UDON THANI, THAILAND – In Nordostthailand soll ein 34-Jähriger unter Methamphetamin ein Strohfeuer am Büffelstall seines Vaters gelegt und dem 59-jährigen Vater gedroht haben, ihn lebendig zu verbrennen. Polizei und lokale Freiwillige stoppten die Situation nach zähen Verhandlungen, nachdem der Mann mit zwei langen Messern auf dem Dach des Stalls stand.
Alarm am Büffelstall in Pakho
Zu dem Einsatz kam es am 7. März in Dorf 12 im Unterbezirk Pakho (Distrikt Kumphawapi), nachdem Anwohner gemeldet hatten, dass Stroh neben einem Büffelgehege brenne.
Einsatzkräfte von der Polizeistation Kumphawapi und örtliche Verteidigungsfreiwillige rückten zu dem Haus aus, das dem Vater des Verdächtigen gehört.
Verdächtiger auf dem Dach und in Wahnvorstellungen
Der Mann, von der Polizei als 34-jähriger „Aat“ identifiziert, soll nach dem Anzünden des Strohs auf das Dach des Büffelstalls geklettert sein.
Laut Angaben der Behörden halluzinierte er, warf dem Vater vor, ihn töten zu wollen, und kündigte an, ihn zu verbrennen.
Vater entkommt, Feuerwehr löscht rasch
Der 59-jährige Nat, der Vater des Verdächtigen, konnte nach Polizeiangaben unverletzt fliehen.
Feuerwehrleute der Gemeinde Pakho löschten den Brand, der sich durch das trockene Stroh schnell ausgebreitet hatte.
Messer in der Hand – Festnahme erst nach Verhandlungen
Als die Behörden eintrafen, stand der Verdächtige weiter auf dem Dach und wirkte demnach unbeeindruckt von den Flammen in unmittelbarer Nähe.
Er hielt zwei lange Messer und weigerte sich zunächst, aufzugeben, bis ein Verteidigungsfreiwilliger, der ihn persönlich kannte, ihn zum Ablegen der Waffen überreden konnte.
Fluchtversuch nach dem Abstieg
Nachdem er schließlich heruntergeklettert war, versuchte der Mann laut Polizei zu fliehen.
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Beamte nahmen die Verfolgung auf und konnten ihn kurz darauf festsetzen.
Familie spricht von Jahren der Angst
Die 32-jährige Schwester sagte, die Familie leide seit Jahren unter dem massiven Drogenkonsum ihres Bruders.
Er sei seit sieben bis acht Jahren von Methamphetamin abhängig, mehrfach festgenommen und zur Rehabilitation geschickt worden, aber immer wieder rückfällig geworden.
Zehn Pillen am Tag des Feuers
Am Tag des Vorfalls habe ihr Bruder nach ihren Angaben etwa zehn Methamphetamin-Pillen genommen und schon am Morgen zu halluzinieren begonnen.
Am Nachmittag sei er aggressiver geworden, habe schließlich das Stroh entzündet und den Vater bedroht, weil er Stimmen gehört habe, die ihn gegen die Familie aufbrachten.
Anzeige wegen Brandstiftung und Appell an die Politik
Die Familie wolle nun rechtlich gegen ihn vorgehen und Brandstiftung anzeigen, in der Hoffnung, dass Strafe und Behandlung diesmal wirken.
Zugleich forderte die Schwester die Regierung auf, stärker gegen illegale Drogen vorzugehen, weil Methamphetamin ihrer Aussage nach „überall“ verfügbar sei und viele junge Menschen schwer abhängig mache.



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