Preis-Hammer: Chaos an Zapfsäulen

Benzin-Schock in Pattaya: Nach der Ankündigung einer drastischen Preiserhöhung stürmen Hunderte nachts die Tankstellen – kilometerlange Schlangen, erste Zapfsäulen trocken. Was steckt hinter dem Chaos ab 5 Uhr?

Preis-Hammer: Chaos an Zapfsäulen
The Pattaya News

PATTAYA, THAILAND – Eine angekündigte Erhöhung der Kraftstoffpreise hat am Mittwochabend in Pattaya einen regelrechten Ansturm auf Tankstellen ausgelöst. Vor Inkrafttreten der neuen Tarife bildeten sich kilometerlange Schlangen, teils gingen Tankstellen vorübergehend leer aus.

Preisschock löst Tankstellen-Ansturm aus

Am Mittwochabend reagierten viele Einwohner Pattayas schockiert auf die Nachricht einer weiteren Kraftstoffpreiserhöhung. Hunderte Menschen fuhren noch in der Nacht zu Tankstellen, um vor dem Stichtag zu tanken.

Zwischen 20 Uhr und Mitternacht am 1. April waren zahlreiche Stationen überlastet, weil Autofahrer, Motorradfahrer und Betreiber von Transportdiensten gleichzeitig versuchten, ihre Tanks zu füllen. Die Situation führte zu Staus und angespannten Szenen an den Zapfsäulen.

Beschluss des Oil Fuel Fund Committee

Nach Berichten großer Medien hat das Oil Fuel Fund Committee (OFC) in einer Sitzung Anpassungen der Endverbraucherpreise für die meisten Kraftstoffarten beschlossen. Die Änderungen betreffen sowohl Diesel als auch Benzin und Gasohol.

Die stärksten Aufschläge treffen Diesel und Super Power Diesel mit plus 3,50 Baht pro Liter. Benzin sowie alle Gasohol-Sorten steigen um 1,20 Baht pro Liter.

Neue Preise gelten ab frühem Morgen

Die neuen Kraftstoffpreise sollen ab 5:00 Uhr morgens am 2. April 2026 in Kraft treten. Genau dieser frühe Zeitpunkt verstärkte den Druck, noch am Vorabend zu tanken.

Viele Fahrer wollten die höheren Kosten vermeiden und nutzten die letzten Stunden vor der Umstellung. Dadurch konzentrierte sich die Nachfrage in einem kurzen Zeitfenster auf wenige Stunden.

Kilometerlange Schlangen und leere Zapfsäulen

Reporter beobachteten, dass sich lange Reihen aus Autos, Vans, Motorrädern, Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs und Bussen durch die Tankstellen zogen. Teilweise reichten die Warteschlangen kilometerweit bis auf die Sukhumvit Road.

Mehrere Tankstellen meldeten, dass einzelne Kraftstoffsorten ausgingen und sie vorübergehend schließen mussten. Das verstärkte den Andrang an den verbleibenden geöffneten Stationen zusätzlich.

Menschen kommen sogar im Schlafanzug

Einige Bewohner, die sich bereits fürs Schlafengehen vorbereitet hatten, zogen hastig an, was gerade verfügbar war, und fuhren direkt zur Zapfsäule. Berichtet wurde auch von Fahrten in Nacht- oder Hauskleidung, nachdem die Nachricht die Runde machte.

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Die spontane Reaktion zeigt, wie sensibel viele Haushalte auf Preisänderungen beim Kraftstoff reagieren. Gerade in einer Stadt mit hohem Verkehrs- und Pendleraufkommen wirken sich wenige Baht pro Liter unmittelbar auf die täglichen Ausgaben aus.

Tourismus- und Bootsbetreiber sichern den Betrieb

Auch Betreiber von Tourismusbooten kamen zu den Tankstellen, darunter Speedboat-Eigner, große Passagierfähren und Fischer. Sie brachten 20-Liter-Container mit, um Diesel für den täglichen Betrieb zu kaufen.

Sie betonten, es gehe nicht um Hamstern, sondern um den Bedarf für die Arbeit am nächsten Tag. Gleichzeitig warnten sie, dass mögliche künftige Engpässe sie zwingen könnten, Dienste zeitweise komplett einzustellen.

Songthaew-Fahrer warnt vor Krise im Nahverkehr

Der 65-jährige Songthaew-Fahrer Banchong Bun Sai, bekannt als „Uncle Jong“, stellte sich ebenfalls an, um sein Diesel-Fahrzeug zu betanken. Er schilderte, dass steigende Dieselpreise die Lage für Fahrer zunehmend untragbar machten.

Laut seiner Aussage hätten Kollegen, die Fahrzeuge mieten, bereits aufgehört zu arbeiten, weil Miete und Spritkosten nicht mehr zu decken seien. Er nannte einen aktuellen Dieselpreis von 40,74 Baht pro Liter und rechnete nach der Erhöhung mit 44,24 Baht, verbunden mit der Hoffnung auf ein schnelles Eingreifen der Regierung.

Wachsende Sorgen bei Fahrern und kleinen Betrieben

Der plötzliche Ansturm spiegelt eine breite Verunsicherung unter Fahrern, Kleinunternehmern und Beschäftigten im tourismusnahen Bereich wider. Viele sind stark von bezahlbarem Diesel abhängig, etwa für Transport, Lieferungen oder tägliche Fahrten.

Es wird befürchtet, dass die höheren Kosten die ohnehin knappen Margen weiter drücken. In Pattaya, wo Mobilität und Dienstleistungen eng mit dem Tourismus verknüpft sind, können steigende Treibstoffpreise schnell auf Preise und Verfügbarkeit von Angeboten durchschlagen.

Deine Meinung

Wie erlebst du die aktuellen Spritpreise in Thailand – und spürst du die Auswirkungen bereits im Alltag, im Geschäft oder im Transport? Schreib uns in die Kommentare, ob du vor Preiserhöhungen noch schnell tankst oder bewusst darauf verzichtest.

Sollte die Regierung stärker eingreifen, um Diesel und Benzin zu stabilisieren, oder sind solche Anpassungen unvermeidlich? Diskutiere mit der Wochenblitz-Community, welche Lösungen du für Pattaya und andere Städte für realistisch hältst.

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Quelle: Pattaya News

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