Schweizer und Nigerianer verhaftet – Drogenring in Bangkok gesprengt

Großeinsatz in Thailand: Die Polizei zerschlägt einen Kokain-Ring. Neben dem nigerianischen Drahtzieher wurde auch ein 60-jähriger Schweizer gefasst. Millionen-Bargeld sichergestellt. 🚨

Schweizer und Nigerianer verhaftet - Drogenring in Bangkok gesprengt
Khaosod

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Polizei hat in Bangkok einen mutmaßlichen Kokain-Schmuggelring ausgehoben und dabei einen 47-jährigen Nigerianer sowie weitere Verdächtige festgenommen. Bei Durchsuchungen wurden Kokain, ein Fahrzeug und Bargeld in Millionenhöhe in verschiedenen Währungen sichergestellt.

Festnahme in Bang Rak nach Observierung

Die Polizei nahm am Abend einen 47-jährigen Nigerianer im Bangkoker Bezirk Bang Rak fest, der laut Ermittlern als Drahtzieher eines Kokain-Schmuggelnetzwerks gilt.

Beamte hatten seine Bewegungen in der Nacht zum 19. April überwacht und nach der Beobachtung einer mutmaßlichen Drogenübergabe gegen 23 Uhr zugegriffen.

Video zeigt Zugriff vor einem Minivan

Von der Polizei später veröffentlichtes Videomaterial zeigt, wie Einsatzkräfte auf den Verdächtigen zulaufen, als er in einen schwarzen Minivan einsteigen will.

Der Mann wurde demnach noch am Fahrzeug gestoppt und festgesetzt; die Behörden nannten ihn lediglich „Patrick“.

Durchsuchung: Kokain und 2,4 Millionen Baht im Bad

Bei einer umfangreichen Durchsuchung seines Zimmers stellten die Ermittler Kokain sowie rund 2,4 Millionen Baht Bargeld sicher.

Das Geld war laut Polizei in der Decke des Badezimmers versteckt.

Anklagepunkte und Angaben zu Aufenthalt in Thailand

Gegen den Nigerianer wurden mehrere Vorwürfe erhoben, darunter der Besitz von Kokain mit Verkaufsabsicht.

Die Polizei erklärte, der Mann lebe seit mehr als 17 Jahren in Thailand und habe eine thailändische Ehefrau, wobei die Behörden von einer Scheinehe sprechen.

Reaktion nach der Festnahme und erstes Geständnis

Nach Angaben der Polizei brach der Verdächtige nach der Festnahme in Tränen aus, bat darum, nach Hause zurückkehren zu dürfen, und äußerte Angst, in einem thailändischen Gefängnis zu sterben.

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In seiner ersten Aussage habe er die Vorwürfe eingeräumt und erklärt, er sei schockiert, nach so langer Zeit gefasst worden zu sein.

Erklärung zum Bargeld: Herkunft Nigeria, „zur Sicherheit“ gelagert

Der Mann sagte laut Polizei zudem, er habe nicht erwartet, dass die Beamten das Geld in der Decke finden würden.

Er habe angegeben, das Bargeld stamme aus Nigeria und sei dort „zur sicheren Aufbewahrung“ deponiert worden, nicht um es zu verbergen.

Weitere Razzien: Schweizer und zwei Thais festgenommen

In separaten Einsätzen nahm die Polizei drei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem Netzwerk fest, darunter einen 60-jährigen Schweizer namens „Thomas“ in der Provinz Nonthaburi.

Bei ihm wurden nach Behördenangaben 0,87 Gramm Kokain sichergestellt.

Festnahmen im Raum Rama III und Gesamtbilanz der Sicherstellungen

Zwei thailändische Staatsangehörige, „Yot“ (35) und „Nat“ (34), wurden im Bereich Rama III in Bangkok festgenommen.

Insgesamt beschlagnahmten die Behörden nach eigenen Angaben rund 30 Gramm Kokain, ein Fahrzeug sowie Bargeld in Millionenhöhe in verschiedenen Währungen.

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Quelle: ThaiPBS

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