Thailand – Nach einem WHO-Alarm wegen tödlicher Hantavirus-Fälle auf einem Kreuzfahrtschiff zieht Thailand die Kontrollen an den Ein- und Ausreisepunkten deutlich an. Die Gesundheitsbehörden wollen Reisende, Fahrzeuge und Schiffe schärfer prüfen, obwohl im Land selbst keine Fälle nachgewiesen wurden.
WHO meldet Fälle auf Kreuzfahrtschiff
Die Weltgesundheitsorganisation hat vor Hantavirus-Fällen auf einem Kreuzfahrtschiff gewarnt, das zwischen Argentinien und Kap Verde unterwegs ist. Damit rückte das Thema auch für Thailand in den Fokus der Behörden.
Bis Freitag meldete die WHO acht Fälle, darunter drei Todesfälle. Sechs Fälle wurden im Labor bestätigt und als Andes-Virus identifiziert, ein in Südamerika vorkommendes Hantavirus.
Thailand verschärft die Kontrollen
Die Abteilung für Krankheitskontrolle hat ihre Beamten landesweit angewiesen, Reisende strenger zu prüfen und ankommende Fahrzeuge sowie Schiffe zu überwachen. Auch Risikobewertungen an Ein- und Ausreisepunkten gehören jetzt zu den Maßnahmen.
Vor dem Anlegen von Schiffen sollen Passagiere und Besatzung genauer auf Gesundheitsprobleme kontrolliert werden. Außerdem werden Verdachtsfälle an Bord eng überwacht.
Mehr Schutz in thailändischen Häfen
Für alle Schiffe, die thailändische Häfen anlaufen, wurden Maßnahmen zur Umwelthygiene und zur Bekämpfung von Nagetieren angeordnet. Besonders im Blick stehen Schiffe aus Gebieten mit höherem Risiko.
Reisende aus Ländern, in denen der Virusstamm nachgewiesen wurde, vor allem aus Südamerika, bekommen eine genaue Symptombefragung und eine Bewertung ihrer Reisegeschichte. Laut Gesundheitsbehörden steht dem Personal außerdem ausreichend Schutzausrüstung zur Verfügung.
WHO und Behörde sehen kein Alarmsignal für Thailand
Die WHO stuft das Risiko für die Weltbevölkerung als gering ein und will die Lage weiter beobachten sowie die Risikobewertung aktualisieren. In Thailand wurden bislang keine Fälle festgestellt. Dr. Montien Kanasawat ruft die Bevölkerung dazu auf, nicht in Panik zu geraten, weil sich das Virus nicht so leicht wie gewöhnliche Atemwegserkrankungen verbreitet. Gleichzeitig sollen die Menschen die Hinweise der Gesundheitsbehörden genau verfolgen.
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