SURAT THANI, Thailand – Auf Samui und Phangan steht ein riesiges Netz aus ausländisch investierten Firmen im Fokus der Behörden. Die Regierung geht gegen mögliche Strohmann-Konstruktionen vor und schaut dabei besonders auf Immobilien und Buchhaltung. Für lokale Unternehmer geht es um nichts weniger als faire Bedingungen im Geschäft.
Über 11.000 Firmen auf den Inseln
Auf Samui und Phangan sind 11.426 ausländisch investierte Unternehmen registriert. Das entspricht 67,97 Prozent von insgesamt 16.811 Firmen in der Region.
Nach Angaben von Poonpong Naiyanapakorn, Generaldirektor des Department of Business Development, hat die Regierung eine umfassende Untersuchung ausländischer Investitionen in der Region gestartet. Im Raum steht der Verdacht, dass thailändische Staatsangehörige als Strohmänner genutzt werden, um das Gesetz über ausländische Unternehmen zu umgehen.
Immobilien und Buchhaltung im Visier
Besonders groß ist die Sorge im Immobiliensektor und im Rechnungswesen. Dort sollen Strohmann-Praktiken am weitesten verbreitet sein.
Vorläufige Ergebnisse zeigen außerdem, dass sich die ausländischen Investitionen vor allem auf Phangan und Samui konzentrieren. Investoren aus Frankreich, Israel, Russland, Deutschland und weiteren Ländern haben ihre Geschäfte dort in wichtigen Bereichen ausgebaut.
34 große Immobilienfirmen markiert
In Surat Thani haben die Behörden 34 große Immobilienunternehmen mit Vermögenswerten von mehr als 100 Millionen Baht markiert. Diese Firmen stehen im Verdacht, mit Strohmann-Operationen zu tun zu haben.
Die Fälle wurden zur weiteren Prüfung an das Anti-Money Laundering Office, kurz AMLO, weitergeleitet. Wer bei Strohmann-Praktiken schuldig gesprochen wird, muss nach dem Gesetz mit bis zu drei Jahren Haft, einer Geldstrafe von 1 Million Baht oder beidem rechnen.
Kontrollen werden auf weitere Provinzen ausgeweitet
Die Prüfung bleibt nicht auf Samui und Phangan beschränkt. Die Behörden weiten die Untersuchung auf weitere beliebte Touristenprovinzen aus, darunter Chonburi, Chiang Mai, Phuket, Krabi und Prachuap Khiri Khan.
Dort wird vor allem nach Risiken rund um Strohmann-Unternehmen gesucht, besonders bei Firmen mit einem ausländischen Eigentumsanteil von 50 Prozent oder mehr.
Faire Chancen für thailändische Unternehmer
Die Regierung arbeitet nach Angaben des Department of Business Development mit anderen Behörden zusammen, um Strohmann-Unternehmen in allen Sektoren aufzuspüren. Ziel ist es, gleiche Wettbewerbsbedingungen für thailändische Unternehmer zu schaffen. Außerdem soll die wirtschaftliche Ungleichheit verringert werden.
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