Australierin schildert schwere Folgen nach OP in Bangkok

Die Australierin Lynda Lazaridis berichtet von entfernten Brüsten, zu hoch positionierten Brustwarzen und bleibenden Narben. Auch eine zweite Patientin schildert Probleme mit derselben Firma.

Australierin schildert schwere Folgen nach OP in Bangkok
Daily Mall

BANGKOK/MELBOURNE – Eine Reise nach Bangkok für eine umfassende Schönheitsoperation hat die Australierin Lynda Lazaridis nach eigener Darstellung dauerhaft gezeichnet. Die Großmutter berichtet von verlorenen Brüsten, hoch sitzenden Brustwarzen und bleibenden Narben. Auch eine zweite Frau schilderte Probleme nach einem Eingriff bei derselben Firma.

Brüste entfernt und Brustwarzen zu hoch positioniert

Lazaridis sagte dem Programm „60 Minutes“, sie sei nach der Operation ohne Brüste aufgewacht. Ihre Brustwarzen seien nahe an den Achseln platziert worden, berichtete sie.

Trotz weiterer Operationen und Behandlungen könne sie die Brustwarzen mit normalen BHs und Kleidung bis heute nur schwer bedecken. Die Narben belasteten sie nach eigenen Angaben jeden Tag.

Viele Eingriffe nach Gewichtsverlust geplant

Lazaridis hatte nach eigenen Angaben 15 Kilogramm abgenommen, litt unter Rückenschmerzen und hatte überschüssige Haut. Ein Schönheitschirurg in Bangkok habe ihr mehrere Eingriffe empfohlen.

Geplant gewesen seien ein Gesäßlifting, Straffungen an den inneren und äußeren Oberschenkeln, Fettabsaugungen, eine sogenannte umgekehrte Bauchstraffung und eine Straffung der Arme. Von einer umgekehrten Bauchstraffung habe sie keine Ahnung gehabt.

Preis lag deutlich unter dem Angebot in Australien

Lazaridis erklärte, sie habe sich wegen der deutlich niedrigeren Kosten für die Firma in Bangkok entschieden. In Australien hätten die Eingriffe nach ihrer Darstellung mehr als 200.000 Dollar gekostet.

Bei Gesprächen über die Bezahlung sei ihr nach eigener Aussage vorgeschlagen worden, australische Altersvorsorgegelder abzurufen. Dafür sollte die Operation als Behandlung einer lebensbedrohlichen Erkrankung angegeben werden, obwohl sie nicht dringend gewesen sei.

Arzt kritisiert das Ergebnis

Der plastische Chirurg Mark Duncan-Smith, Vorsitzender des australischen Ärzteverbands im Bundesstaat Western Australia, bezeichnete das Ergebnis als nicht vertretbar. Die Position der Brustwarzen nannte er einen Anfängerfehler.

Eine Korrektur könne nach seiner Einschätzung weitere Narben verursachen. Der Fall zeigt nach Angaben des Berichts, wie wichtig es für ausländische Patienten ist, den genauen Umfang der Eingriffe, den behandelnden Arzt und die Nachsorge zu klären.

Zweite Patientin berichtet von bleibenden Problemen

Auch Sophie Tsivoglou schilderte bei „60 Minutes“ eine schlechte Erfahrung mit derselben Firma im Jahr 2022. Vier Jahre zuvor habe sie dort noch ein gutes Ergebnis erzielt.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Nach dem späteren Eingriff habe sie ihre Beine nicht mehr spüren können. Außerdem seien an Körperstellen, die nicht zum behandelten Bereich gehörten, Narben zurückgeblieben.

Nachsorge bleibt bei Eingriffen im Ausland offen

Der Bericht weist darauf hin, dass niedrigere Preise Patienten zu Operationen im Ausland bewegen können. Bei komplizierten Eingriffen kann nach der Rückkehr jedoch eine längere Behandlung nötig sein, wenn Probleme auftreten.

Lesen Sie auch: Todesstrafe in Thailand: Wo die Verurteilten heute sind

Für Patienten bleiben deshalb die Fragen nach dem genauen Operationsplan, dem behandelnden Chirurgen und der verfügbaren Nachsorge zentral.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: AseanNow
Bramburi Pattaya - Futtern wie bei Muttern

2 Kommentare zu „Australierin schildert schwere Folgen nach OP in Bangkok

  1. Gleiches können wir nach einer 08/15 Unterleibsoperation meiner thailändischen Frau in einer renommierten Privatklinik berichten. Nach der OP war eine Not-Op fällig, Aussage „so was haben wir noch nie gesehen“ – von denen, die es gemacht haben (angeblich).
    Ähnliches selbst mit Schnappfinger OP erlebt, dort war der Herr Doktor stolz darauf, in nur 6 Minuten fertig gewesen zu sein. Die zwei OPs in D haben 15 bis 20 min gedauert..
    Offensichtlich wird die Belegung des OP Saales durch einen Arzt in Minuten abgerechnet, da „pressiert“ es dann. Das Ergebnis war entsprechend .

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.