Prachuap Khiri Khan, Thailand – Zwei Mönche sollen Kinder überredet haben, als Novizen nach Malaysia zu reisen und dort Spenden zu sammeln. Nach der Festnahme der beiden Geistlichen in Kedah kamen die Details des Falls ans Licht: Sieben Kinder wurden ohne gültige Einreisedokumente festgehalten, 17 weitere nach Thailand zurückgebracht. Für die Familien begann damit eine fieberhafte Suche nach Hilfe.
Mönche lockten Kinder über die Grenze
Nach Angaben der Ermittler überredeten die beiden thailändischen Mönche Kinder im Alter zwischen sieben und 15 Jahren, in einem Tempel in Malaysia ordiniert zu werden. Einige von ihnen sollen ohne Pass oder korrekte Papiere über die Grenze gebracht worden sein.
Einmal dort angekommen, sollten die Kinder Berichten zufolge Spenden von Einheimischen sowie von thailändischen, singapurischen und anderen ausländischen Besuchern in Malaysia sammeln.
Festnahme in Kedah nach langer Beobachtung
Die Polizei in Kedah nahm die beiden thailändischen Mönche am 7. April wegen des Verdachts auf Menschenhandel fest. Nach Angaben der malaysischen Polizei wurden ihre Aktivitäten mehr als vier Jahre lang beobachtet, bevor die Beamten eingriffen.
Am Tag der Festnahme wurden die Mönche dabei erwischt, wie sie 22 Kinder nach Malaysia transportierten. Sieben Kinder wurden ohne gültige Einreisedokumente festgenommen, 17 weitere mit Papieren nach Thailand zurückgebracht.
Familien suchen Hilfe bei der Pavena-Stiftung
Die Familien der festgenommenen Kinder wandten sich an die Pavena Foundation for Children and Women, um Hilfe bei der Rückführung zu bekommen. Auch Ann suchte Unterstützung, nachdem ihr Sohn plötzlich verschwunden war.
Die 40-jährige Mutter sagte, sie habe auf den Philippinen gearbeitet und ihren fünfjährigen Sohn bei den Großeltern in Prachuap Khiri Khan gelassen. Anfang April seien die Großeltern von Mönchen in einem örtlichen Kloster angesprochen worden, die den Jungen nach Malaysia holen wollten.
Ann verlor den Kontakt zu ihrem Sohn
Ann sagte, ihre Eltern hätten den Mönchen vertraut, weil diese zuvor schon andere Kinder nach Malaysia gebracht hätten. Sie willigte deshalb ein, dass ihr Sohn mitgehen durfte. Am 6. April verlor sie den Kontakt zu ihm und erfuhr später, dass er wegen illegaler Einreise nach Malaysia festgenommen worden war. Paveena Hongsakul kündigte an, mit der malaysischen Botschaft in Thailand zusammenzuarbeiten, um zu prüfen, dass die Kinder keine Missetaten begangen haben, und um ihre Rückführung zu unterstützen.
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