PATTAYA, THAILAND – Ein ausländischer Mann, nach ersten Einschätzungen chinesischer Staatsangehörigkeit, ist am 5. März 2026 nahe einer Bahntrasse in Pattaya tot aufgefunden worden. Die Polizei stuft den Fall als verdächtig ein und prüft, ob ein Gewaltverbrechen vorliegt.
Fundort an gesperrter Straße
Die Polizei wurde gegen 09.30 Uhr alarmiert, nachdem der Tote in einem überdachten Motorrad-Parkbereich, den Hotelangestellte nutzen, direkt am Bahndamm entdeckt worden war. Der Bereich liegt auf Höhe der Kreuzung Soi Khao Talo und ist wegen Bauarbeiten für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Am Einsatz beteiligt waren Ermittler der Polizeiwache Bang Lamung, Forensiker der Police Forensic Division 2 aus Chonburi, ein diensthabender Arzt sowie Retter der Sawang Boriboon Pattaya Foundation.
Keine Ausweise – handgeschriebene Briefe in der Tasche
Die Beamten beschrieben den Toten als asiatischen Mann mit ostasiatischen Gesichtszügen, etwa 30 bis 40 Jahre alt. Ausweisdokumente, die eine schnelle Identifizierung ermöglicht hätten, fehlten. Die Ermittler sind zunächst auf Fundstücke am Tatort angewiesen.
In der rechten Hosentasche fanden die Einsatzkräfte ein Feuerzeug, einen Stift sowie drei handgeschriebene Briefe auf Chinesisch. Diese gelten als zentrales Element der weiteren Ermittlungen.
Bitte an Familie und Botschaft
Inhaltlich enthielten die Schreiben laut Polizeiangaben Entschuldigungen an die Familie sowie die Bitte, die chinesische Botschaft zu kontaktieren, damit die Eltern informiert und der Leichnam in die Heimat überführt werden könne.
Einem der Zettel war laut Berichten sinngemäß zu entnehmen: Der Verfasser entschuldige sich bei seiner Familie und bitte darum, über die Botschaft die Eltern zu erreichen und ihn nach Hause zurückzubringen. Die Briefe werden derzeit von Dolmetschern der Polizei ausgewertet.
Forensik stellt Verletzungsbefunde fest
Bei der ersten ärztlichen Untersuchung am Fundort stellten Forensiker laut Behörden Verletzungsmerkmale fest, die auf mögliche Einwirkung Dritter vor dem Tod hindeuten. Die genaue Ursache und der Hergang sollen durch eine vollständige Obduktion geklärt werden.
Nach Schätzung der Polizei am Tatort dürfte der Mann bei seiner Auffindung bereits sechs bis zwölf Stunden tot gewesen sein. Diese Eingrenzung ist für die Rekonstruktion seiner letzten Stunden entscheidend.
Frage nach Fremdverschulden
Die Ermittler prüfen, ob die Umstände am Fundort mit den festgestellten Verletzungsbefunden in Zusammenhang stehen oder ob eine andere Todesursache vorliegt. Eine abschließende Beurteilung ist erst nach der Obduktion möglich.
Die Polizei hat den Fall als verdächtigen Todesfall eingestuft. Ob Strafanzeigen erstattet werden, hängt von den Obduktionsergebnissen ab.
Zeuge entdeckte den Toten bei Bauarbeiten
Entdeckt wurde der Tote von Ekphoj Nundee (41), Fahrer eines Wasserfahrzeugs, das für einen Bauunternehmer in der Nähe zur Staubbindung eingesetzt wurde. Er bemerkte den Mann beim Wenden seines Fahrzeugs und informierte sofort die Polizei.
Der Bereich um den Fundort wurde gesichert. Nach Polizeiangaben wurden noch am selben Tag Spuren gesichert und Zeugen befragt.
CCTV und Obduktion sollen Klarheit bringen
Die Behörden werten CCTV-Aufnahmen aus der Umgebung aus, um Identität und letzte Wege des Mannes zu klären. Zusätzlich werden Zeugen aus dem Umfeld des Fundorts befragt.
Laut ThaiRath wird der Leichnam zur Obduktion an das Institute of Forensic Medicine im Police General Hospital überführt. Die Ergebnisse sollen bestimmen, ob und welche strafrechtlichen Schritte folgen.



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