatteten Eltern eines Betroffenen Anzeige bei der Polizei in Mueang Nakhon Pathom. Ihnen war aufgefallen, dass ihr Sohn zunehmend depressiv wirkte und über Schmerzen klagte.

Ein Arzt diagnostizierte eine Entzündung. Schließlich vertraute sich der Junge seinen Eltern an und schilderte die Vorfälle.

Lehrer filmte die Taten und erpresste seine Opfer

Der Beschuldigte soll die Taten systematisch dokumentiert und die Aufnahmen genutzt haben, um seine Opfer zum Schweigen zu bringen.

„Wenn du das deinen Eltern oder anderen erzählst, werde ich das auch veröffentlichen. Ich werde nicht alleine untergehen oder meinen Ruf verlieren“, zitierte die Polizei den Mann. Aus Angst schwieg eines der Opfer über einen langen Zeitraum.

Festnahme mit umfangreichem Beweismaterial

Nach der Anzeige schalteten die Ermittler die Einsatzgruppe gegen sexuellen Kindesmissbrauch im Internet ein. Am 9. Juli nahmen die Beamten den Lehrer vor seinem Wohnhaus fest.

Dabei stellten sie zahlreiche Videoclips sicher, die der Mann von weiteren Vorfällen mit Jungen aufgenommen hatte. Die Auswertung der Beweise läuft.

Über 20 Opfer und eine Tatdauer von mehr als zehn Jahren

Die Ermittlungen deuten auf eine unglaubliche Dimension hin: Seit etwa 2017 soll der Lehrer kontinuierlich Jungen missbraucht haben. Bisher konnten fast 20 Betroffene identifiziert werden.

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Insgesamt geht die Polizei von mehr als 20 männlichen Betroffenen aus. Der Täter nutzte seine Position, um seine Opfer mit Worten zu manipulieren und anschließend zum Schweigen zu bringen.

Opfer litten unter Depressionen und Suizidgedanken

Die psychischen Folgen sind schwerwiegend. Der ständige Druck und die Angst vor Bloßstellung trieben einige der Betroffenen in tiefe Verzweiflung.

Laut Polizei litten mehrere Betroffene unter Depressionen. Bei einigen kamen belastende Gedanken auf.

Schulen sollen weggeschaut haben

Die Polizei machte deutlich, dass einige Bildungseinrichtungen von den Vorfällen wussten. Aus Angst vor einem Imageschaden und negativer Berichterstattung blieben sie jedoch untätig.

Auch viele Eltern fürchteten um den Ruf ihrer Familien und schreckten aus Scham vor einer Anzeige zurück. Dieses Schweigen ermöglichte dem Lehrer, seine Taten über ein Jahrzehnt fortzusetzen.

Sextortion-Fälle in Thailand nehmen dramatisch zu

Der Fall ist kein Einzelfall. Die Statistiken der Ermittler zeigen einen besorgniserregenden Anstieg: Allein zwischen dem 1. Januar und dem 9. Juli 2026 wurden 176 Tatverdächtige in 174 Fällen festgenommen.

In 129 Fällen ging es um den Besitz von illegalem Bildmaterial mit Kindern. 61 Kinder und Jugendliche – 44 Mädchen und 17 Jungen – wurden in diesem Zeitraum als Opfer registriert.

Polizei sichert Opfern Schutz und Vertraulichkeit zu

Der Polizeichef betonte die Professionalität der multidisziplinären Teams. Die Identität der Opfer werde konsequent geschützt.

Eltern und Familien sollen keine negativen sozialen Auswirkungen fürchten, wenn sie Täter anzeigen. Der beschuldigte Lehrer wurde den Behörden zur Strafverfolgung übergeben.

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Quelle: Khaosod Thai

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