PATTAYA, THAILAND – Nach dem Tod des britischen Unternehmers und ASOS-Mitgründers Quentin John Griffiths in einem Luxuscondominium in Pattaya hat seine frühere Ehefrau öffentlich jede Verwicklung zurückgewiesen und die Rückkehr der drei gemeinsamen Kinder gefordert. Die thailändische Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einem möglichen Suizid aus, eine offizielle Autopsie zur endgültigen Klärung der Todesursache steht noch aus.
Tod eines Unternehmers in Pattaya
Der 58-jährige Quentin John Griffiths, einer der ursprünglichen Mitgründer des Online-Modehändlers ASOS, war am 9. Februar 2026 aus dem 17. Stock eines Luxuscondominiums in Pattaya in den Tod gestürzt.
Nach Angaben der thailändischen Polizei war das Zimmer von innen verschlossen, es gab keine Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen oder einen Kampf, weshalb zunächst von einem möglichen Suizid die Rede war.
Presseauftritt der Ex-Ehefrau
Am 27. Februar 2026 trat Ploynaphat Kriengsintanakul, genannt „Ms. Ploy“, gemeinsam mit Suksan Missachan, dem Präsidenten des Pattaya Provincial Lawyers’ Council, im Büro des Anwaltsrats im Stadtteil Na Kluea vor die Presse.
Sie wies dort Spekulationen in Teilen internationaler Medien entschieden zurück, die sie mit dem Tod ihres früheren Mannes in Verbindung gebracht hatten, und betonte, sie habe von dem Vorfall erst gleichzeitig mit der Öffentlichkeit erfahren.
Juristischer Beistand und frühere Trennung
Suksan Missachan erklärte, Ms. Ploy habe sich an den Anwaltsrat gewandt, weil sie durch ausländische Berichte belastet sei, in denen eine mögliche Verstrickung angedeutet worden sei.
Nach seinen Angaben war das Paar seit mehr als fünf Jahren geschieden und lebte getrennt, Griffiths hatte erneut geheiratet und eine neue Familie gegründet, während Ms. Ploy in Bangkok wohnte und weder in seine Geschäfte noch in seine Vermögensangelegenheiten eingebunden gewesen sei.
Sorgerechtsstreit und verschwundene Kinder
Frühere Streitigkeiten um das Sorgerecht seien vor Gericht entschieden worden, wobei das rechtliche Sorgerecht dem Vater zugesprochen wurde, die Kinder aber tatsächlich bei seiner neuen Ehefrau und einem Kindermädchen gelebt hätten.
Ms. Ploy erklärte, sie habe die gerichtliche Entscheidung respektiert und ihre Kinder nicht so oft sehen können, wie sie es sich gewünscht habe, und seit dem Tod des Vaters seien die drei Kinder an einen unbekannten Ort gebracht worden, ohne dass sie Kontakt herstellen könne.
Appell an Behörden und öffentliche Meinung
Die frühere Ehefrau legte nach eigenen Angaben bei der Polizei Beschwerde ein und berief sich darauf, dass nach thailändischem Recht das elterliche Sorgerecht nach dem Tod des sorgeberechtigten Elternteils wieder auf die Mutter übergehen müsse, weshalb sie nun die Rückkehr der Kinder verlange.
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Unter Tränen schilderte sie ihre Sorge um die 19-jährige Adoptivtochter „Taengmo“, den 12-jährigen Sohn „James“ und die 11-jährige Tochter „Lily“ und bat staatliche Stellen eindringlich um Hilfe, während der juristische Vertreter der Familie betonte, man wolle die gesetzlichen Verfahren einhalten und gleichzeitig vor irreführenden Berichten schützen, wobei das Auffinden der Kinder und ihr Wohlergehen an erster Stelle stünden.
Tragischer Tod – und jetzt der Streit?
Nach dem tödlichen Sturz des britischen Unternehmers geraten plötzlich familiäre Fragen in den Mittelpunkt. Seine Ex-Frau weist jede Verbindung zu seinem Tod entschieden zurück – und fordert Kontakt zu ihren drei Kindern.
Glaubst du, dass hier vorschnell spekuliert wurde? Sollten Medien in solchen Fällen zurückhaltender berichten? Und wie schwierig sind internationale Sorgerechtsfälle wirklich?
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