Expat-Liebe in Pattaya: Zwischen Hoffnung und harter Realität

Mit 60 wagt er den Neuanfang in Pattaya – Sonne, Meer und vielleicht noch einmal Liebe. Doch was als feste Beziehung beginnt, endet in einer bitteren Erkenntnis auf der Beach Road. Ein ehrlicher Leserbrief über Hoffnung, Naivität und Realität.

Expat-Liebe in Pattaya: Zwischen Hoffnung und harter Realität
Gemini AI

Liebe Redaktion, liebe Leser,

ich möchte heute etwas Persönliches mit Ihnen teilen, das mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat.

Vor einigen Monaten bin ich nach Pattaya gezogen. Mit 60 noch einmal neu anfangen – warum nicht? Die Stadt ist lebendig, gut organisiert, viele Auswanderer leben hier. Ich wollte Sonne, Meer und einen neuen Lebensabschnitt.

Nach der ersten Zeit des Einlebens merkte ich, dass mir Gesellschaft fehlte. Also meldete ich mich bei Thai Friendly an. Dort lernte ich eine junge Frau kennen. Wir verstanden uns gut, trafen uns regelmäßig, und für mich entwickelte sich das Ganze recht schnell zu einer festen Beziehung. Zumindest dachte ich das.

Sie erzählte mir, sie habe eine ganz normale Festanstellung. Das klang glaubwürdig, ich hatte keinen Grund, an ihr zu zweifeln. Vertrauen ist schließlich die Basis jeder Beziehung – besonders, wenn man in einem fremden Land lebt.

Vor ein paar Tagen sagte sie mir, sie müsse für kurze Zeit ihre Familie in der Heimatprovinz besuchen. Natürlich hatte ich Verständnis dafür und wünschte ihr eine gute Reise.

Umso größer war der Schock, als ich sie kurze Zeit später zufällig auf der Beach Road sah. Und zwar nicht auf dem Weg zum Bus.

Sie war eindeutig auf Kundensuche. Kurzer Rock, hohe Schuhe – und dieses typische Umsehen nach alleinstehenden Männern. Ich konnte es kaum glauben, sprach sie direkt an. Ohne Zögern sagte sie mir, dass sie als Freiberuflerin arbeitet.

Doch was dann passierte, hat mich wirklich getroffen.

Während wir noch miteinander redeten, kam ein anderer Ausländer auf sie zu – offenbar ein Stammkunde. Er ignorierte mich komplett. Und sie? Sie wandte sich ihm sofort zu, verhandelte vor meinen Augen den Preis und ging mit ihm mit. Als wäre ich Luft.

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Ich stand da wie ein Idiot.

Eine Stunde später klingelte es an meiner Wohnungstür. Sie stand davor, ganz normal, als wäre nichts gewesen. Diese Gleichgültigkeit hat mich fast mehr verletzt als alles andere.

Ich habe sie weggeschickt und anschließend überall blockiert. Zum Selbstschutz.

Jetzt sitze ich hier und frage mich: War ich einfach naiv? Ist das ein klassischer Anfängerfehler in Pattaya? Oder hatte ich einfach Pech?

Mich interessiert ehrlich, wie andere Expats das sehen. Ist es hier überhaupt realistisch, eine Partnerin kennenzulernen, die nichts mit dem Milieu zu tun hat? Oder gehört so etwas in dieser Stadt einfach zur Realität dazu?

Man hört viele Geschichten, bevor man herzieht. Aber wenn man es selbst erlebt, trifft es einen doch anders.

Ich freue mich auf ehrliche Meinungen und Erfahrungen. Vielleicht hilft es ja nicht nur mir, sondern auch anderen Neuankömmlingen, die mit ähnlichen Hoffnungen hier starten.

Viele Grüße
Ein desillusionierter Auswanderer

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