PHUKET – Jetzt wird es ernst für ein bekanntes Hotel in Phuket: Die thailändische Nationalparkbehörde schreitet zur Tat und setzt ein höchstrichterliches Urteil durch. Auf 13 Rai des Luxusgrundstücks müssen die Gebäude verschwinden.
Behörden-Chef bringt die Vollstreckungsschilder persönlich
Am 10. Juli rückt Attapol Charoenshansa, der Generaldirektor der Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz (DNP), an. Ziel ist das Gelände der Firma Fair and Firm Co., Ltd., die das Hotel betreibt.
Um 13:00 Uhr wird er die Geschäftsführung aufsuchen und die Vollstreckung einleiten. Große und kleine Schilder an den Gebäuden sollen unmissverständlich klarmachen: Dieses Land gehört dem Sirinat-Nationalpark und muss geräumt werden.
Anwälte wollten vorher vermessen lassen
Dabei gab es noch einen letzten Versuch, den Abriss zu verzögern. Bei einem Schlichtungstermin am 10. Juni 2026 stimmte die Hotelfirma dem Abriss grundsätzlich zu.
Sie forderte allerdings eine vorherige exakte Vermessung der Grenzen. Die Begründung: Die Hotelgebäude seien über mehrere Grundstücksparzellen hinweg errichtet worden.
Nationalpark-Büro lehnt Vergleichsvorschlag ab
Das Büro für Schutzgebietsverwaltung (Region 5) zeigte sich davon unbeeindruckt und lehnte den Vorschlag ab. Es ordnete die sofortige rechtliche Vollstreckung an.
Diese Aufgabe fällt nun dem Sirinat-Nationalpark zu. Der heutige Besuch mit den Schildern ist der erste sichtbare Schritt dieser Maßnahme.
Zwei unterschiedliche Landtitel auf einem Grundstück
Die Krux liegt in der komplizierten Eigentumsstruktur: Das gesamte Hotelareal umfasst 38 Rai. Nur für 13 Rai davon lag das umstrittene Nutzungszertifikat NS3K vor.
Der Oberste Gerichtshof hat dieses Zertifikat nun für ungültig erklärt. Die Beklagten müssen das Gebiet räumen, alle Gebäude abreißen und ihr Eigentum entfernen.
Prüfung der restlichen Chanote-Flächen läuft
Die übrigen 25 Rai des Grundstücks sind klassische Eigentumsurkunden, sogenannte Chanote. Doch auch deren Rechtmäßigkeit ist noch nicht endgültig geklärt.
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Die DNP prüft derzeit aktiv die Herkunft dieser Urkunden. Sollten dabei Unregelmäßigkeiten auftauchen, könnte die gesamte Hotelanlage ins Wanken geraten.
Abriss ist gerichtlich besiegelt
Für die 13 Rai NS3K-Land gilt das Urteil rechtskräftig. Die Firma ist verpflichtet, die Hotelbauten dort vollständig zu entfernen und darf sich nicht erneut mit dem Grundstück befassen.
Der Oberste Gerichtshof hat das Nutzungszertifikat (NS3K) für 13 Rai des Hotelgeländes widerrufen. Die Beklagten wurden zur Räumung, zum Abriss der Gebäude und zum Abtransport ihres Eigentums verurteilt.



In Thailand kann man sich auf nichts verlassen. Wenn selbst Chanots keine Garantie dafür sind, dass es rechtmäßig zugeht, was bleibt dann? Wenn es „falsche“ Chanots geben sollte, müssen im größten Umfang Behörden in den Betrug involviert sein. Ich lese nichts davon, dass hier ermittelt wird.
In Thailand scheint wirklich alles Fake zu sein, von den „original“ [entfernt] Rasierklingen im Onlinehandel bis zu den Chanots der Behörden.
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Rechtlich nicht geklärt heißt ja nicht ungültig.
Natürlich müssen die Verantwortlichen für Rechtsverstöße sanktioniert werden
Mit Bestechungsgelder erkaufte Baugenehmigungen sind natürlich illegal