PHUKET, Thailand – Ein chinesischer Tourist ist in einem Café von einem Löwenjungen in den Arm gebissen worden. Obwohl Mitarbeiter erklärten, eine Tollwutimpfung sei nicht nötig, bezahlte der Tourist die Impfung in Thailand selbst. Der Vorfall hat in China eine neue Debatte über die Sicherheit solcher Tiercafés ausgelöst.
Löwenjunges durchbiss die Haut
Der Tourist schilderte in chinesischen sozialen Medien, dass das Tier während einer kostenpflichtigen Begegnung zubiss und dabei die Haut verletzte. Mitarbeiter behandelten die Stelle mit Jod und erklärten, die Löwen des Cafés seien geimpft.
Am 10. August sprach das chinesische Medium Xiaoxiang Morning Herald direkt mit dem Betroffenen. Die Person sagte, sie sei trotz der Zusicherung beunruhigt geblieben und habe die Tollwutimpfung selbst bezahlt.
Fieber nach der Impfung ist mögliche Nebenwirkung
Seit der Impfung hatte der Tourist nach eigenen Angaben keine schweren gesundheitlichen Probleme. Er bekam jedoch Fieber und Schmerzen im Arm.
Fieber und eine schmerzende Einstichstelle gehören zu den häufigen Nebenwirkungen einer Tollwutimpfung. Sie bedeuten nicht, dass die Behandlung fehlgeschlagen ist.
Chinesische Nutzer warnen vor dem Risiko
Der Bericht verbreitete sich schnell über chinesische Plattformen wie Sina, NetEase, Tencent News und Sohu. Viele Nutzer rieten Reisenden, ein solches Risiko nicht einzugehen.
In einem häufig geteilten Kommentar hieß es, auch ein Löwenjunges bleibe ein wildes Tier. Beim Spielen oder Zahnen könne es Menschen verletzen. Wer gebissen oder gekratzt werde, solle die Stelle sofort waschen und unabhängig von den Aussagen des Personals ein Krankenhaus aufsuchen.
Thailands Gesundheitsrat gilt auch bei geimpften Tieren
Die thailändischen Gesundheitsleitlinien stufen jeden Biss und jeden Kratzer, der die Haut verletzt, als mögliche Tollwutexposition ein. Die Wunde soll mit Seife und fließendem Wasser gewaschen werden.
Danach soll so schnell wie möglich eine Impfung erfolgen. Das gilt auch dann, wenn der Besitzer erklärt, das Tier sei geimpft.
Tollwut bleibt nach Symptombeginn fast immer tödlich
Das Ansteckungsrisiko ist gering, die Folgen können jedoch schwer sein. Sobald Symptome auftreten, endet Tollwut fast immer tödlich; zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Behandlung mehr.
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Thailand verzeichnet in den meisten Jahren Todesfälle durch Tollwut. Im Mai starb ein Mann in Ubon Ratchathani, nachdem ihn ein Welpe gekratzt hatte.
Tiercafés stehen weiter unter Beobachtung
Löwencafés haben sich in den vergangenen Jahren in Phuket, Chiang Mai und Bangkok ausgebreitet. Besucher können für einige hundert bis mehrere tausend Baht aus nächster Nähe mit Jungtieren sitzen und Fotos machen.
Löwen gelten nach Thailands Gesetz zum Schutz und Erhalt wild lebender Tiere als kontrollierte Wildtiere. Halter benötigen eine Genehmigung, und die Tiere müssen an der registrierten Adresse bleiben.
Frühere Fälle sind nicht mit dem Biss verknüpft
Die Kontrolle solcher Einrichtungen war in der Vergangenheit nicht lückenlos. Im Februar 2024 beschlagnahmten Beamte ein Jungtier namens Nong Kiwi, weil es nicht registriert war und unter Bedingungen gehalten wurde, die nicht den Vorgaben entsprachen.
Im Januar 2025 durchsuchte die Polizei ein Café in Ratsada auf Phuket, in dem Löwenjunge für bezahlte Fotos eingesetzt wurden. Zwei chinesische Staatsangehörige wurden festgenommen, weil sie mit Touristenvisa arbeiteten und keine Arbeitserlaubnis hatten. Beide Fälle stehen laut dem Bericht nicht mit dem aktuellen Vorfall in Verbindung.
Café bleibt namentlich unbekannt
Kein chinesischer Bericht nannte den Namen des Cafés. Auch Thaiger konnte die Einrichtung nicht identifizieren.
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Betreiber erklären, ihre Standards seien ausreichend. Das Department of National Parks teilte mit, registrierte Betriebe zu prüfen und regelmäßig zu überwachen.
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