CHIANG RAI, THAILAND – In Chiang Saen hat die Cyber-Polizei ein Ehepaar festgenommen, das als Administratoren eines Online-Glücksspielportals gearbeitet haben soll. SUPERWIN lief laut Ermittlern erst seit gut fünf Monaten, soll aber bereits einen Jahresumsatz von rund 360 Millionen Baht bewegt haben.
Zugriff mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss
Am 21. März rückten Beamte der Cyber Crime Investigation Bureau (CCIB) mit einem Durchsuchungsbeschluss des Provinzgerichts Chiang Rai zu einem Haus in Ban San That, Tambon Yonok im Bezirk Chiang Saen aus.
Festgenommen wurden der 27-jährige Thatthana Srichomchuen und seine gleichaltrige Ehefrau Nattnicha Namwiset, beide aus Chiang Rai.
Sichergestellte Geräte als zentrale Beweismittel
Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler nach eigenen Angaben zwei Desktop-Computer, drei Notebooks und zwei Mobiltelefone sicher.
Die Geräte gelten in solchen Fällen als Schlüssel, weil darauf Marketingzugänge, Zahlungsflüsse, Chatverläufe mit Spielern und Verwaltungsoberflächen der Plattform nachweisbar sein können.
So beschreiben Ermittler das Portal SUPERWIN
Die Ermittler gaben an, das Portal SUPERWIN habe mehr als 12.000 Mitglieder registriert und sei seit über fünf Monaten online gewesen.
Angeboten worden seien verschiedene Formen des Online-Glücksspiels, darunter Lotterie, Slots, ausländische Fußballwetten, Baccarat, Tiger-Dragon, Hi-Lo und weitere Spiele.
Geldflüsse über automatische Banktransfers
Nach Darstellung der Polizei lief die Einzahlung zum Spielen über ein automatisiertes Bankkonto-System, das Transfers ohne manuelle Freigabe abwickelt.
Auszahlungen hätten Nutzer direkt über die Website anstoßen können, während Administratoren bei Registrierung, Transaktionen und Spielberatung unterstützt oder Probleme gelöst hätten.
Ermittlungen führten zum Standort in Chiang Rai
Ausgangspunkt war laut Polizei eine Auswertung durch das Ermittlungsteam der CCIB Region 4, das die Website als aktiv und stark frequentiert identifizierte.
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Anschließend seien Beweise gesammelt und der Verdacht erhärtet worden, dass die operative Basis in der Provinz Chiang Rai liege, bevor das Gericht den Durchsuchungsbeschluss erließ.
Geständnis zu Rollen und Bezahlung
Der festgenommene Thatthana räumte laut Vernehmungsprotokoll ein, als Marketing-Admin gearbeitet zu haben, unter anderem mit Werbeanzeigen, um Kunden auf das Portal zu ziehen.
Er habe dafür 35 Prozent der monatlichen Website-Einnahmen erhalten und nach eigener Aussage in Spitzenmonaten mehr als 100.000 Baht verdient, während seine Frau den Kundensupport und die Einnahmen-Ausgaben-Buchhaltung für 20.000 Baht im Monat übernommen habe.
Welche Vorwürfe jetzt im Raum stehen
Die Polizei leitete Verfahren wegen des Vorwurfs ein, gemeinsam andere direkt oder indirekt zum unerlaubten Online-Glücksspiel verleitet, beworben oder angeworben zu haben.
Beide Verdächtigen wurden in Gewahrsam genommen, um das weitere Verfahren nach den einschlägigen Bestimmungen fortzuführen.



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