Phuket räumt auf: Illegale Hotels und Strand-Bauten werden abgerissen

Schluss mit der Besetzung von Traumstränden: Behörden lassen Hotels und Shops plattmachen, die illegal auf geschütztem Grund stehen. Die Frist läuft ab – Was passiert, wenn die Besitzer den Abriss nicht selbst vollziehen?

Phuket räumt auf: Illegale Hotels und Strand-Bauten werden abgerissen
Achadthaya Chuenniran / Bangkok Post

PHUKET – Die Behörden machen ernst: Ab nächstem Monat werden auf der thailändischen Ferieninsel Phuket illegal errichtete Hotels, Shops und Gebäude abgerissen. Minister Suchart Chomklin bestätigte, dass Einsprüche der Eigentümer abgelehnt wurden und nun Bagger anrollen.

Klare Ansage aus Bangkok

Die thailändische Regierung will die wild bebaute Küste Phukets zurückerobern. Der Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, Suchart Chomklin, erklärte am Dienstag im Regierungshaus, dass man die Petitionen der Grundstücksbesitzer nicht akzeptiert habe.

Betroffen sind vor allem Bauten, die in Strände und geschütztes Waldland hineinragen. Die Vermessungen sind abgeschlossen, die rechtliche Grundlage für den Abriss steht.

Frist bis 9. Juli gesetzt

An den besetzten Immobilien prangen bereits die Abrissverfügungen. Die Eigentümer haben nur noch bis zum 9. Juli Zeit, die Gebäude selbst zu entfernen.

Wer diese Frist verstreichen lässt, muss mit einer bösen Überraschung rechnen: Der Staat organisiert dann den Abriss und stellt dem säumigen Besitzer die kompletten Kosten in Rechnung.

39 Shops müssen weichen

Besonders im Visier der Beamten steht der Nui Beach im Südwesten der Insel. Forstbeamter Thanandorn Phetdee kündigte an, dass dort im kommenden Monat ganze 39 Geschäfte abgebaut werden.

Die Läden stehen auf Land, das eigentlich für die Öffentlichkeit und den Waldschutz vorgesehen ist. Ein Weiterbetrieb ist damit ausgeschlossen.

37 Gebäude am Bang Tao Beach

Auch am beliebten Bang Tao Beach wird die illegale Bebauung nicht länger geduldet. Phukets Forstchef Samphan Meesit bestätigte am Montag den Abriss von 37 Gebäuden.

Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Strände für Einheimische und Touristen wieder frei zugänglich werden.

Eigentumsurkunden werden widerrufen

Mit dem Abriss allein ist es nicht getan. Sobald die rechtskräftigen Gerichtsurteile vorliegen, schaltet sich das Liegenschaftsamt ein.

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Die Behörde wird dann die Eigentumsurkunden für die besetzten Grundstücke widerrufen. Den Besitzern droht damit der komplette Verlust von Land, das sie unrechtmäßig genutzt haben.

Sirinat Nationalpark und andere Strände

Die Aufräumaktion weitet sich aus. Beamte des Nationalpark-Departments bereiten aktuell ähnliche Schritte gegen Resorts vor, die in die Grenzen des Sirinat-Nationalparks an der Westküste Phukets eingedrungen sind.

Auch am Freedom Beach und anderen Küstenabschnitten soll die illegale Besetzung durch die Königliche Forstbehörde beendet werden.

Eigentümer bleiben auf Kosten sitzen

Die Botschaft aus Bangkok ist unmissverständlich: Wer illegal baut, zahlt doppelt. Sollten die Besitzer die Frist verstreichen lassen, treibt der Staat die Abrisskosten von ihnen ein.

Die Betroffenen am Nui Beach sind mit ihren Petitionen gegen die Räumung endgültig gescheitert.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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