PATTAYA, THAILAND – Ein bewaffneter Überfall auf einen britischen Koch in einer Wohnsiedlung von Pattaya mit einer Beute von mehr als 2 Millionen Baht beschäftigt weiter die Ermittler. Fünf Personen, überwiegend Ausländer, sind nach Angaben der Polizei seit dem 1. März festgesetzt und werden intensiv befragt.
Überfall in Wohnanlage Chokchai Village 9
Der Überfall ereignete sich in den frühen Stunden des 26. Februar 2026 in einem zweistöckigen Reihenhaus im Chokchai Village 9 in Pattaya.
Drei komplett schwarz gekleidete und vermummte Täter drangen gewaltsam in das Haus des 32-jährigen Briten Wesleigh Cyril Russell, eines im Ausland arbeitenden Kochs, und seiner 34-jährigen thailändischen Ehefrau ein.
Geiselnahme und Entwendung des Safes
Die Räuber waren mit Messern bewaffnet und setzten Russell ein Messer an den Hals, um ihn unter Druck zu setzen und nach Bargeld zu fragen.
Sie zwangen das Ehepaar und einen anwesenden britischen Freund in die Küche, raubten zwei iPhones der Modelle 16 und 14 und gingen anschließend in das Obergeschoss.
Beute von über zwei Millionen Baht
Im Schlafzimmer im zweiten Stock lokalisierten die Täter einen im Kleiderschrank versteckten Safe, den sie ausbauten und aus dem Haus trugen.
In dem Safe befanden sich nach Polizeiangaben mehr als 2 Millionen Baht in bar, die das Paar kurz zuvor von einer Bank abgehoben hatte, um damit den Kauf eines Hauses zu finanzieren.
Fluchtplan mit drei Fahrzeugen
Vor dem Haus wartete ein schwarzer, viertüriger Ford-Pick-up, mit dem die Bande vom Tatort flüchtete und zunächst die parallele Bahnstraße nutzte.
Auf dieser Route warf die Gruppe die geraubten Mobiltelefone in der Nähe von Soi Nong Krabok weg, fuhr weiter zur Sukhumvit Road und bog dann in Richtung Wat Boonyakantharam und Jomtien ab.
Fahrzeugwechsel und mutmaßliche Geldaufteilung
Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigen laut Polizei, dass die Täter gegen 22.57 Uhr in der Nähe eines Apartments in Soi Boonyakantharam 5 auf einen weißen SUV umstiegen, rund acht bis neun Kilometer vom Tatort entfernt.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Sie betraten das Gebäude für etwa fünf Minuten, in denen sie nach Einschätzung der Ermittler den Safe öffneten und das Bargeld aufteilten, bevor sie ihre Flucht fortsetzten.
Drittes Auto und Flucht Richtung Chonburi
Gegen 23.33 Uhr tauchte ein weiterer viertüriger Ford-Pick-up auf, mit dem die Gruppe aufgenommen wurde und anschließend auf den Bang Na-Trat-Abschnitt der Sukhumvit Road in Richtung Provinz Chonburi fuhr.
Die Polizei spricht von einem hochgradig durchdachten Fluchtplan mit drei Fahrzeugen, der an Szenen aus den Actionfilmen „Fast & Furious“ erinnere.
Verdacht auf Insiderwissen
Ermittler der Polizeiwache Nong Prue, der Provinzpolizei Chonburi, der Immigrationspolizei und der Touristenpolizei gehen von einem geplanten Raub aus, bei dem die Täter von der hohen Bargeldsumme im Haus wussten.
Es werde geprüft, ob es sich um einen Insiderhinweis handelte und ob die Täter dieselbe Nationalität wie das Opfer haben könnten oder über einen Cannabis-Shop im Zentrum von Pattaya mit ihm in Verbindung standen.
Fünf Personen im Fokus der Ermittler
In einem Durchbruch, der am 28. Februar 2026 bekannt wurde, nahmen die Ermittler drei Personen von Interesse fest, darunter einen als groß beschriebenen ausländischen Mann.
Zwei weitere Personen wurden später in Gewahrsam genommen, wobei die Beamten betonten, dass die Befragungen andauern und alle fünf bislang weder offiziell angeklagt noch als Tatverdächtige eingestuft wurden.
Polizei hält Informationen zurück
Die Polizei meldet nach eigenen Angaben „rasche Fortschritte“ in dem Fall, hält sich jedoch mit Angaben zu Identitäten und Nationalitäten der Festgehaltenen zurück.
Die Ermittlungen laufen weiter, und die Behörden rechnen damit, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Einzelheiten zu veröffentlichen.



Ein in einem “ Kleiderschrank “ versteckter Safe, ist sicher ungeeignet für eine solch große Summe an Bargeld. Kleiderschränke sind zumeist aus funiertem Sperrholz weil billiger, Massivholz ist eher seltener in Thailand, bietet aber ebenfalls nur geringen Wiederstand gegen gewaltsame Zerstörungswut. Einzig – mit der Wand verankerte Tresore – sind nicht so einfach “ mitzunehmen “ oder besser noch große + schwere Standtresore mit mehreren hundert Kilo wie in Betrieben zu finden sind geeignete Unterbringungsmöglichkeiten von Bargeld + sind zertifiziert + feuersichere Aufbewahrungsmöglichkeiten. Daran hätte der Bestohlene -vorher- denken sollen. Aber “ über Geld redet man nicht „, so lautet eine Weisheit – die sich HIER – als zutreffend erweisen sollte. Möglicherweise wäre der Raub dann auch nicht erfolgt.