Thailand prüft niedrigere Steuern für lokal produzierte Fahrzeuge

Die geplante Neuregelung soll Elektroautos, Hybridmodelle und Verbrenner betreffen. Voraussetzung sind Fabriken in Thailand und der Einsatz lokaler Bauteile.

Thailand prüft niedrigere Steuern für lokal produzierte Fahrzeuge
KhaoSod

BANGKOK – Die thailändische Regierung prüft niedrigere Verbrauchsteuern für Fahrzeuge, die in Thailand produziert werden. Die geplante Neuregelung soll Elektroautos, Hybridfahrzeuge und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor betreffen, sofern die Hersteller Fabriken im Land betreiben und lokale Bauteile verwenden.

Werbeanzeige

Steuersenkung für drei Antriebsarten geplant

Finanzminister und Vizepremierminister Ekniti Nitithanprapas erklärte, die neue Struktur der Verbrauchsteuer solle nicht auf Elektrofahrzeuge beschränkt bleiben. Auch Hybridmodelle und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor aus heimischer Produktion sollen einbezogen werden.

Voraussetzung ist, dass die Autohersteller in Thailand Produktionsstätten betreiben und Teile aus dem Land verwenden. Damit will die Regierung Unternehmen unterstützen, die in Thailand investieren und Arbeitsplätze schaffen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Tarifunterschiede sorgen für Kritik

Auslöser für die Forderungen der Autohersteller ist nach Angaben der Regierung die derzeitige Struktur der Einfuhrzölle. Sie führe zu Ungleichbehandlungen zwischen verschiedenen Gruppen von Ländern.

Fahrzeuge aus bestimmten Ländergruppen wie der EFTA würden von niedrigeren Zollsätzen profitieren. Nach Darstellung der Regierung erschwert das die Entwicklung der heimischen Autoindustrie.

Werbeanzeige

Verbrauchsteuerbehörde soll Frage rasch prüfen

Ekniti beauftragte die Verbrauchsteuerbehörde, die Frage schnell zu prüfen. Die Regierung will damit mehr Fairness für Investoren in Thailand schaffen.

Gleichzeitig soll die Neuregelung das Wachstum der Autoindustrie im Land unterstützen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Regierung will Hersteller in Thailand stärken

Die geplante Steuermaßnahme richtet sich damit an Hersteller verschiedener Antriebstechnologien. Maßgeblich ist die Produktion im Land und der Einsatz lokaler Bauteile.

Nach dem aktuellen Stand prüft die Verbrauchsteuerbehörde die neue Struktur auf Anweisung des Finanzministers.

Lesen Sie auch: Roller in Thailand: Der ultimative Ratgeber

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Khaosod Thai

10 Kommentare zu „Thailand prüft niedrigere Steuern für lokal produzierte Fahrzeuge

  1. Wie wär’s mit einem Stopp vom Protektionismus und Senkung der Importsteuern auf ein normales Niveau ? Zum Bsp. auf Fahrzeuge oder Wein ?

      1. Eine Senkung der exorbitanten Importzölle Thailands seit 1978 und der so erzwungenen eigenen, heimischen Fahrzeugindustrie ist natürlich Wunschdenken. Mich wundert aber, dass andere Staaten und deren Industriepolitik das einfach so hinnahmen und Fabriken in Thailand errichtet wurden.

    1. Und damit die eigene Industrie schwächen? Thailand braucht Arbeitsplätze für die Bevölkerung und nicht ausländische Produkte zu verbilligen. Gerade mit der Autoindustrie ist man auf dem richtigen Weg. Wieso, dass ausländischer Wein verbilligt werden soll, erschliesst sich mir sowieso nicht. Eine passable Flasche Wein kostet im Denner um die 15.– sFr. (650 THB) also muss der Transport gratis sein oder wie oder was. Es hat Leute die denken auch in TH hätten alle gratis zu arbeiten, damit wir am Abend einen Moet schlürfen dürfen….

      1. Ja genau. Wasser aus Europa kann man auch weglassen. Als ob das Wasser besser wäre. So ein Quarksinn muss aufhören.

    2. Du hast ne schlechte Idee gebracht. Wein ist immer Scheisse und das wollen wir nicht trinken. Schlage mal was besseres vor, wie z.B. Schwerlastfahrzeuge von Steyr für weniger Geld verkaufen. Sonst holen wir die aus China. Zwar beinahe so gut, aber billiger.

  2. Viele von Ihnen weisst es wahrscheinlich nicht, dass Thailand sehr sehr sehr viel von Luxussteuer profitiert. Die, die Importfahrzeuge mit zu schwerem Motor, 2-Sitzer oder Cabriolet fahren, sollen doch dafür bluten. Ich, als Thailänder, bin damit glücklich.

    1. Wenn es eine Luxussteuer auf Autos gibt, dann macht das Autos teurer. Richtig? Das heißt dann, daß der Thailänder, der so ein Auto kauft, sehr viel mehr bezahlen muß, als er eigentlich müsste. Wie kann das für das thailändische Volk gut sein, wenn sie nun – weil zu teuer – nun viel teurer oder gar nicht das Auto kaufen können, das sie wollen? Wer bekommt die Luxussteuer, also das Geld, das der Importeur nicht an den Verkäufer – also den ausländischen Autohersteller – bezahlt? Und warum gibt es dann für das thailändische Volk dann viel weniger Auswahl bei den Fahrzeugmodellen? Je mehr Auswahl, desto besser können die individuellen Bedürfnisse befriedigt werden.

      1. Hier in Thailand kann man ein jedes Fz. kaufen, das man bereit ist zu bezahlen. Selbst in Khon Kaen habe ich schon Lamborghini, Ferrari gesehen und Porsches sieht man sogar des öfteren. Auch Audis und Benzen sind keine Seltenheit. Die Auswahl besteht also. Und wenn reiche Thais die Luxussteuer bezahlen, trifft es ja die richtigen.

Kommentare sind geschlossen.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.