Vom Champagner zur Chang-Bier-Dose

Wie Thailand Expat-Millionäre durch Bars, Frauen, Immobilienfallen und Luxusillusionen blitzschnell in klamme Auswanderer verwandelt.

Vom Champagner zur Chang-Bier-Dose
KI generiertes Symbolbild

Thailand hat die seltsame Superkraft, reiche Männer in Rekordzeit in arme Männer zu verwandeln – und das ohne Hokuspokus, sondern mit ganz irdischen Mechanismen: Bars, Frauen, Luxusillusionen und Immobilien, die im Vertrag plötzlich dem Schwager der Freundin gehören. Während in Europa ein Milliardär seinen Reichtum in Briefkastenfirmen auf den Cayman-Inseln versteckt, reicht in Pattaya oft schon ein Karaoke-Abend, um die Kreditkarte in die Knie zu zwingen. Wer also glaubt, er könne mit ein paar Millionen Euro in Thailand den König spielen, erlebt schnell die Realität: In der Soi 6 bist du König – aber nur solange, bis die Rechnung kommt. Danach bist du Untertan, und zwar vom Typ „Zahl Esel.

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Das Märchen vom ewigen Luxusleben

Viele Auswanderer schwören Stein und Bein, dass man in Thailand „für kleines Geld wie ein Kaiser lebt“. Stimmt auch – für etwa drei Monate. Danach steigt der Lebensstandard schneller als der Blutdruck nach einer Portion Som Tam Thai. Plötzlich reicht der Luxusvilla-Pool nicht mehr, es muss noch der private Fahrer sein, und das dritte Auto im Carport sieht neben den Nachbarn mit Ferrari etwas mickrig aus. Währenddessen explodieren die Kosten: Krankenversicherung, Importpreise für deutsche Wurst, und ganz nebenbei noch die „kleine Unterstützung“ für die thailändische Schwiegerfamilie. Fazit: Wer in Deutschland sparsam Millionär war, ist in Thailand großzügiger Bettler.

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Liebe auf den ersten Kontoauszug

In Thailand finden Männer schneller eine „Lebenspartnerin“ als in jedem Speed-Dating-Event in Berlin. Doch hier zählt weniger der Humor, sondern mehr die Höhe des Bankguthabens. „No money, no honey“ ist kein Witz, sondern eine Volksweisheit. Während deutsche Männer daheim von Feminismus-Debatten abgeschreckt werden, fühlen sie sich in Bangkok als unwiderstehliche Casanovas – bis die monatlichen Zahlungen für die „neue Liebe“ inklusive Mama, Papa und Onkel mitgerechnet werden. Plötzlich ist nicht mehr klar, ob man eine Freundin oder eine Kleinfamilie finanziert. Der Millionär von gestern zahlt heute noch das Handy-Abo der Schwiegermutter – und wundert sich, warum sein Konto aussieht wie nach einer Finanzkrise.

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Immobilienfalle mit Meerblick

„Investiere in Thailand, das ist sicher“, sagen sie. Doch sicher ist hier nur der Absturz vieler westlicher Geldsäcke. Denn Grund und Boden dürfen Ausländer nicht besitzen – maximal das Haus darauf. Klingt fair, bis die Beziehung zur thailändischen Ehefrau in Scherben liegt und man als Ausländer rechtlich auf dem Gehweg sitzt. Anwälte in Bangkok leben von solchen Fällen wie Mönche von Reis-Spenden. Dazu kommt: Der Traum vom Meerblick verwandelt sich oft in einen Albtraum mit Baustelle vor der Nase. Wer sein Vermögen in thailändische Immobilien steckt, darf sich wundern, wie schnell der Begriff „Sonnenuntergang“ nicht nur für den Strand gilt, sondern auch fürs Bankkonto.

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Der Luxusrentner und sein Albtraum

Es gibt sie: deutsche Rentner, die sich mit 2.000 Euro Monatsrente in Thailand wie Rockstars fühlen. Doch das Rockstar-Gefühl endet, wenn plötzlich die Zahnkrone 80.000 Baht kostet und der Arzt nur Bargeld akzeptiert. Dazu kommt die Inflation: Was heute 40 Baht kostet, kostet morgen 70 – und das Bier in der Bar ist längst teurer als in München. Rentner, die sich auf ihre deutsche Kaufkraft verlassen, merken schnell, dass Thailand nicht das „Billigparadies“ ist, sondern ein Land mit zwei Preisschildern: eins für Einheimische und ein anderes, glänzend teureres, für Farangs. Die Differenz zahlt – na klar – der angebliche Millionär.

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Nachtleben: Der Turbo-Geldverbrenner

Wer glaubt, sein Vermögen sei in Aktien schnell weg, hat noch nie eine Nacht in Pattayas Go-Go-Bars verbracht. Hier wird Geld nicht ausgegeben, sondern regelrecht verbrannt. Jede Runde Drinks für die Tänzerinnen kann locker den Wert eines Mittelklassewagens erreichen – und das, ohne auch nur einen einzigen Kuss bekommen zu haben. Dazu kommen die „Barfines“, kleine Ablösesummen, die größer wirken als die Scheidungskosten in Deutschland. Wer also meint, er sei cleverer als die anderen Farangs, wird spätestens nach dem dritten Monat merken: Clever ist hier nur die Barbesitzerin – und der Millionär von gestern ist der Tuk-Tuk-Fahrer von morgen.

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Gesundheitskosten: Der stille Killer

Ein unterschätzter Punkt: Thailands private Kliniken sehen aus wie 5-Sterne-Hotels – und rechnen auch so ab. Eine Blinddarm-OP kann schnell 300.000 Baht kosten, ohne VIP-Zimmer. Ausländer, die keine solide Krankenversicherung haben, verkaufen nach dem ersten Krankenhausbesuch ihr Motorrad, nach dem zweiten ihr Haus und nach dem dritten ihre Würde. In Foren wimmelt es von Geschichten gestrandeter Westler, die am Ende Spendenaktionen brauchen, um ihre Arztrechnungen zu bezahlen. Ironisch betrachtet: Das Land des Lächelns zeigt besonders beim Bezahlen, wie breit ein Grinsen sein kann – nämlich von Ohr zu Ohr des Klinikdirektors.

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Vom Bettelmann zurück nach Berlin

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Am Ende der Geschichte steht er: der einstige Selfmade-Millionär, der mit Krokodillederschuhen nach Thailand kam und barfuß nach Berlin zurückfliegt. Statt Champagner am Chao Phraya gibt’s jetzt wieder Leitungswasser in Marzahn. Thailand hat ihn verändert – nicht im spirituellen, sondern im finanziellen Sinn. Was bleibt, sind Erinnerungen an wilde Nächte, leere Konten und die Erkenntnis, dass Buddha zwar zur inneren Ruhe führt, aber nicht die Kreditkartenrechnung bezahlt.

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25 Kommentare zu „Vom Champagner zur Chang-Bier-Dose

    1. Das trifft aber nur auf jene Protagionisten zu, die wenn es unten hart wird, am nächsten Morgen vergessen zuoberst den On- Schalter wieder zu drücken.

  1. Mein Blinddarm ist seit über 60 Jahren raus. Hurra! 300.000 Baht gespart. Da kann ich heute Abend ja mal die Glocke läuten!

  2. Wer nicht mit Geld umgehen kann wird überall auf der Welt scheitern!! Aber diese Spezie wird es auch nie zum Millionär schaffen, außer sie gewinnen zufällig in einer Lotterie oder Kasino!!!

    1. wer nicht als millionär geboren wird kann auch mit seinen hart erarbeiteten million-en gut umgehen und wird wohl kaum in pattaya absteigen und die billigen bars besuchen

  3. ..die vermeindlich fehlende Krankenversicherung erwirk wirklich eine satirische Betrachtung. Reise-Krankenversicherungen und -Unfallversicherungen gehören doch zum Alltag der Reiselustigen und sind mitunter 1 Jahr gültig. Aber auch viele Private Versicherungen aus DACH sind nach Absprache bei längeren Aufenthalt im Ausland Deckungswillig. Und gerade die sogenannten Millionäre sind ohnehin Privatversichert.

  4. Überall auf der Welt gibt es Nepp und Abzocke. Überall wollen sie nur dein bestes, dein Geld. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, Alkohol und Drogen nur mäßig oder gar nicht konsumiert, kann in Thailand sein Paradies finden. Man muss nicht wie ein buddhistischer Mönch leben, man kann auch mal Party machen und die Puppen tanzen lassen. Solang man sein Leben und seine fünf Sinne unter Kontrolle hat, hat man in Thailand sein Himmelreich. Man darf sich nur nicht gehen lassen.

    1. Mein Geld ist nicht mein Bestes, das ist und bleibt mein Leben! Und das anzugreifen, würde ich einem Jeden abraten.

    2. alex erzähl mir schnell wo das himmelreich in thailand liegt-ich hab es in 30j. nicht gefunden-dachte immer verdammt wieder im fegefeuer gelandet

      1. @ siegfried
        Das Problem ist halt, dass es Personen gibt die immer daneben langen und welche denen fällt das Glück in den Schoss. Ich durfte in meinem Leben einen Menschen kennenlernen der 2 x im Lotto 6 Richtige getippt hat. Ich selber habe nie etwas nennenswertes gewonnen. Aber im Gegensatz zu meinem Bekannten bin ich noch am Leben und das ist für mich Glück und Genuss. P.S. Der Bekannte wurde nicht wegen ausschweifenden Lebenswandels aus dem Leben geschieden, es hatte gesundheitliche Gründe.

      2. @ siegfried
        Das Himmelreich ist da wo man sich jetzt augenblicklich befindet. Wer in Deutschland nicht glücklich sein kann, der kann auch in Thailand nicht glücklich sein. Persönlich gefällt es mir in Thailand. Hier kann man sehr glücklich sein. Es ist halt meist die innere Einstellung, die entscheidet ob man glücklich und zufrieden ist.

      3. Der siegfried mucker ist schon ein seltsames Phänomen. Da fliegt einer seit 30 Jahren dreimal jährlich in sein „commpany house“, ernährt sich nur von westlicher Nahrung, hat aber keine Hemmungen seine Nachbarschaft zu vergiften und findet dabei doch immer wieder nur das Fegefeuer. Ja warum denn nur?
        🤔

        1. oskar du schwerenöter-bisschen unverständlich mit nachbarschaft vergiften-was meinst du?

          1. Zitat: „…dabei jeden tag ne handvoll rattenleckerchen hinschmeißen-hilft nach paar tagen fängt es dann an zu stinken-ganz schnell das problem gelöst.“

          2. ratten sind ratten-nachbarn sind menschen-oder essen die rattengift?
            ist rot oder blau eingefärbt–und der spruch bezog sich auf hahnengeschrei!!!

  5. Und man sollte sich in der Soi 6 beherrschen und nicht die Glocke läuten! Das ist meist der Anfang vom Ende.

  6. Hey hey. Unsere Thai Frauen sind nicht böse ja. Ihr Versager war leider nicht schlau genug. Sawasdi Krab.

    1. Ein hoher IQ nützt dir GAR NICHTS, wenn du dein Gehirn abgeschaltet hast… 🇹🇭💃🏻🧠🤪🤪🤪

  7. Wer meint, er könnte sein Leben in Thailand verändern, macht eine Bruchlandung. Wer es nicht im Heimatland schafft, dann erst Recht nicht in Thailand.

Kommentare sind geschlossen.

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