BANGKOK – Im Bangkoker Remand Prison (Gefängnis) haben Beamte heimlich Luxus-Zellen für chinesische Häftlinge eingerichtet. Gegen satte Eintrittsgebühren und ständige Zuzahlungen für Annehmlichkeiten und sexuelle Dienste genossen die Insassen ein VIP-Leben hinter Gittern.
3 Millionen Baht Eintritt für die Luxuszelle
Etwa zehn Häftlinge leisteten sich die Privilegien, wie Wasan Phailiklee von der Nationalen Menschenrechtskommission unter Berufung auf Daten der Gefängnisbehörde berichtete. Sie zahlten eine Art Eintrittsgebühr von umgerechnet rund 3 Millionen Baht.
Für weitere Bequemlichkeiten oder sexuelle Dienstleistungen wurden pro Person und Mal zusätzlich 100.000 bis 200.000 Baht fällig.
517 Prozent Überbelegung – Während andere im Luxus schwelgten
Der Fall offenbart eine bittere Wahrheit über Thailands Haftanstalten. Internationale Quellen wie die FIDH und Freedom Bridge dokumentierten für 2025 eine landesweite Überbelegung von 21 Prozent.
Einige Gefängnisse quollen sogar um 517 Prozent über. Während Tausende unter menschenunwürdiger Enge litten, richteten Beamte im Bangkok Remand Prison heimlich VIP-Zimmer her.
Zwei Beamte beschuldigt, vier weitere suspendiert
Die Sonderermittlungsbehörde DSI übergab den Strafakt an die Nationale Antikorruptionskommission (NACC). Zwei Staatsbedienstete werden darin offiziell beschuldigt.
Vier weitere Beamte wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. Insgesamt gerieten sechs Bedienstete ins Visier der Fahnder, das Verfahren zog sich über acht Monate hin.
Netzwerk außerhalb der Mauern
Doch die Ermittler stoßen auf ein viel größeres Geflecht. Das geheime VIP-System war mit Koordinatoren, Beschaffern und millionenschweren Geldflüssen außerhalb der Gefängnismauern verbunden.
Wer dieses externe Netzwerk wirklich steuerte, ist bis heute ungeklärt. Die Suche nach den Drahtziehern läuft weiter.
Dokuspur folgt den Spuren der grauen Gangs
Die Dokumentarserie „NACC Secret Files: Rust from Within“ greift den Skandal in ihrer ersten Folge auf. Unter dem Titel „Thailändisches VIP-Gefängnis, das Paradies der grauen chinesischen Gangs“ zeichnet sie den Fall nach.
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Sie zeigt, wie die Privilegien entstehen konnten und wen die Verantwortung trifft – eine Antwort, die das laufende Verfahren erst geben muss.

Der Name ist Programm? Endlich weiß die Öffentlichkeit, warum das „Bangkok Hilton“ „Bangkok Hilton“ heißt.
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PS: Warum eigentlich wirklich? Nur wegen des Nicole Kidman Films? Oder gabs den Namen schon vorher?